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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2431-2432
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*43* SAL

man : Der HErr mit enck ! und ant-wettete : DersZLrr segne euck a) tJngemein aber sagte man Scbalom k-cha ! Friede mit oir ! oder Friedeüber dir ! Eis«»« pss' i^Z* b) ! Hierober beugete man sich vor einem auchbis zarErde, küssete ihm wohl auch dieFüsse, oder umfieng und küssete ihn nurstehend c). Die Griechen sagten zu ein-ander x-ch- d)! und in Briefen X«h «,!oder auch Etin?«-«, e) > Hingegenhatten die Römer des Morgens ihr Sal-ve f )! und in Briefen Salutem ! oderSalutem plurimam ! welches sie inge-mein nur mit den Buchstaben S. P. D.das ist Salutem plurimum dicit , rvünsscket viel^eil! ausdruckten g). Undwurde es für eine besondere Höflichkeitgeachtet, wenn man beym Grüssen ei-nen auch mit dessen Nahmen zugleichnannte und z.C. SwVSalue Ouidi h)/ Da-her denn auch d-e, so sich bey demVol-cke beliebt machen wollen, ihre Nomen-clatores oderkarrores hakten, die ihnensagen musten, wie die hiessen, die ihnenbegegneten i) ; oder, ba man den Nah-men ja nicht wüste, hieß man einen da-für Dominum k), wofür die Griecheneinen bey dessen Amte nannten I). Al-lein auch die Römer machten denn undwenn einen grossen Unterscheid beymgrüssen mit dem blossen Nahmen, oderauch mit dem Nahmen seiner Charge oderWürde, weil ersteres eine grosse Fami-liarität und Gemeinschaft, dieses abereine Ehrerbietung mit heissen soite m).So schloß man auch meist aus der Artzu grüssen, wie einer gesinnet sey, son-derlich bey den Kaysern. Und alsomachte es den Alexandrum 8euerumsehr beliebt, daß man zu ihm nur sagenMUste Aue Alexander n) / Und für dengrösten Hochmuth wurde es gedeutet,wenn man einen gar nicht grüßte, oderdanckeke, wie es Ne«, im Gebrauchehatte o), und auch der schnöde KerlPallas , des Kaystrs Claudii Freygelas-sener p). Allein

Salutatio publica war, wenn die Cli-enten kamen, und des Morgens ihrenPatronen die Reverentz oder Aufwar-tung machten. ES geschahe solches sogar, ehe es noch lichte wurde g), und

war ihr Grüßte r) / Die Abstattunzdessen geschahe in den Atriis s), oder beyschlechtem Leuten in den Vestibulis t),und mit der Zeit hatte man eigene Zim-mer, welche Salutatoria hiessen, wo sichdie Salutatores vcrsammleten, und, wenndenn der, den sie grüssen wölken, auf.stund und sich sehen ließ, grüsseie ihneiner in aller Nahmen, und damit zogder gantze Schwärm wieder ab u). Inden Lagern statteten diesen Gruß alleMorgen die Soldaten bey ihren Haupt-Leuten ab, und diese sodenn zugleich mitjenen bey den Tribunis , diese aber mitsamt den vorigen endlich bey dem Feld.Herrn w). Sonst aber musten der-

gleichen Salutation auch die Domesti-guen bey ihren Herren ablegen, und zwarfrüh auch mit dem Salue / allein desAbends wiederum sodenn mit dem Va-le x) ! Und dergleichen Ehre musteauch den Frauen abgestattet werden y).Immittelst liessen solche Salutatores t)0tteinem Patrono zum andern, musten aberoftmahls auch allewege pausiren, ehe sievorgelassen wurden z); kriegten auchwohl von den Bedienten in dem Hauseeinen Sack voll lose Worte darzu aa).Daher sie solchen an Fest-Tagen nochwohl einige Geschenckgen geben musten,damit sie desto eher ein-und vorgelassenwurden bb), wie nicht weniger es sonstnoch mit Gelde erkauffen cc); wogegenein solcher 8alut»tor sich für die grösteEhre hielt, wenn er der erste unter demHaussen seyn kunte, daher sie cilctenwas sie kunten, und sich oft nicht ein-mahl recht anzogen dd ); dafür aberwurden Vornehme auch wohl mit einemKusse empfangen ee), geringere hingegenbekamen denn und wenn ein Geschenck-gen ff), zumahl wenn die 8alucati et-wa» gern ein Ehren-Amt haben wollen,wogegen sie aber auch selbst wieder der-gleichen Complimente bey den nochgrös-fern, als sie waren, abstatten mustengg). Weiber aber statteten einanderdergleichen durch ihre Bedienten ab, wel-che daher Salutigeruli hiessen hil).

a) Ruth. //,4

b) Matth. XXVIII, 9. Io. XX, J0.Goodwin. Mas. & Aar. Ub. ULf. 3.

c) Luc,

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