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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2453-2454
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einiger Meinung, sich alsofort vonAdam angesungen haben, und von an-dern Patriarchen sodenn fortgesetztworden seyn a); besonders schreibet mandergleichen dem Metbusdah zu b), demUeber, Noab, Sem u.f.f. c). Kljyerober ist es, daß die Propheten derglei-chen gehalten, und darinne nicht nur ih-re Schüler, sondern auch andere Leute,an den Sabbathen, Neumonden undandern Festen unterwiesen haben d).Jedoch haben Priester und Leviten der-gleichen auch gethan e). Indessen aberwurden doch auch die Schulen bey denJuden in öffentliche und Priuat-Sckulen unterschieden, davon jene mitBewilligung der gantzen Stadt ange-richtet, diese aber von einem und demandern, oder auch mehrern zugleich fürsich angefangen wurden. Jene wurdendavon für heilig gehalten, nichtaber diese f). Indessen muß keine vonbeyden mit den Symgogen vermengetwerden, ob man diese wohl ingemein inj der teutschen Bibel Schulen nennet, dasiebilligerVersammlungs-Häuserheis-sen selten. In den öffentlichen Schu-len waren Lehrer und Lernende von allergemeinen Verrichtung und Lasten be«j freyet, bekamen auch wohl noch beydeihre Stipendia darzug). So waren dieLehr,Häuser darzu ingemein auch an! erhabenen Orten der Städte, iedoch aberl auch an den Ufern der Flüsse und gern' selbst nahe an den Synagogen angele-! gkt b). In manchen lehre« anbey nurein Prrceptor, in manchen aber derenj mehrerer); alle aber wurden von ihrenSchülern gar in grossen Ehren gehalten,welche dargegen auch nur deren Rinderhiessen k). Die Praeceptores fassen im°khren auf einem erhabenen Siuhle,die Schüler aber stunden um sie herum,

* bis nach des Gamaliels Tode, dasieauch angefangen,sich nieder zu setzen I).l yierbey hieß eine Schule oft schlechthinf eth > das Haus, als Beth Hil-' M, Beth Schammai, das Haus oder; die Schule Hillels, die Schule Scham-Nachwahl aber hieß sie auch DammJ«btilitatum& acuminis , und wurden siei J uc heiliger als die 8ynagogen gehal«baß man Wohl aus einer Syna-

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goge eine Schule, nicht aber aus einerSchule eine Synagoge machen durfftem). Hierbey waren diese Schulen auchTrivial-( 5 dbvihn, oderAcademien undHohesSchulen, dergleichen vermuth-lich sonderlich auch die zu Abel war n).Und selbst in Babylon war dergleichendie Naharväa an dem Euphrate, unddie Sejana UNd Pumbeditha, so von betNahardaa abstammelcn, in Judaa aberrichtete dergleichen Esca auch wieder auf0), und nachher wurden viele gar be-rühmt,sonderlich aber dieSchulenHillelsund Schammai, die aber auch einen sol-chen Haß gegen einander über 18 Pun-kten hegeten, daß man glaubte, Eliaswürde solche selber nicht wieder vertra-gen können p). Nach der ZerstörungJerusalems waren berühmte Schulenzu Tiberias , las ha, Lydda, Iaptin, Se-phorim und Caesarea , sodann aber auchzu Beryt oder Bitter q). Wiewohl esdennoch auch nicht an Leuten fehlet, dievon den Patriarchen zwar glauben,daß sie die Ihrigen daheim unterrichtet,nicht aber daß sie öffentliche Schulen ge-halten; also wollen sie auch nicht glau.ben, daß dergleichen zu Ririach- Sespher, Lethel, Jericho, Gilgal u. s. f.gewesen, was auch lsrcki, Kimchi, Mai«monides u.a. gelehrte Jüden davon sa-gen r).

a) Iksn. Antiqu. Hehr. P.I. c. 7. §. /.

b) Maimon. Mure Neuocbim P.II.e.3P. ap. Fabric. Cod. Pseudepigr. V.T. n. 70.

c) Rieh. Simon ap. eumd. n. 77.

d) a Reg. llll, 23. Ezech. XXXU 1 ,31. Iken l.c.§.2.

e) Id. /.c.§.z.

f) U.lc.§, 4 .

g) id f;.

h) !d.§. 6 .

i) Icf XXX, /8, r Cor. 1 , 20 . Iken. I. c.§. 7.

k) 2 Reg7.

l ) Iken./. c.§.0.

mjGoodw, Mus. sf Aar. üb. 11 .'e.2. §.§. ‘ap- cum Maimon. Tephil-la c. II. Sefl. i 4 .

n) aSam .XX,/4,

o) Et. VII, 6 .

p) Drus.