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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2055-2056
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bator oder Aestimator, weil sie den em«pfangcnen Proviant, untersuchten, ober tüchtig war, auch wogen, ob es gnugwar u. w. d. g. mehr war c).

a) L. misst ss. de exaä. tribut.

b ) Veget, lib. IIII. c.y.

c) Salmas. ad Pollio». XXX. Tyrann.

C. 6.

OPISTHOGRAPHA warenPapiere und dergleichen, die auf beydenSeiten, vorn und hinten, oder auf derrechten und umgekehrten Seiten beschrie«den waren, wie man that, wenn manetwas nur concipirte; hingegen aber,da man etwas ins reine schrieb, gescha-he solches nur auf der rechten oder vor-der» Seite a). Und dieses sonderlichdarum, weil der Alten Papier sehr zartwar, und mithin leicht durchschlug, fol-gendlich da es auf beyden Seiten be-schrieben wurde, von einem, der etwassonderlich nicht selbst geschrieben hatte,nicht wohl gelesen werden kunte b).

a) Plin. lib. III. Epift. p. ss ad eumCellar. /. c. Hugo de prim. ferib.Orig. c. p. ss Salmas. ad Vopijc,Firm. c.3.

b) Trotz, ad Hug. /. c.

Oppia Gens, s. Gens.

Oppia Lex » s. Lex.

OPPIDVM, s. Vrbs, weil weiter

kein Unterschied zwischen beyden ist, alsdaß Vrbs eine grosse und vornehmeStadt bedeutet, Oppidum aber eine et-was geringere, wenn beyde Nahmen zu-samme gesetzet werden a); und Oppidmisodenn Vrbs genannt wird, wenn es mitdem Pfluge umfahren worden, und alsoseinen Orbem bekommen hatte b). Al-lein in den Circis hieß oppidum , wasdie Carceres hiessen, weil sie ihre Thür-me und Zinnen von oben her hatten c).

a) Suet .Aug. c. p?.

b) Varr. de L. L. lib. IIII. c.p.

c) Id. ibid. ss Festus «/Oppidum,Nardin. lib. VII. c. 2. Donat, deV.R. lib. II /. c.14.

Oppius Mons, s. Mons Oppius.

OPS, des Saturni Gemahlin", eineder vornehmsten Göttinnen, s. Lexic.Mythol. in Ops.

OPTIMATES waren ehedem zu

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Rom, und auch in andern freyen Re.publiqven, die es mit dem Rathe hiel.ten, wie Populares, welche in allem desdes gemeinen Volcks Partey wider denRath nahmen a). Dieser Unterscheid»ahm erst zuRom A.v. 441 überhandb), und wie beyde Parteyen einanderimmer entgegen waren; also trieben end-lich, als Häupter der Parteyen,?.Mu.eins und lib. Gracchus; L. Opimiusund C. Gracchus ; L. Saturnius und C.Marius; L. Philippus und M. Drusus;P. Sulpicius und L. Sylla ; Octauius

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unb Cinna ; Carbo und wiederum 8y>.

Ia; Q. Catulus unbM.Lepidus; M.Ci-cero und L. Catilina ; M. Bibulus und !Caesar ; auch Pompeius und Caesar;Antonius und Augustus die Dinge so ' vi,hoch, daß Rom endlich um seine Frey- theit und unter die Tyranney derKayserZverfiel c). Unter diesen hiessen hernachVOptimates die Ralhsherren und alle,die in der Regierung oder sonst was zu , 5sagen hatten d); bis endlich die Bedien- ' ften der Obrigkeiten auch diesen Nahmenbekamen, UNd Mithin Optimas und Ser- ^vus publicus oder ein Hascher und Buk- /vtel bey nahe einerley wäre), wie nichtweniger ein Soldaten-Knecht, oderTroß-Bube 5 ). J

a) Cic. pro Sext. C. 4^.

b) LiV. lib. Vllll. c. 46.

c) Sigon. de Antiqu. lur. C. R. lib. IL l W (

c. 2t. ^7

d) Salmas ad Capitelin. Antonin. Pbi*

los. c. 22.s

e ) Casaub. ad eumd. I. c. ^

f) Fresn. Gloss.Lat. h.t.

OPTIONES waren die Beystan-de der Centurionum, die ihnen erst vonden Tribunis zugegeben wurden undAccenst hiessen, nachdem aber die Cen.turiones sich dieselben selbst erwehlenmochten, hiessen sie Optiones a). Wennalso der Centurio kranck war, oder sonstsein Amt nicht verrichten knnte, versäheer dessen Stelle b). Sie hiess» sonstauch nach dem Griechischen Vragi, vonoup <ty>) c), welches man Lateinisch baldTergiduces oder Optiones d),ais coaßores übersetzt e), und warensie mithin nichts anders, als was manjetzo Liextenans heisst f). Wie denn

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