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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2081-2082
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2081 P A E

stieg«»/ anbey aber immer einer dem an-dern Unterthan zu seyn lernen musten.

Plutarch. in Lycurgo, c. ij. Vbbo Em«niius dc Rep. Lacon, p. tu. 22 s.

PAENVLA, s. Penula , war einxieid von dickem Zeuge, Regen undKal-teabzuhalren a). Es war also vornehm-lich ein Reise-Kleidb), und trug manesdaher in der Stadt ehedem nicht, bisendlich mit der Zeit alles Mode wurde,da man dergleichen bey RegemWetterauch umnahm c). Die Erfindung da-von kam von den Lacedämoniern her,welche dergleichen anzogen, wenn siebey garstigem Wetter den Schau-Spielen zusihen wolten <l), welchesman denn zu Rom auch that e). Siewaren aber theils von Leder 5 ); theilsvon Wolle i und diese entweder mitkurtzen Zotten, und hiessen Pawla Ca-nufinx ; oder langen, und hiessen gau-sapina,to oDon jene sonderlich wider denRegen, diese aber wider die Kalte die-sen g). Sie giengen aber vom Halsebis an die halben Schien-Beine, kuntenauch über den Kopf gezogen, und die-ser darinne verhüllet werden, daß maneiuen nicht kennetcn b).Die ledernen hat-ten ihre Leder-Farbe, die wollenen aberwaren weiß, ausser was die Canusini,schm anbetraf, welche röthlich waren,und insonderheit von den Soldaten undKnaben getragen wurden i). Es trugdergleichen auch das Frauen- Volck st);ledoch untersagte sie ihm in der StadtAlexander Seuerus 1 ); die aber dochMi auch weit kostbarer waren, als derMänner ihre m), Sonst trugen derglei-chen auch die Aposteln) und andere Chri-gen, die sie aber ablegcten, wenn sie be-teten o), und also war sie auch nichtsweniger als eine Kirchen-Kleivuttg, wiejUronius, Ilona Und Ferrarius wol-imp).

a) Tertull. Apolog, c. 6. & Schol,'let.adH orat. üb. I. Epiß. 2. v. 17.

) C\c. pro Milon. c. 20, Senec. Epiß.87.

*) luuenal, Sät. V.v.76. i

ch) Tertull. l.c,

*) Sütt.Galb.c.ß.

*) Martial. lib.XlItLEpigr. /j®, S«-nec Quast. n«t.lib.UII.c,0. .

PAL 2082

g) Pliii. 11. N. lib. Viti, c. qg. Ferrar.dc Re Vefiiar. ap. Pitisc. h. t.

lr) Pompon. in Fenicea ap. Pitisc,l.c.

i) Mattial. lib. Xltlt. Epigr. np.

st) Vlpian. I. veflis ff.de nur. arg,

1 ) Lamprid Alex. Sev. c. 27.

in) Suet. Calig. c. p. Pollio in Quit*lo e. 14.

H) 2 Tim 1111,2;.

o) Schurzfl. AntidU. Ecctef. Conirov.

V.%.20.

p) Id. l,c.§.p,

PAGANALIA waren ein Land-Fest, da, nach des Seruii Tullii Anord-nung, die Land Leute zusamme kamen,und ihr Opfer thaten j allein auch je-der Dkann, Frau und erwachsener jun-ger Mensch etwas am Gelde abgebenmusten, woraus man ersehen kunte, wieviel sich von ieder'Art derselben imLan«befanden.

Oion. Plalic. lib. Ittl. Ouid. Faß. I.v. 66p. Struv. Antiqti. Rom . c. VIII,p. .?§/. &4Ö1S.

PAGVS heißt Dar ingemeitt einDorf, dergleichen matt vor alters gernangelegt, wo es ftuyxt ober Brunnengaba). Jedoch aber ist Pagus auchvielmahls so viel, als eine gantze Ge-gend, dergleichen dir Frangofen" daherauch Pays nennen b). Zu Rom warPagus Cdnicenarum eine Gegend vor derPorca Capena , wo sich auch der LucusCaftioenarum befand c) j Pagus Salariusaber eine andere an der Via Salaria d),und der Pagus Sttccusanus an der Sa-*burta veteri in den Esquiliis zwischender jetzigen Kirche SS. Petri & Mar-ctllini und der Porta Maiori e).

a) Festus in Fagij VolT. Eiyntol. ineod.

b) Cas de B. G. lib. I. c. /2. Salmas,ad Vopisc. Saturn. 0,28,

c) Nardin. lib. III. c.;.

d) Fabrctt. de Aqticed. Diff. III. ap,Pitisc. b. t.

e) Nardin, lib. Ut. 0. S.

PALAESTRA war zwar eigent-lich nur ein Ort, wo man sich im Ringenexercirft a); hernach aber doch auch soviel als ein Gymnasium, wo man all«Arten der Leibes-Übungen zeiget«, der-

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