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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2105-2106
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PAR

aber der Unterscheid bestanden, ist nicht

bekannt.

i) Pollux lib. VIII. c. ro. Harpocra-tion in nagxßvmt. Pausan. Attic.c. 28.

b) Pollux /. c. Pfeiff. Antiqu. Gr.lib. II. c. 26.

PARACOEMOMENI, Gr.n*-ptituvuiwf waren bey den Griechi-schen Kaysern so viel, als 2 Cammcr-Her-ren, deren einer die Aussicht auf desKaysers Schlaf-Zimmer, der andereaber dessen Siegel in Verwahrung hat-te, beyde aber Eunuchi oder Verschnit-tene waren.

Fresn. Glqjs. Gr. in nx^xxtiiuüunei,

PARAGAVDAE warenStrei-fe von Golde, oder auch Seide und Gol-be, dergleichen man ehedem mit in dieKleider wirckte a); jedoch scheinet es,daß andere sie lieber für Borten vonbe-mrldeter Art ansehen, und nachdem einKleid mit einer, zwo, oder drey besetztwar, hieß es monoloris, diloris oder tri-loris b). Die Invention, mit samt demNahmen, kam von den Syrern her c),und trugen dergleichen so wohl Mann-sin, als Weibsen, bis Valentinianusund Valenz sie verboten, und wölken,daß sie nur von dem Hof- Frauenzim-mer getragen werden selten d).

a) L. 2. C. de liest, bolos. Vopisc, Au-rei. c.46.

b) Vopisc. l.C.

c) Casaub. ad Polt. Clätid. c. /7.

d) Salmas ad Vopisc. Aurelian. £.46.

PARANYMPHI waren 3 Kna-ben,welche eine Braut mit zu ihrem neuenManne begleiteten, deren einer eine Kien-Fackel vortrug, die andern beyde sie aberführeten a). Jedoch hiessen auch diealso, welche den Brautgam sodann be-gleiteten, die andere aber doch lieber Pa-ränytnpbios (* ) genannt wis-

sen wollen b).

a) Propere, lib. IIII. Eleg.n. v.46.

b) Pollux lib.llll. c. 4. Eustath. adHomer. ap. Pleite, h.t. Vols Ety-n>ol. in Paranymphus.

»k P 'i, RASANGA war ein Weiten-dder Weg - Maaß der Perser von 30 Sta-aus a). Jedoch aber hat man sie auchans 40,50 und selbst bis 60 Stadia ge-

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rechnet h), obwohl die von 30 scheinendie gemeinsten gewesen zu seyn c), deren10 man daher auch auf eine Tage-Rei-se gerechnet hat ä).

a) Hesych.i#n»f>*rayyi)s. Hero IJa-gog. ap. Pitisc, b. t.

b) Strabo lib. XI.

c) Herodor. lib. 11 . p. m. 50. sf lib. VI.P-33Q. Beuerin. de Mensur, Pon-der. P. II. in Parasanga ; Tiraquell.ad Alex. ab Alex. Üb. II. c. 20.

d) Ikcn. Antiqu. Hebr. P. II.c. 8.$.

PARASCEVE war bey den-

den überhaupt der 6 Tag in der Woche,und also der Rüst-Tag zum Sabbath.Da nun z. E. der Öfter-Log auch aufdiesen 6 Tag fiel, kommt es, daß auchwohl dieser selbst Parasceue genanntwird; da aber denn nicht Parasceue Pa-sebatis oder der Vüsl-Tag aufDficrn,sondern der Rüst-Tag auf den Sab-bath zu verstehen ist a). Sonst wirdbey uns besonders der Lharfrcytag DiesParasceues genannt, welches der Rüst«Tag mr Jüden Sabbathe war; indes-sen aber wird er auch schon Pascha ge-nannt ; allein ?xvg*urifier-, woge-gen unserer rechter Öfter-Lag n/%**Wheißt b). Warum er averbey uns der Lharfreyrag heisse, setzt esnoch viel Fragens. Nach einigen heißtbey den Angel-Sachsen gegearcian soviel als Vorbereiten, nach andern garonauch so viel, woher auch solcher LagGarotag genannt werde c); nach dendritten hieß cbar auch so viel, als dieGorge, das Trauren, die Gnugrhn-ung; allein nach den vierdtcn auch cbarvon« Lateinischen cerus, Teutsch her,Griechisch l-f-'r so viel, als heilig; je-doch bleibet man am liebsten darbep,das Cbartag, so viel, als Garotag, Cbar-woebe als Garowocbe oder die Vorbesreirungs-wocke heisse d).

a) Reland. Antiqu. Vet.Hebt .P.IIII.c.3. §.//,

b) Walch. ad Comp. Eccles. lib. I. C. 2.

7 t. //.

C) Tatian. c. §§. ap. Wachtet. Glojs.Germ. in Chatsreytag.

d) Wachter. /. c.

PARASITI waren anfangs)ge-wisse Geistliche, die von den Opfern ih-