Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
2079-2080
Einzelbild herunterladen
 

P AE D

2079 P A C

Tit. Prob. de Pranom. exEdit.Godo -fredi p. /39$. Sigon. de Nom. Rom.>407. ex Edit. ead.

Pacuuia Gens, s. Gens.

PAEAN war eigentlich ein Lob-Ge-sang zu Ehren des Apollinis. Dennals dieser mit dem ungeheuren Drachendem Pythone kämpfet«, rüffle ihm seineMutter zu: Schieß;»,

Sohn ! Schieß ;u Sohn l a) , vonwelchem 77 dj hernach er nicht nur selbstiW. genannt worden; sondern manmachte auch besondere 80b. Lieder aufihn, in denen das lo paan ! so oft wie«Verholet wurde, daß man sie daher auchselbst Paanes genannt hat b).

a) Scaliger ap.VofT, Etymol. in Pxan.

b) Voll'. InJiit. Poet. lib. III. c. /3.§ 4 -

PAEDAGOGIA hiessen die Hau-fen Knaben, die sich die vornehmen Rö-mer sowohl zu ihrer Bedienung, als auchbesondern Gottlosigkeit unterhielten a).Sie waren darbcy insonderheit besorgt,daß sie einander alle an Jahren, Sta-tur, Haaren u. s. f. gleich seyn möch-ten b), sie darbey auch von keiner Son-ne verbrannt, oder sonst auf einige Artunscheinbar werden möchten c), wobeysie dieselben aufs prächtigste kleideten,und alles an ihnen mit Golde oder an-dern Kostbarkeiten ausstaffirten 6). Wodieselben sich in einem Hause beyfammebefanden, hieß Man Pädagogium e),welchen Nahmen man itzo auch gewissenSchulen giebet, da es aber besser, alsbort, zugehen muß.

a) Senec. Epiß. gp

b) Id. I c.

c) Id. Epiß. 123.

d) Id. de Tranquill. c. r. Ammian,lib. XXVI. c. 6. Plin. H. N. lib.XIII. c. 3.

e) Plin. lib. Vll. Epiß. 2g. ad eumCellar. /. c.

PAEDAGOGVS war einKnecht,der auf die Auferzichung eines Sohnsseines Herrns bestellet war. Er solledaher von rechtswegcn von den allerbe-sten ausgelesen werden a), doch nah.mm unvernünftige Eltern oft die schlech-testen darzu b), ungeacht sie weder denVerstand hatten, einen Knaben anzu-

rc8o

führen, als auch diese gar leicht derenLaster annahmen. Sie musten odersollen aber denn Acht haben, daß so einKnabe nicht liederlich werde c), ihnengute Lehren geben, und auf die Exempelihrer rühmlichen Vorfahren weisen 6);sie beym Ausgehen begleiten-), und so»,derlich in und aus der Schule führen f),auch zu den Schau-Spielen g) u, s. f.wobey sie aber auch sich ingemein waseinbildeten, und glaubeten, es sey nie-mand klüger und gelehrter, als sie l>).Sie erwiesen sich daher gegen ihre Un-tergebene oft mehr, als zu herrisch,),liessen sich auch wohl Dominos oderHerren schelten k), und wolten den an.dem Knechten mit befehlen, auch wohlauf solche zuschlagen 1); wenigstensaber doch machten sie ingemein ein sau-ertöpfisches und ernsthaftes Gesicht m),waren aber doch oftmahls auch schonalte und bejahrte Leute n).

a) Quinctil. lib. I. c. 1.

b) Clem.Alex. Pcedag. lib.I. c. 7»

c) Plaut. Bacch.. III. Sc. 3. v. /8,

d) Arrian. in Epißet. lib. III. c. 19.

e) Aelian. H. V. lib. XII 1 I. c. 26.

f) Id. I. c. lib. ///. c. 21.

g) Theophrast. c. 9. Suet. Aug. c.44.

h) Quinctil. 1 . C.

i) Manii. lib. V. v.431.

k) Stat. lib. II. Sylv. 1. V. p.

l ) Arrian. /. c.

m) Suet. Ncr. c. 37.

n) Eurip. Phwiiijs.. It. v. 123.J43. Pignor. de Serv. Claudealii ap. Pitifc. h. t.

Paedania Gens , s. Gens. .

PAEDONOMVS war «int ö»brigkcitlichePerson von gutemAnsehen 51Lacedamon,unter deroAufsicht und Dire*ction alle Knaben von 7 Jahren anstunden, als die er auch beysamme ineinem besondern darzu angelegten Ortehatte. Es waren solche hierbey in ihredylxitf, oder Classen, eingetheilet, überderen iede wieder einer von den ver-ständigsten jungen Leuten gefetzet war,der dytiufys.s hieß, welche der Padonowu wieder aus andern nahm, j '0 Irenagenannt wurden, wie die /- evsr ausdenMeilirenis, als nach welchen Arten sol-che junge Leute immer höher und hoher' stiegen,

P

ircb

ruitis

illiti 1

0 &

fotuich ^

3 »f

'S-!

UVi :

miZ

M 51 '

filtel

an«

niti

'«»i

aisi