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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2895-2896
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a) la.XVUlhn.

b) Salmaf ad Vopisci Carin. c. 46.

c) Schunü. Ant. EccIesCoutrov. V. §.2.

d) Io. /. c. vers.24.

c) Schurzfl. /. c. §./s.

Tunica laticlauia war, wie ihn dieRalhsherren zu Rom trugen, welchermit breiten Claois von Purpur besetzetwar, damit man sie also fort daran vonden Rittern unterscheiden kunte.

Sigon. de ludic. üb. III. c. 19. s. vorherTunica angusticlauia, item Clauus.

Tunica linea ist so Viel als ein Hemsde; allein ob die Römer gleich auch eineTunicam trugen, die sie bey demManns-Lolcke lncerulam oder auch Subuculam,bey dem Frauen-Volcke aber Indusiumnannten, so war sie dennoch auch wie dieandere von Wolle a) und kam die Lei-nene, zumahl unter dem Manns-Volckegar spate, unter dem Weibsen aber nochwas eher auf b), allein darbe» begingman auch die Thorheit, daß man sie mitGolde oder Purpur verbrämte, und, daman sie um der Wenigkeit wisten an denLeib legte, mit der Schnürckeley, selbstnach des Kaysers Alexandri Seneri Ur-theile, wieder rauh und unbeqvcmmachte c).

3) Kipping. Antiqu, Rom. lib. Jlll.

c. §. 70 .

b) Ferrar. de Re vest. lib. I. c. 3.

C) Lamprid. Alex, Seuer. c. 40. tßf adeum Salmas. /. c.

Tunica militaris war, wie die Solda-ten trugen, ziemlich kurtz und anbey vonFarbe roth, worüber sie denn ihre 8a-gochlamydes zogen a). Sie werdendaher auch selbst rujsati von diesen Tu-nicis rußis genannt, und zwar wurdensie von dieser Farbe beliebet, damit, wennetwan einer verwundet wurde, mandasBlut nicht darauf sehen und dadurchfeige gemacht werden solte b). Indes-sen da dergleichen vor des Generals Ge-zelt in einem Lager aufgesteckt wurde,war es ein Zeichen, daß sich die Soldatenzu einer Schlacht fertig halten selten c),

a) Teeb. Poll. Clattd, c. 14. ad eumSalmaf. I c.

b) Isidor. Qrigg. Ub.XVlIII. 9.22,

c) Salmaf. l.c,

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Tunica moleßa war ein Hemde, so ei.ncm auf den blossen Leib gclegct, alleinmit Schwefel, Hary und Pech« hauffigbeklebet wurde, wenn dergleichen Menschmit dem Halse an einen Pfahl war an-gebunden worden, daß er sich nicht beu-gen kunte, angesteckt und eryiirhinelen-diglich darinne verbrannt wurde a). Eswar solches eine gemeine Marter für dieersten Christen, die also, zumahl unterdem Nerone, hauffig zu Rom desNachts verbrannt wurden, daß mit ihnenzugleich die Gassen erleuchtet werdenmöchten b); jedoch ist diese Grausamkeitnicht sodann erst erfunden, sondern auchschon vorher, zumahl für Sacrilegos undMordbrenner üblich gewesen c).

a) Scnec. Epijl. 14. luuenal. Sät. I. v.<ßf Sät. VIII. v.2j i/. Martial. lib. X.Epigr. 23.

b) Sulpic. Seuer. Hiß. Sacr.lib.il.c. 4/.

c) Lucret, lib. III. Ccel. Rhodig.heft. Antiqu lib. Icf. 0 1 Kipping.Antiqu. Rom. lib. 11 . c. 3 .§. 4.

Tunica muliebris war einerley mitden männlichen, nur daß doch das Wei-bes-Volck sie ingemein langer, als dieMänner trugen a); allein mit der Zeitfiengcn sie an und verbrämten sie auchmit güldenen Paragaudis oder Borten,welches ihnen denn auch hernach dasManns-Volck nachlhat, allein auch nureine Tracht der Kayser, und den Privat-Personen untersaget blieb b).

a) Ferrar. ap. Pitisc.z» Tunica.

b) Treb. Poll. Gallien, c. j6. $ ademn Salmas. I. c.

Tunica multilicia waren von Seide,und mit der Zeit eine Kleidung sowohlfür Männer, als Weiber, jedoch für jeneanch ingemein mit derMarqve einerun-ziemlichen Zärtlichkeit a). Sie sind, wasdie Griechen «oaw'tm nennen b), undsollen den Nahmen nach einigen vonmultus und licium, nach andern abervon multum und icio haben, weil dwFäden darinne dicht zusammen geschla-gen gewesen c).

a) Vopifc. Aurelia», c. /2. ^Salmas.ad eumd. I. c.

b) l'asjub. adeuml.Q,

e) Salmas. /. (,

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