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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2407-2408
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und wann Mann für Mann schwörenmüssen g). Und worauf ein dergleichenEid angekommen,giebtvcrmuthlichauchziemlich der, weichen Scipio einige jan.ge Römer zu thun znnng, da sie sichdurch die ^sacljt gar aus Italien wegmachen wol.en, und dieser war: Ex am.tut mei sententia iuro, vt ego retnp. Ro-mani populi non deferam , neque aliumciuem Romanum deserere patiar. Sisciens sallo tum me, luppiter Optime Ma-xime , domum , familiam remque meampe simo leto afficias h) /

a) Plutarch. Quast. Rom. n. 39. Isid.lib. Villi, c.}.

b) Polyb. lib. VI. c. 19.

c) Dion. Hai. lib. XI.

d) Liv. lib. XXII. c. ,8-

e) Tac. LJtst. lib. IIII. c. 31.

f) Veget, lib. II. c. f.

g) Liv. lib. XXVIII.c. 29. Caes. de B.C. lib. I. c. 76.

h) IAv.lib.XXII c.f3.

S A C R A RI v M war eigentlich eingeheiligter Ort oder Behältniß in ei-nein Privat. Hause, wo ein Haus-Wirthden Gott stehen hatte, den er besondersverehret«, und es also noch was anders,als das Lararium war s). Jedoch,hatte man da auch wol nur dasBild einesVerstorbenen stehen, dem man göttlicheEhre erwies b). Anderweits aberwar Sacrarium auch selbst ein Tempel c),oder auch besonders geheiligter Ort ineinem Tempel, als der in dem Tempeldes Marcis, wo die Ancilia aufbehaltenwurden d). In den tiefern Zeiten hießes auch ein Zimmer, wo ein Kayser ge-heimen Rath hielt e).

a) Cic. pro Mit. c.31. & Verr. II 1 Lc. 2.

b) Suet. Tib. c.

c) Liv. lib. I. c. 2/. Dion. Hai. lib. II.Nardin. lib.lll. c.3. Gyrald. Synt.Deor. I. p, 29. Fresn. Glojf. Lat.h.t.

d) Serv. ad Virg. Aen. lib. VII. v. 603.

e) Fresn./. c.

SACRIFICATI waren bey denersten Christen, welche sich die Furchtfür der Marter oder Liebe zu ihren-

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thern verleiten liessen, den Göttern zuopfern, sonst aber doch noch Christenseyn wollen. Sie waren die vierte Artvon den Lapsi; , und also noch schlim-mer als die Libellatici, Mittentes unbTun ficati , doch aber auch noch nichts»arg als die Blasphemantes , welches diefünfte Classe wara). Indessen wurdensie von der Gemeine der andern dochausgeschlossen, allein auch für einerleymit den Turificatis gehalten b); daher sieauch scharffe Busse thun musten, ehe siewieder für rechte Christen erkannt wur-den.

a) Schu rzü. Antiqu. Eccles. Controv.

IIII. §. /.

b) Cyprian. Epifl. p.

SACRIFICIVM heißt zwar dannund wann ein iedeü Opfer, besondersaber doch nur was darzu geschlachtetwird, und also eine oblatio animatacruenta ist, und der oblationi inanimataincruenta entgegen gcsctzet wird, diesonst auch Fertum, Libamen und in derBibel oftmahls schlechthin eine Gabeoder feg»* genannt wird a). Den An-fang damit soll aisofort Adam nach sei-nem Falle gemacht haben b); wenig-stens brachte dergleichen doch schon A-bel c); weder der eine noch der aberdoch nach eigener Willkühr, sondern,wie man will, nach GOtkes Befehl oderEingeben d). Indessen waren sie vordem Gesetz vermuthlich lauter Holocau-sta, und auch sonst in vielen von dengesetzlichen Opfern unterschieden, wenig-stens viel einfältiger, freyer u. leichter e).Indessen aber bestunden die gesetzlichennur in vierfüßigen Thieren und Lögeln,wogegen von kriechenden und schwim-menden nichts darbey war. So wa-ren von ersteren wiederum nur darzudienlich Rinder, Schafe und Ziegen,von letzter» aber gemeine Tauben undTurtel« Tauben, auster, daß dasReini-gungü-Opfer der Aussätzigen auch an>bere reine Böget siyn kunten Dievierfüßigen Thiere musten alle ohneFehler, und mithin weder lahm, blind,noch sonst gebrechlich, die Widder anbeysonderlich aus Moab, die Lämmer von

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