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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2045-2046
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bie Svdm. Ritter bey ihrem solennenLfiuac an den Idibus Iulii, wie auchdie welche zu Rom ihren sieghaftenWiug zu Fusse hielten, oder ovirren b );21 so trugen auch Kcantze davon die Bo-welche die Nachricht von einem Sie«gebrachten c), und wurde dergleichenM den Todten aufgesetzt, als Über«Mindern aller menschlichen Unfälle d),go waren die Zweige davon auch Zeu-gen des Friedens e), als dergleichenauch die Gesandten in den Handen hat-ten, welche um Friede bathen 5 ). Undt,a das Wetter in dergleichen Baumschlug, hielt man es für ein Zeichen, daßder Friede werde gesioret oder aufgeho-ben werden g). Daß man aber will,er sey von der Minima zuerst zu 31 «then hervor gebracht worden b), ist sofern falsch, als auch die Taube demNoah schon ein Blatt davon in denMm brachte-),a) Plin. H. N. lib. XV. c. 30.

b) Id. ibid. c. 4.

c) Acschyl.ct/». Pitisc. in Olea,

d) Paschal. ap. eumd. 1 . c.

e) Ouid. Met. lib. VI. v.lat.

f) Stat. Tbeb. lib. II. V.38P.

g) Pier. ap. Pitisc. /. c.

h) Phurnut, dWY. D. c. 20. Diod. Sie,lib. V c. 74.

i) Gen. VIII, u.

OL E V M, Oel, ward gar sehr in demJüdischen Gottesdienst mit gebraucht»),besonders aber wurde, als das beste,gern dazu genommen,das vonlhecoa,und nach diesem das von Regeb jenseitdes Jordans b). Nicht weniger such-ten sich gesamte Orientalische Völcker»uf allerhand Art damit eine Güte zulhun c), und so gar auch den vornehmenWen bey ihren Gastmahlen auf dieWe zu giessend); wogegen dieEssaerstch dessen allerdings enthielten, und auchso gar es mit grosser Sorgfalt von sichabwischten, wo sie erwan was davonan ihren Leib oder Kleider bekommenhatten e). Wie imylittelst aber solchesalles eigentlich von dem Baum - oderLliven-Oel zu verstehen ist ; also pfleg.! e man es zu einem und dem andern Ge-mauche auch mit allerhand andernGingen zu vermischen, und ihm damit

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sonderlich einen guten und herrlichenGeruch zu geben, wenn es zum Salbenoder Bestreichen gebrauchet wurde, alswodurch man unter andern sich auch eineschöne Gestalt zuwege zu bringen such-te f).

a) Iken. Antiqti. Hebt\ P. I. c. /4.§. 18.

b) Id. ibid. §./.

c) Hotringer, ad Goodw. Mos.Aar. lib. I. c. 12. §. s.

d) Luc. VII, 46. Psalm. XXIII, y.Godwin. lib. III. c. 2. §. yj.

e) Godwin. 1 . ante c.

f) Psalm. C////,y s .

Bey den Griechen hieß das beste Oeldes Panathenaicum a), welches abernur von i2 Oel-Baumen gemacht wur-de, so ehedem in dem Schlosse zu Athengestanden, hernach aber an einem Ortebey der Aeademie gesetzet worden waren,und ftofietj hiessen, von ich theileaus, weil das Oel davon unter gesamteAthenienser ausgetheilet wurde b). Be-sonders aber wurde auch ein Theil da-von dem Obsieger in den Ludis Pan-athenaici* gegeben, welches sie auchmit sich hinweg nehmen durften, da essonst nicht erlaubet war, das geringstevon Oel aus Attica zu führen c).

a) Athen. lib. XV. c. n. Plin. H. N,lib.XlII.c. y.

b) Suidasi«M»p<V

C) Schol. Pind. ad Nem. Od. X. ap.Pfeiff Antiqu. Gr. lib. I. c. 44.

Bey den Römern war das beste,welches bey Gasmo erbauet wurde a),welchem doch andere noch das Venasra-mfche vorziehen b). Und brauchte mandas Oel hieselbst nicht nur an stat desWeins bey den Opfern des Plutonis c);sondern auch sonst zu 1000 andern Din-gen, daher auch von den Oel-Handlern,die sonderlich in dem Velabro wohneten,ein starckes Gewerbe, allein auch vielSchinderey damit getrieben wurde, weildie Putsche sich ingemein mit einanderverstunden, daß es keiner wohlfeiler, alsder andere, gebe» wolle, und daher auchdas Sprichwort Quasi Olearii in Vela-bro überhaupt ein vergleichen Complotbedeutete d). Jedoch wurde auch demVolcke oftmahls dergleichen zum Ge-

schencke