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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2299-2300
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Römern bey ihren Gastmahlen eine Lustmachten a). Wie denn daher derglei-chen auch wohl ernsthafte Philosophigar gern litten b). Man brachte der-gleichen aus Asten nach Rom, nachdemman jenes bezwungen c). Weil es abersonst auch noch Handel mit ihnen gebenmochte, verbot der Kayser TheodosiusA. C. z8; dergleichen mehr bey den Gast-mahlen zu haben d). Wogegen manandere Psaltrias auch bey den Leichender Ehristen hatte, welche an stak derPrastcarum Und deren Naniantm , ihreHymnos und guten Lieder sungen,wor-inne sie insonderheit Gott dancketen. daßer den Verstorbenen von dieser WeltElend befreyen und zu sich in den Him-mel nehmen wollen e).

a) Plutarch. Sympof. üb. II. Quast. so.

b ) Macrob. Sät. lib. II. c. t. Schol.ad Iuuenal. Sät. XI

c) Liv. hb.XXXVIUI. c.6.

d) Aur. Vict. Epit. c.48.

e) Iustinian. Novell. ;p. Kirchmann.de Funer. lib. II. c. 6.

PSECAS war ein Putz-Magdgenvornehmer Frauen, die insonderheit de-ro Haare einjalminiren, pudern undaufsetzen muste a), die indessen aber fürdie Peitsche dann und wann auch nichtsorgen durfte, da sie es nicht recht mach-te b). Ihr Gerüste, als Kamm, Spie-gel, Haar-Nadel u. d. g. widmeten sieendlich der Veneri c), und haben sieden Nahmen von , weil sie das

Haar mit etwas Wasser besprengeten,wenn sie es gehörig aufthürmen wol-ten ä).

a) Ouid. de Medicam. Fac. v./p. &Amor. lib.I. El.y. v. ög.

b) Iuuenal. Sät. VI. v. 48p.

c) Inscript. vet. apud Pitisc. b.t. &Tomafin. de Donar. c.38.

d) Schol. ad Iuuenal. I. c. Dempster.ad Rostn. lib. V. e.js,

PSILO.THRVM war eine Sal-be/ wovon die Haare wrggiengen, wennman sich an deren Orten damit bestrick)a). Man nahm sich damit auch denBart weg b), und das Weibsen bedien-te sich derselben auch, wer weiß wo c);da sie aber auch bey Knaben angewen-

det wurde, hatten sie sonst ein verdam-liches Absehen damit d).

a) Martial. lib.III. Epigr.y4. v.t.

b ) Lamprid. Heliog. c.jt.

c ) Id .l.c.

d) Martial. lib. VI.Epigr. ;o. v.3. Ca-saub. ad Spartian. Adrian, c. 4.

PVBLICANI waren bey den-mern diejenigen Leute, welche die gemei-nen Einkünfte in den Provintzen pach-teten, und also den Nahmen daher hat-ten, quod publico fruerentur a ). Eswaren aber solches Römische Equites b),und pachteten sie die besagten Revenumvon den Censoribus, welche sie auf Ge-heiß des Raths auf öffentlichem Marck-te feil boten c). Es kamen seibige in-sonderheit an auf die Felder, Vieh-Triff-ten, und Hafen- Zölle d), und was sonstnicht zum ordentlichen Tribute gehöretee), als insonderheit die gemeinen Ge-bäude, deren Unkosten sie über sich nah-men, und ihren Profit dabey zu machensuchten f). Es schlugen sich aber dereneine Anzahl dißfalls zusamme, die beygrossen Mitteln waren, und machten ih-re Societates , oder Gesellschaften aus,da manche wircklich pachteten und dieArbeit darbey übernahmen, manche abernur ihr Geld mit zuschössen, mancheauch nur Bürge für die andern wurden,indessen aber erwehleten sie einen zumOberhaupt oder Director, so Magistersocietatis hieß, und die andern von derGesellschaft kunte zusamme kommen las-sen, wenn es was zu berathschlagen gab;alle Schriften und Rechnungen untersich hatte; alle Briefe aus den Provin-tzen empfing und wieder beantwortete;allein auch in denselben wieder seinenVicarium hatte, an den erst alles kam,was in der Provintz vorgieng, und deres mithin, da es nöthig war, an den Ma-gistrum nach Rom berichtete g). Indes-sen aber muß man diese Publicanos nichtmit Zöllnern, oder Einnehmern der Re-venuen vermengen, als die nur Bedien-diente von jenen, und eben die waren,welche die Unterthanen oft ziemlich ve*xirtcn, mithin auch allen, sonderlich aberdoch den Juden ein rechter Greuel wa-ren h). Wiewohl sie auch viel auf ih«rer Herren Angeben thaten, als die ent-

weder