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chen gewohnt waren d). Jedoch, dader neue Mann dergleichen auch selbstauswarf, geschahe es wohl aus vorhinbemeldeter Ursache e), ob man damitauch sonst, ich weiß nicht was, glückli-ches vorbedeuken wolte, weil die Nuß-Baume unter des Ioui8 Schutze stundenund die neue Frau eine andere lunowerden solle f). 'Es hatten aber dieKinder auch für sich ein Spiel mit Nüs-sen, da einer deren etliche in die Handnahm, solche zuhielt, und den andernfragte, ob solche an der Zahl gerade,oder ungerade wären? Und nachdemes der andere errieth, oder nicht errieth,sie bekam, oder eben so viel selber gebenmuste, auf welches eben gezielet wordenseyn soll, da die neuen Eheleute die Kin-dereycn aufzugeben erinnert worden g).Wie denn daher auch viele Redens-Ar-ten bey den Lateinern entstanden, als
Nuces abikere ; Nuces relinquere; Nu-ces indnlgere; A nucibus numquam re-cedere; Ad nuces redire; Nuces repete-re u. d. g K). Indessen aber hatten sol-che Kinder auch mehr Spiele mit denNüssen, als oberwehntes. Wie sie dennunter andern deren 3 neben einanderund die vierdte oben darauf setzten, sonuces casteüatce hiessen, hernach mit ei-ner besondern solche umzuschieben such-ten i). Sodann aber liessen jcher Kna-be eine Nuß von einer Schiefe ablau-fen, und wenn denn solche eine oder mehrschon abgelauffene berührcte, harte ersolche ingesamt gewonnen k). Nochferner mahleten sie eine Figur, wie ei-nen Triangel, zogen etliche Qver-Li-nien dadurch, und schoben mit Nüssctrauf solchem Triangel, so viel solche NußLinien überlief, so viel gewann derSchieber Nüsse, lief die Nuß aber darü-ber hinaus, war sie verlohren I). End-lich war es auch ein dergleichen Nuß-Spiel, wenn ein Gefäß mit einer An-zahl Nüssen und einer etwas engenMündung gesetzet wurde, man sodannetwas davon abtrat und mit einer Nußdarnach warf; kam die Nuß hinein,war gewonnen, was von Nüssen da-nnne war, fiel sie aber darneben, so warNuß verlohren m). Bey den Grie-hieß das Spiel n), und
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brauchete man an siat des Gefassesauch wohl nur eine Hrube, die man indie Erde machte 0).
2) Catuli. Carm. 62. v. /jr.
b) Fers. Sät. 1 . v. /0. & ad eum Ca«saub. I. c.
c) Scalig. ad CatulL l.c.
d) Grammat. Grxc. ap.eumd. l.c.
e) Virg. Eclog. VIII. v.p. ad eumServ. I. c. Muret, ad Catull. I. c.
f) PJin. & Fest. ap. Achil. Seat. adCatull. ibid.
g) Ouid. de Nuce, & Bell. Rom. re-Jlit. lib. V c. /j.
h ) Senftleb. de Alea Vet. cap. XV.
i) Ouid. de Nuce, & Domit. Ma-rius apud Senftleb. /. c. c. XVI.§. '■
k) Ouid. I. c. & Erasinus, itemqntDomit. Mar. ap. Senftleb. l.c.
l) Ouid. & Senftleb. l.c.
m) lid. U.cc.
n) Iui. Pollux lib. VII 1 I. c.7.
o) Meursius, Viues & Marius ap.Senftleb, /. c.
NVDIPEDALIA waren Feste,da man aus Andacht, und die Götterdesto eher zu versöhnen, barfuß einher-gieng, dergleichen insonderheit geschahe,wenn man Proceßionen anstellete, Re-gen von Gott zu erbitten a); oder diePest, oder sonst dergleichen Land-oderStadt - Plage abzuwenden. Einige glau-ben, daß solche Ecrimonien von denJü-den hergekommen, die dergleichen auchin Gewohnheit hatten b); andere aberwollen, daß es eine eigene Erfindungder Heyden sey. Indessen begleiteteman auch die Statuen der Götter bar-fuß, wenn sie durch die Gassen herumgetragen wurden c). Und die Frauengiengen auf gleiche Art in den Tempelder Vestx, wenn sie solcher ihren Dienstabstatteten d). Also da man mit der»Sacris für den Galliern davon girng,begleiteten selbige die Bestalischen Jung-fern ebenfalls barfuß e). Jedoch er-schien inan auch wohl barfuß bey denLeichen f), und auf gleiche Weift zogenauch die auf, welche Schiffbruch erlit-ten hatte«, um die Leute desto mehr zum
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