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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2073-2074
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*) Tibuli. I. c. v. 19. Ouid. Herold.XIIII. n 7

f) V'id. Vrna.

g) Kipping. Antlqu. Rom. lib. Illi,c. 6- § n-

h) Festus i» Membrum.

i) Cib. de Legg. lib. II. c. 24.

y Kitchmann, de Fun. lib. III. c. 7.ap. Pfeifst b. t.

0 S S V ARIVM war der Sepsoder Geschirr, worinne die übrigen Bei.m und Asche von eines verbrannten Eör.per aufgehaben wurden.

Inscript. vet. ap. Pitisc. h. t. Vlpian.1.2. ff. deSepulc. viol.

OSTlARIVM war ein Tribut,der nach Anzahl der Thüren abgegebenwurde a), wie etwa» in Polen nach denRauch-Fängen» der aber darum sehrunbillig war, weil der Arme darbey soviel, als der Reiche geben muste b).

aj Cis de B. C. lib. III. c. Z/. Cic.Fam. lib. III. Epist. 8.

b) Körte ad Cic. I. c.

0 ST 1 ARIVS war ein Knecht,der die HauS-Thür verwahret«, undsonderlich die abhielt, die nicht in dasHeus kommen selten a). Er machtealso die Thüre auf und zu, wenn jemandkm, oder weg gicng. Am KayserlichenHofe waren deren gar viel, welche un-ler der Aufsicht eines Decurionis stun-den b). In der Kirchen ist es bey nähesoviel, als ein Küster oder Kirchner, derj«ar auch eine geistliche Person, ie-doch von der untersten Art war, dieThüren der Kirchen auf. und zuschloß,auch die Ungläubigen von solchen ab.wies c).

a) Suid. in

b) stein. Glojß Lat. b. t. '

c) Frein. /. c.

OSTIVM fbH eigentlich eine zuge-machte Thüre seyn, wie Innuo «in« offe-Jf { a); welcher Unterschied aber seltenbeobachtet wird b). Nichtiger möchte esauch wohl seyn, daß Oßium eigentlich°>e Haus-Thüre bedeutet, weil Oßium% «domus ist c). In den Circis hat-en diesen Nahmen die 12 Oeffnungencv ar fL erun1 welche auf der geraden^ver< Seite sich befanden, 6 auf der>ueu und 6 auf der andern Helfte, da-

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von aber doch eigentlich nur 4, auf derrechten Hand, und zwar die ersten vonder Mitten an, nach den 4 Factioncnder Aurigatorum gebraucht wurden,von denen wiederum die beste, die erst«,von der Mitten an hieß, wogegen dieübrigen alle nur zur Zicrath und Sym-melrie des Circi dienetcn d). Bismanendlich auch mehr Factiones der Auri-garum einführet«.

a) Serv. ad Virg. Aen. VI. v. 43.

b) Vo/st Etymol. in Ostium.

c) Priscian. ap. Vofst /. c.

d) Nardin. lib. VII. c. 2. Kipping.Antiqu.Rom. lib. II: c. 6. §. 4. Bu-1 enger, de Circo c. /4. ap. Pitisc. inOstia.

OSTRACISMVS war eine Arteinen auf eine ehrliche Weife von Athenzu verweisen, wenn er hiesclbst zu mach,tig werden wolte, und das Ansehen be-kam, daß er sich wohl gar der Herrschaftbemächtigen möchte a). Es geschahe so!-ches ingemein auf 10 Jahr b) ; jedochbehielten sie ihre Güter und die Einkünf.te davon c) ; mochten auch nach den'0 Jahren frey wieder kommen, und zuAthen leben, wie zuvor. Jmmittelstaber, wenn man einen auf diese Art gernlos seyn wolte, kam das Volck auf demMarckte zusamme, und hatte dessen Nah-men auf ein irdenes Scherbelgen ge-schrieben, welches hieß, warf

solches in ein aufgesetztes Gefäß, wor-auf die Archontes, so darbey zugegenwaren, die Scherbelgen mit den Nah.men zehleten, fanden sich deren über6000, so muste der fort, den es angicng;wo aber sich keine 6000 fanden, galtdas gantze Unternehmen nichts, undblieb er zu Athen nach, wie vor d). Je.doch geschahe es auch wohl, daß einervor den lv Jahren selbst wieder zurückeberuffen wurde, wenn man besten zuAthen nöthig hatte e), und wurde ihn,sonst darbey auch ein Ort benennet, w 0er indessen bleiben soltc, welches ina,c«mein die Stadt Argos war. Wer sie-chen Oßracißnmu aufgebracht, ist i in«bekannt, doch schreiben es einige demClistheni, andere bcmHippiae zu ; im*mittelst käm er auf des Alcibiadis Be.trieb auch wieder ab, da man einen lie.

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