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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
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2097-2098
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PAN

«sit dem neu eingeernbteten Getreyde, buM als die Erstlinge davon gebracht«mden. Sie waren 7 Qvcr- Händelang,4 breit, und ihre umgeschlagenenttzmalen Seiten, oder Hörner 4 Oder-Wer hoch, wobey ste also eben wie dieSchau-Brodle aussahen, nur daß siekleiner waren a ). Es kam zu iedem 2Wnden oder 1 Homer Semmel-oderWitzen.Mehl b). Dcr Waitze darzumuste aus dem Schatze des Tempels er-kaufft, das Mehl aber durch 12 Siebegefiebetwerden,welches sodann mitwar-men Wasser, allein auch etwas Sauer-teige eingemacht, und die BrodteimBorhofe gebacken wurden. Bey ihrerOpferung webete sie der Priester beydun Thore Nicanoris gegen alle 4 Win-de, brachte sie aber wegen des Sauer-teigs, der darinne war, nicht auf denKar, und behielt eins endlich davonder tzohe- Priester, das andere aber be-kaaien die Ephemerien der Priester c).Einige meynen, jeder Haus-Vater habe% dergleichen Brodte geopfert ä); jedochunrecht. Allein, ob zu einem 2 Zehen-deuSemmel-Mehl gekommen, oder zubenden, weiß man nicht e). So ist eseuch ein blosses Jüdisches Vorgeben,daß, wenn ein Priester nur einer Olivegroß davon bekommen, er dennoch sattgeworden, welches gewähret bis aufdie Zeiten Simeoms öca Gerechten, daalles verflucht gewesen, und mithin sol-chen Brodten auch ihre Kraft entgan-gen k).

a) Iken. Antiqu. Hebr. P. I. c. /4. §. 16.

b) Lev. XXII/, ,7.

c) lken. I. c. cap. 2/. §. 2/.

d) Ollander, Bonsrer. alii, ap. Lund.lud. Heiligth. lib. V. c.16. n.32.

, e ) Lund. /. c. n, 24.

f) Galatin. ap. Lund. l.c. 11.36.

1 anes propositionis , s. Panes facie-nm.

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Herodot. lib. I ap. AJarsham. Can.

Cbrort. Secui. XIII. p.36/.

PANlS, 2 »roöt, wurde bey den-den bereitet aus Waitze a), von Armenauch aus Gerste b); allein in ausseror-dcntlichcn Fällen auch aus Bohnen, Lin-sen, Hirse und Spelte). Solches zubacken war eine Arbeit der Frauen ineinem Hause bey den Jüden d), Grie-chen e). und Römern, als die keine ge-meine Becker hatten 5 ), bis Traianuserst ein Kollegium oder Handwerck der-selben errichtete g), dergleichen sich her-nach aber auch bey den Jüden fanden h).

a) Ps. LXXXl, 17.

b) lud. VII, 13. Io. VI, q. Iken. An-tiqu. Hebr. P. III. c. 6. §. 2.

c) Ezech. IIII, p.

d) Lev. XXVI, 26. 1 Sam. XXVIII, 24.

e) Theophr. Characi, c. Feith. An-tiqu. Homer. üb. ////. c. 3.

f) Plin. H. N. lib. XVIII. c.io.

g) Aur. Vict. Caj'ar. c. 23.

h) Hof. VIII1,4 lef XXXVII, 2,.

Panis adificiorum war, welches die

Soldaten bekamen, die zu Constankino-pel ein Haus erbauet, nach welchen der-gleichen gegeben wurde.

L. 2. C. Tb. de annon. civil.

Panis artoptitius war ein Gebacke-nes, welches in Arropris gemacht wur-de, und ein Essen für delicare Mäulerhieß.

Athen lib. III Plin. H. N. lib. XVIII

c. 11.

Panis Athletarum, s. Colliphia.

Panis autopyrus war Lrodt vom Wai«tzen, von dessen Mehle aber weder Kley.en, noch sonst was genommen worden,mithin mehr von Waitzen - Schroot alsMehl war.

Ceis lib. II. c./8. Scribon. Compos. 227.

Panis azymus, ungesäuertes Lrovt,welches insonderheit dem Magen dien-lich seyn soll.

Panionia waren «nFest, wel-Mv die izColonien der lonier in Klein-Mm bey dem Panionio , einem Tempelw» Neptuni Heliconii, auf dem Vvr-Sevirge Areale hielten, um sich durch° Weichen Zusammekunft in guter Ei-p'gkeit zu erhalten.

Ceis, lib. II. c. 24. Scribon. Compos.133. Frein. GluJsLat. in Panis au-topyrus, s. Panes azymi.

Panis cacabaceus war sehr schwachesDrodt, da keine Kleycn davon genommenworden; oder, nach andern, das mitWasser aus dem Cacabo (der Ofen-Blase) eingemacht worden, und den gar-Uuu 5 stige»