2011
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erste Tag eines Monats, da sich derneue Mond zum erstcnmahl blicken ließ.Es wurden solche mit größter Sorgfaltbeobachtet, also daß allemahl den zotenTag das 8ynedrium M. in dem Bethlaafick vom Morgen an bis an das täg-liche Abend-Opfer beysamme war,dieZeugen, welche sagten, den Abend vor-her den neuen Mond gesehen zu haben,examinirte und ihre Aussage mit derAstronomischen Rechnung zusamme hielt.Fanden sich ihrer zween, deren Zeugnißmit der Rechnung übereinkam, rieft derPraeses Syncdrii aus: Consecratus eß!und das Volck antwortete: Consecratusest! consecratus est ! UNd also war dasder erste Tag desMonals. Wenn aberder Mond, wegen trüben Himmels, nichtgesehen werden können, oder keine 2Zeugen einstimmig waren, wurde derfolgende Tag, obne weitere Untersu-chung, für den Neumonden gehalten.Wenn man also dißfalls zu Jerusalemden Neumond bestimmet, machte manauf den Bergen Feuer, damit es andereauch wissen kunten; oder, da die Sa-mariter dißfalls die Jüden irremachten,ließ man es durch Boten vermelden,und, da solche nicht geschwind gnungüberall hinkommen kunten, nahm manan entlegenen Orten 2 Tage zum Neu-monden, um damit des rechten nicht zuverfehlen a). Es bliesen die Priester da-ran mit Trompeten b), opferten itOpfer, weil das Monden-Jahr um nTage kürtzer ist, als das Sonnen «Jahr,und Gott gesagt habe: Bringet mirein Vpfcr, weil ick den MonO kleisricr, als Sie Sonne geschaffen habec). Indessen obwohl solche Neumon-den heiliger waren, als andere Tage;waren sie doch) nicht so heilig, als derSabbath oder andere Feste, und mochtedaran auch einer seine Arbeit thun; dochhielt man davor, daß eS besser sey, eineFrau enthalte sich daran auch ihrer Ar-beit d). Jedoch war Kauffen undVer-kauffen auch daran nicht erlaubt e).Von den Bergen zu obbefagten Feuernwurden die höchsten genommen, und warder Oelberg der erste. Indessen krmte da-mit der Neumond geschwind bis in Ga-lilaeam, und selbst bis inüabylonien be-
kannt gemacht werden 5 ). Bey dem alle«aber wurde der Neumonden im MonatTifii mit noch mehrern Cerimonien ge.feyert, als die andern, weil sodcnn zu.gleich das Neue Jahr angieng, und war-de sonderlich daran vom Morgen bis anden Abend von dcn Priestern in, Tempelmit Hörnern geblasen g). Jmmittelstpflegte man doch auch an dem gemeinenNeumonden sich gar vergnügt zu bezei«gen, und einander sonderlich daran zuGaste zu bitten t>).
a) Iken. Antiqu. Hehr. P. 1 . c. n.§.ö-p.
b) Num.^s, so.
c) Gern. Chullin ap. Reland. An-tiqu. Vet. Hebr. PAUL c.y. §.4.
d) Hoctinger. ad Goodwin. Jib.lll,c. 7. §. 2.
e) Goodwin. l.c.
f) Hoctinger. /. c. ad §. 7.
g) Goodwin. /. c. §. 3.
h) r Sam. XX, 24.
Bey den Arhcnienserir wurden dieNeumonden auch gefeyert, sonderlichdoch dem Apollini zu Ehren, da manauf dem Schlosse für sich und die Re-public opferte, allerhand Kampf-Lpie«le hielt, die Weiber ins Bad gicngcnund die Armen bey den Reichen Almo-sen holeten.
Meurf stf Fasold. apud Schoetgen.in Neu-Mond.
Nubere, s. Nuptise.
NVCES, Nüsse, wurden bey denRömischen Hochzeiten nach der Mahl-zeit von einigen Knaben herumgestreu-et a), um anzudeuten, daß nunmehrBraut und Bräutigam der Kinder«Spiele sich begabeffb), oder auch, daßman bey dero Lermen mit den Rus-sen es nicht hören solte, wenn etwan dieBraut, da der neue Mann mit ihr in-dessen zu Bette gegangen war, sich übereiner ungewohnten Begegniß etwas zulaut wolle vernehmen lassen c). Eswaren die Posten von den Griechen her-gekommen, die bey dergleichen ersten Zu-smimekunfft neuer Cheleute auch einHermen vpr der Braut-Kammer zuma-
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