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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2071-2072
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x) Ammian. I. c.

y) Plutarch, in Catone.

z) Vid. Genua.

aa) Senec. de Bene f. lib. II. c. 12.

bb) Geli. lib. XX. c. p. Tibuli./^./.EI. 9. -a.

cc) Appul. Met. lib. II.

dd) Pollux lib. X. c. 24. Theocrit.Idyll. V. v /jt. Plaut. Afin. Acl.lII.fic. 3- v. 78.

ee) Cic. Verr. IIIl. c. 43.

ff ) Luctet, lib. I. v- 317-

gg) Vid. Limen.

hh) Vid. Postes.

ii) Senec. adPolyb.c. 34. Suet. Aug .

C. J00.

kk) Propert. lib. II. EI. 10. v. 29.

DieIüven küsselen einander bey ih-rcr Zusammekunft a) ; allein auch,wenn sie von einander reiseten b) ; dieChristen aber nach verbrachtem gemei-nem Gebete, welches sie denn Ofiulumpacis , sanft um und fraternitatis hies-sen c) ; jedoch geschahe dergleichen nichtzur Paßions-Zeit d). Allein es nahmendieHeydcn daher auch Gelegenheit, dieChristen zu beschuldigen, als ob derglei-chen Küssen aus einer unechten Liebeherrühre e) ; und wurde es auch in derThat von manchen unartigen und fal-schen Christen gemißbrauchet f). In-dessen , wie es auch vor dem Gebrauchdes Heil. Abendmahls üblich war; alsoerkheilete man dergleichen doch keinemKetzer g). Daß aber der Pabst sichauch so gar die Füsse küssen läßt, ist einZeichen des Hochmuths, auch NichteherMode geworden, als bis derselbe sichselbst so hoch erhoben, als er sitzt, ob-wohl fast nicht zu sagen stehet, wenndergleichen eingeführet worden sey h).Wenigstens findet sich von dergleichenKüssen und Verehrung eines Menschengegen den andern in der gantzen Bibelnichts i).

a) Gen XXVIlll, n.

b) Gen. XXXI, 23. 1 Reg. XVIII 1 , 20.

c) Anonym. Antiqu. Ecclcfi lib. II.c. 3. lustin. Marr. & Tercull. ap.Wald» ad etimd. I. c.

d) Tertull. I. c.

e) Athenagoras ap. tumd. I. c.

f) Clemens Alex. ibid.

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g) Schurzfl. Antiqu. Eccl.Append. c.

S- §- s-

h) Id. ibid.

i) Hottinger. ad Goodwin. Mof. foAar. lib. III c. 2. §. y.

Ofia Gens, s. Gens.

OSIRIS war einer der vornehmstenGötter derEgypter und sonst so viel alsdie Sonne. s. Lex.Mytbol. in Ostris.

OSSILAGO war eine Göttin derRömer, welche machen folte, daß dieKinder fein feste und starcke Knochenbekamen, s. Lex. Mytbol. in Offilago.

OSSILEGIVM war das Zusani«melesen der übrigen Gebeine, wenn ei-ner nach seinem Tode war verbranntworden a). Es thaten solches die An-gehörigen und guten Freunde b), wel-che erst die Hände wuschen, und sodenndie Manes des Verstorbenen anredetenund gleichsam um Erlaubniß baten c),anbey die Kleider nicht gürretcn, son-dern frey hangen liessen d ), die gesam-leten Knochen aber mit Wein und Milchabwuschen, mit allerhand wohlriechen-den Dingen, sonderlich ihren Thränen be-netzten, in einem reinen Tuche schwckck-ten, damit das Wasser und Milch wie-der wegkamen e), und sodenn in eineVrnam von Marmor, und dergleichenthaten, und in den Begräbnissen bey-setzten f). Es geschah« dieses den Tagnach der Verbrennung g). Allein, daauch einige von den Beinen was mitnach Hause nahmen, und dem Verstor«denen darbey seinen Dienst erwiesen,oder auch ihm einen Finger abschnitten,ehe er verbrannt wurde, und zu demEnde behielten h); wurde solches inden Gesetzen der XII. Tafeln verboten!),jedoch aber zugelassen, wenn einer inder Fremde gestorben, oder in der'Schlacht umgekommen war. damit dochetwas von ihm in seiner Vor-ElternBegrabniß gebracht werden kunte k).

a) Horn. Od. si. v. 72. Propert, lib.II. EI. 19. v. 34.

b) Homer. II. a, v. 793. Senec. deIra lib. II. c. 33. Propert. lib. IM-EI. 1. v. t2J.

c) Tibuli, lib. III. EI. 2, v. 17. '6.

d) Tibull. /. c. v. /8. Suet. Aug. c. /0/.

e) Tibull.

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