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Tunica palliolata war eine aus ei-M Rocke un" Mantel zusamme gesetzteAcivung, allein auch von seidenem Zeu-! -e a) oder doch eine Tuniea mit ihremi hrsondcls darzu gehörigen Mantel-! b), wie etwan die Frauen annoch
ihre Röcke, allein auch darzu gehörigenKaiser, Lonroucben und anderes ha-kn, da eins ohne das andere nicht ange-logen werden kan. Wie denn auch solchefunica paüiolat r, oder wie sie auch sonstzmennct werden, Tunica cum palliolis ,eigentlich eine Frauen-Kleidung gewe-sen zu sei, n scheinen c).
3) Vopis;. in Bonps. c. fis ad eum
Casaub. /. c.
b) Salmas ad eumd. I. c.
c) Scevol .L38.ff.de attr. arg. mund.Tunica palmata war ein Unter-Rock
oder Weste von Purpur, allein mit golde-nen Clauis oder Flecken besetzt, die einenpalmum oder qver Hand breit waren a),dergleichen allein die Triumphirer tru-gen b). Griechisch hieß dergleichenyruv %yv<rtanuo( c), und wenn die Ro-mr einem Könige eine besondere Ehretrwciscn wollen, schickten sie ihm der-gleichen Tunicam palmatam mit jU d).Einige meynen, daß ermit Palmzweigengestickt gewesen; allein das ist es nicht,«eil er sodann pitfa heißen würde, undiiiilhin palmata nicht von palma, son-dern von palmus heißet e).
a) Festus/'« Picta Toga ^/Salmas adVopisci Carin. c. 20.
b) Liv. lib.X.c.7.
c) Dion.Halic. lib. III.
d) Liv. hb. XXX. c. /;.
e) Salmas /. c.
Tunica Pontificis summi carulea , derHimmel-blaue Rock des Hohenpriestersdey den Jüdcn a) wird zwar nach derdeutschen Übersetzung gegeben, als ob erden gelber Seide gewesen; allein er warden Farbe Himmel- oder Meer-blau,«nd anbey nicht von Selbe, sondern vondn allerzartcsten uub kostbarsten Lein-band b). Es gicng derselbe dem Ho-hwpriestcr bis unter die Knie, war ohnekkmel.und ohne Rath, mithin bloß undgantz gewebt, hatte oben am Halse einenSchlitz, dadurch dcrKopfgestcckt wurde,sicher Schlitz mit einer Borte eingefasswar,daß er nicht ausriß, wie auch 2
dergleichen, wodurch die Arme gestecktwurden. Unten am Saume herum hin-gen von Himmel - blauer, Purpur- undScharlach- farbener Seide gemachteKnöpfe wie Granat- Aepfcl, und Glöck-gen Schellen oderCpmbcln von dem fein-sten Golde, immer eins um das andererings um c). Indessen aber wollendoch einige auch, daß solcher Rock bis aufdie Füsse herunter gegangen sey, ohnedaß doch die Schellen nicht eben auf dieErde aufgestossen oder geschleppt worden,wobey es nichts gethan, daß man dafürden untern leinen engen Rock, den derHohepriester über die Hosen anzog, nichtsehen können ä). Wieviel der Schel-len gewesen, ist man gar nicht einig, daeinige 12, andere 50, die dritten 72 unddie vierdten gar 366 setzen; allein dieSchrift meldet weder Zahl, noch Grösse,und anders woher ist davon nichts gewissses zu haben e). Einige wollen, daßdieser Rock auch wieder besonders ge-gürtet worden 5 ), wovon aber dieSchrift auch nichts gedencket, wohl aber,daßübersolchen sodann derHohepriesterdas Ephod oder den Leibrock mit demBrusi-Gcksslvlei'n gehabt habe g ).
a) Exod. XXVIU, 3>.
b) Lund. lud. Heiligtb. lib.lll.c. j.n.2.
c) Id. ibid. n. 4 J'eqq.
d) Wolf. ad Lund. l.c.n. f.
e) Iid. /. c. n. 9. & Reland. Antiqu.
Vet. Hebr. P. II. c. /. §.10.
f) Ioscph. Antiqu. lib.lll.c.8.
g) Exod. I. c. v. 4 ficqq.
Tunica Pontificis summi exterior, derLeibrock Des ^ohenpricsiers, Ephod,war von güldenen zarten Drate, undweissen, Purpur-farbcnen, Echarlach-farbenen und Himmel-blauen Fäden ge-wircket, also, daß ein Faden Gold und 6weisse,wieder ein Faden Gold und 6 Pur-purfarbene, wieder ein Faden Gold und 6Scharlachfarbene, und endlich noch ein-mahl ein Faden Gold und 6 Himmel-blaue zusamme gezwirnct, und darausein geblümter Zeug gewircket, mithin der-selbe aber auch 28 dralig gewesen ist a).Wie aber solches Ephod eigentlich ge-macht gewesen, will schwer fallen zu be-schreiben. Nach dem losepho.der es als«in Priester vermuthlich oftmahls gese-§Y YY 5 hen,
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