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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2321-2322
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PYTHIA waren die andern unterd-n 4 vornehmsten öffentlichen Spie.len der Griechen, welche dem Apolhm,u Ehren gefeyert, und, nach einigen,auch von ihm selbst sollen eingeführetworden seyn. Waffen als Latona mitihren f feinen S?inbcrn ? bciri Apof-Jitie und der Diana > von Chalcide ausEuboea , nach Delphos wolle, und un-versehens an die Hole des greulichenDrachens, des Pythonis, gerieth,wa-ren ße bey nahe von demselben über-raschet worden, wo nicht die Mutterin her Angst ihrem Sohne, der seinePfeile und Bogen bey sich hatte, zuge-rufen, h »-§, h w<%, sckieß;u, Rind \schieß ;u, Rind! der es denn auchgethan, und den Drachen glücklich er-leget habe a). Zum Andrucke» solcherThat, syllen hernach nicht nur die Spie.je angestellet worden seyn, sondern auchdie Plattes von dem (» T«j, den Nah.wen bekommen haben b). Wenigstensaber waren diese pykhischcn Spieltzdoch älter als die Olympische, weil die«se erst Hercules, jene aber Apollo ge-stiftet, und zwar solten sie nur alle 9Jahr einmahl nach der Anzahl der Mu-hn gefeyert werden c), uno erhielten al.so in dein ersten den Preis von dem Apol-line selbst Coßor im Stadio , Poiluxim Fechten, Calais in dem Qolicho-dromo, Zetes im Wettlaufen in Was.sen, Pekus mit dem Disco , Telamonim Ringen, und Hercules im Pancra-tio d). Indessen aber unterblieben sol-che Spiele bald, bald wurden sie wie-der vorgenommen, bis endlich die Am-phistyanes sie wieder in eine richtigeOrdnung setzten, und ausmachten, daßsiealle ;Jahre, wie die Olympischen gr«ityrrt werden solten, welches geschahe«UM 3. Olymp. XXXXViH. oder A.

und A. C. N. 5:84, von da anauch die Zeiten nach den Pythiadibus,rcieanderwelts nach den Olympjadibus ge-ichlet worden sind. Nach dieser neuendittfassung nun liessen sich erst gegenerngilder hören die Citharoedi , oder dieIN die Uthar sungen; die Auloedi, oder5 * m d>e Pfeife sungen, und die Tibi-k unb erhielt das erstemal)! unter

bersten den Preis CepbaQen, unser

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den andern Ecbembrotus, und unter dendritten Sacaäas; Die Kampf. Spieleaber waren anbey einerley liiit denOlympischen, nemlich

, IlayitpaT,«,, J »»< KiAigr.f U. s. w.

Die Vorsitzer darbey waren die Am-phistyones, bey denen sich die Kämpferzu behöriger Zeit melden musten. DieBelohnung hingegen kam erst auf einenKrantz von Eichen-Laube, hernach vonLorber anchieZeit aber war der 6 des Mo.nats Thargeiionis , der Ort ein freyesFeld zwischen Delphis und Cirrha, undHat man von den Epiniciis , so auf denObsieger gemacht werden musten, de-ren noch n von dem Pindato übrig e).

a) Clearchus Solensis ap. ScaligPoet. Vtb. I. c. 2|. Ouid. Met. lib ,I. v. 44/.

b) Vid. Paean-

«!) Schmid, Prolegom. in Pyth.f 3 -

d) Id. /. c,

e) Pfeiffer. Antiqu. Gr. lib , I. c. y,Lamb. Bos Antiqu. Gr. P. I. c.33. Schtnid. I.c,

P Y T H 11 waren 4 Männer zu La-cedaemon, deren ein ieder König 2 er.wehlete, und hatten sie den Nahmenvon dem Apolline Pythio, dessen Ora-culum in zweifelhaften Fällen zu be-fragen , ihre eigentliche und vornehmsteVerrichtung war. Indessen aber befun-den sie sich stets um und bey den Köni-gen, daher sie auch deren c«oderContubernales genannt wurden. Eini-ge meynen, daß sie wie die Auguro;bey den Römern gewesen; wenigstensaber wurden sie doch nicht nur nachDelphos , sondern nach Gutbefin-den der Könige auch zu andern Oracu»Hs abgeschickt.

Vbbo Emmius de Rep. Tue. p, m.

2Q/.

PYXIS war beym Spielen mit denWürfeln eine Art eines Trichters vonBuchs-Baume oder Harne, worausman die Würfel warf, um sie nichtknüpfen oder kneipen zu können. Sonsthieß es auch Pyrgus , Fritillus, Orca,Turricula, Phimus u. f; f.

iuuonal. Sät. XIII. v- 2/. Senftleb.de Alea Vet. c. XI. §. 33.

Dd dd; Pyxis

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