Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
2005-2006
Einzelbild herunterladen
 

hjxssen c); bey den Lrözenern auf dereinen Seite die Pallas, auf der andernder Tridens des Neptuni d), und sonstauch noch bey andern eine Biene,welche Müntzen m«W«< hiessen e);cttr. auch ein <t>cbse, da man dieMüntze nlxxvßo, nannte f); derglei-eben denn sonderlich auch bey den 21*cheniensern üblich gewesen seyn soll,die man daher auch ßSs oder Baues ge-nannt , woher auch Hecatombe einOpfer heissen soll, das >oo solche Bauesgekostet g). Die Cephaleni« prägtenein Pferd darauf; die Thasi« denpersen; bieArgiui eine Man« ; dieMitylen« die Sappho; die Tarenrinerdem Taran auf einem Delphine; dieLocri ben Abend-Stern; die Tenedii«ine Axt u.s.f.h).

a) Pollux Cs Hesych. ap. Pfeiff. An-tiqu. Gr. üb. II. c. zp.

b) Pollux lib. VlIU. c.6.

c) Pollux/. c.

d) Pausan. <fcs Plutarch. ap. Pfeiff.

I. c.

f) Hesych. apudeumd. I. c.

e) ld .ibid.

g) Pollux I. c.

h) Alex. ab Alex. lib. IIII. c. i$.$Jadeum Tiraquell./. c.

Bey den Römern anfangs, wie Ser-vius 1 ullius das erste Geld prägen ließ,ein Schaf oder Rind, wenigstens einVieh, daher das Geld auch?ec««rsge-nannt wurde a). Soden» aber prägteman auf die eine Seite das Bild desUni, auf der andern aber das vorder-Theil von einem Schiffe b). Fernerbezeichnete man sie mit dem Bilde derViBorice , ingleichen zwey' und Vierspan-ger Wagen, daher man auch die MüntzenViBoriatos, Bigatos und Quadrigatoshieß c), bis endlich auf der einen Seitedaö Bild der Kayser, mit deren Nahmen,auf verändern aber etwan das Bild derViBorice, der Felicitatis publica, oder<mch noch 4 spannige Wagen u. d.g. ge-setzet wurden d).

a) Plin. H.N. lib. XXXIII. c. 3.

b) Plin. I. c. Plutarch. Quast. Rom.

n. 4 Q.

C) Plin. /. c. & Alex. ab Alex. lib. llll.C.sj.ad eumque Tiraquell. /. c.

NOT 1006

d) Cafliodor. Var. lib. VI. Ep. y. lib.VII. Ep. 32. Beuerin. de Ponder. &Mensur. P.I.p g.

Bey den Teutschen wüste man dielängste Zeit von keinem Gelde, sondernbehalf sich nur mit Vertauschung derDinge gegen einander a), bis endlichauch daö Römische Geld bey ihnen gangund gebe wurde, sonderlich die alten Bi-gati und Serrati b), welches letztere aberkeine Müntze war, worauf eine Sägegepräget war, wie man wohl meynet c);sondern es war Geld, das annoch ei-nen rauchen und zackichten Rand hat-te, mithin nicht beschnitten ward). Undwaren die simplen Teutschen darbeyschon so klug, daß sie sich mit keiner be-schnittenen und zu leicht gemachten be-trügen lassen wollen. Nach dem Römi-schen Gelde kam dasConstantinopolitani-sehe sehr auf e). bis endlich die Franci undGothen auch anfiengen, ihr eigenes Geldschlagen zu lassen f), da denn wenigstensauf der einen Seite das Bild der Köni«ge zu sehen war.

a) Tac .deM.G.c.j.

b) Tac /. c.

c) Beuerin. de Ponder. & Mensur. P.I.p. 7.

d) Lips. ap. Hachenb. de Germ.med.Diff.X.§.f.

e) Hachenb. /. c. §. 6.

f) Id .ibid. §.8.

Notasiruiles waren die Nahmen derHerren, welche den Knechten an dieStirne .gebrannt wurden, daß diesel-ben in ihrer grossen Menge desto ehermöchten zu kennen seyn a); iedoch moch-te doch solches auch nicht leicht andernKnechten geschehen, als die sich beson-ders leichtfertig aufführeten, und darü-ber in die Pistrin, oder Ergastula ge-steckt wurden, oder auch davon gelauf-fen und wieder eingefangen worden wa-ren, denen man insonderheit idie Buch-staben k. H. E. mit den Nahmen ihresHerrn, z.E. Lucii Titii zusamme an dieStirnen brannte, als : E. H. E. L. T.welches hieß, Fugitiaus Incest Lucii Ti-tii b), dergleichen Brandmarckung abervon dem Öonstanrino AI. abgeschaftc),und dargegen den flüchtigen Knechteneiserne Ringe um den Hals gemacht,

und