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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2323-2324
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Pyxis nautica, der See- Compast,soll , nach einigen , auch schon den AI-ten bik ünit gewesen, und Veriori r ge-nannt worden seyn 2); Allein dieses war«in Seil, womit man das Scegel dre-hcte und lcnckete b). D r Compaßaber, oder die Magnet- d?ad>el, wor-nach man sich itzo in der Schiffahrtrichtet, ist erst im Jahr Christi izoo vonJohanne Goja, von Amalphi, in Ita-

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sim, erfunden worden, ob wohl ande.re solches auch einem Flauio Gir«, Be-canus aber den Cimbris oder Teutschenzuschreiben Wille),

a) PJaut. Mercat. AB. V. Sc. 2,v. 37.

b) Turneb. Advers. lib. XX. c. 4.b) Voss. de Art. Scient. Nat. fls

Conflit. lib. III. c. 48. §. f. Gyrald,de Re naut. c. L

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Q bedeutet unter den Römischen' Vornahmen so viel, als Quin-Bus, und mithin insonderheit einen,welcher der sanfte unter seinen Bru-dern gewesen, s. Praenomen.

QVADRA war ein Teller,woraufmau as, vergleichen ehemals viereckichtwar, wie er ißt rund ist. Sie waren vonZinn, Silber, allein auch von Holtze,und mit unter selbst von Brodte, wel-ches entweder alsoforc darzu mit geba-cken oder auch erst in solche Quadratgeschnitten wurde a). Jndess.u wurdeeinem jeden doch der scmige besondersvorgelegt b), vermuthlich aber auchmanchmahl selbst mir aufgegessen.

2) Aliarrial. lib. VI. Epigr. 7f.XII.32.Bacc. de Conuiv. vet. lib. 1111 . ap.Pitise. b. t.

b'l Horat. lib. I. Epifl. 17. v, 40.QV ADR AGES IM A war eineAbgabe, so den Publicanis enti ichtet wer-den mustea), und zwar von den Sum-men, worüber mau vor Gerichte strit-te b). Gaibi hob selbige wieder auf,»,doch wurde sie auch nach der Zeit wie-der eingeführet c); wo doch anders Gal-ba sie nicht eben aufgehoben, sondernnur auf eine Zeitlang erlassen hat ä).Sie betrug indessen 1 von 40, und Willman, daß sie auch von Waaren gege-ben werden müssen; allein woher es er-wiesen werden soll, weiß man nicht, zu-mahl von diesen nur die Centesima ent-richtet werden müssen e).a) Suet. Vespas, c. 1.b) Id. Calig. c. 40.

c) Symmach. lib. V. Epifl, 63.

d) Burmann. Dijs de Vechgal. c. 5.

e) Cujac. Obfirv. lib. VI. .c :8- Pan-ciroll. Var. lib. III. c.3uap Pitise.b. t.

Q. V A D R A G E S IM A war eineZeit erst nur von 40 Stund««, hernachaber von 40 Lagen, die man zu fastenpflegte a); wiewohl man doch die 40tagige Fasten vor Ostern bereits vonder Apostel Zeiten herleiten will, we-nigstens aber die Anordnung davon demTelesphoro A. C. 136 zuschreiben, des-sen Deu-et davon man auch noch mithaben will b). Jedoch gicng solchesauch nur die Geistlichen an, ob manwohl sonst auch solche Zeit mit Trau-ren und lauter heiligen Verrichtungenzubrachte. Indessen kam sie doch nurauf die Enthaltung vom Fleisch. Essenan, daher sie auch Carnispriuium hieß,und, da man ehemahls so gar nicht inderZeit mit derselben übereingekommen,schlössen einige daher, daß sie keineswe-ges von Gott geordnet, wie doch wohlauch einige Kirchen-Lehrer behauptenwollen c). Sonst aber hatte man auchnoch andere dergleichen 40 Lage vonMartini bis Weynachkcn, und wiedervon Pfingsten bis Johannis, die manaber wieder unterlassen hat. Die Grie-chen haben deren noch 4, die Maroni-ten 6, und die Armenier 8, welche abernicht weniger ein Menschen-Tand sind,als bey andern, da man zwar keinFleisch ißt, desto besser aber sich mitFischen und andern Delicatestcn füt-tert.

a) Schurtzfl. Atitiq. EccUs Controv.