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Und da man mit der Zeit ja noch wasdarzu gesekk, ist es nicht leicht wasmehr gewesen, als der Ort, wo einer ge-wöhnet, oder ihn auch, als Herr, beses-sen. Daher denn sonderlich unsereTeutsche Nahmen der Edelleute kommen,da einer die noch bekannten Dörfer,Scbleinitz, Nischwitz, Honickau, 8as'bcltitz.Ralckceuch u. s. f. gehabt, sonstaber Hans, Euer, Günther, Damu. s. w. geheissen, woher denn mit der
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zujeigen i welche auch die Eltern ebenaus der Ursache hernach gern ihren Kin,-dern beylegen liessen b). Hingegen wur-de auf der Versammlung zu Nicaa ver«beten, den Kindern keine HeidnischeNahmen mehr zu geben c).
a) Ambrof de Sacram c. 2.
b) Niceph. Hiß. Ecclef. lib. VI. c. 22.
c) Conc. Nicen. Can, 30. Chrysost.Hotnil. XXII. ad t Epifl. Cor. 4.
NOMENCLATORES waren
Zeit Hans von Sckleinitz ; Lurt von Knechte, welche alle Bürger zuRomkewW.'sttimin' • nonDottiffsttl ? neu. und. wie si> hiciTm misten
xkischwitz^; Günther von ponicE«u;Dam von Zabeltitz u. s f. gekommen.Wornach endlich die Bürger und Bau-ern auch ihre Zunahmen bekommen, undda einer etwan ein Müller, Schneider,Schmidt, Schuster und so weiter ge-wesen hat man ihn Hans Müller,LhristianSchneider,MichelSckmivrgeheißen; oder da er aus Meissen,5rancken,Bayern,Schwaben gewesen,hat man ihnMelcher Meißner, Balsyer Francke, Loreny Schwabe ge-nannt, und was die Gelegenheit zu den
nen,und, wie sie hiessen, wissen musten,um, wenn ihr Herr um ein Amt anhielt,und einem Bürger auf der Gasse bege-gnete, sie ihm alsofort sagen kunten, werer sey, damit ihn sodenn ihr Herr beydessen Begrüssung, auch mit dem Nah.men nennen kunte a), welches den Haa-sen gar wohl gefiel, weil sie glaubeten,so berühmte und bekannte Leute zu seyn,daß ein ieder wisse, wer sie waren, oderwie sie hiessen; oder es doch für eineVerachtung angesehen werden kunte,wenn man sich nicht so viel um einen
Zunahmen mehr geben können, bis man bekümmere, daß man dessen Nahmen zn
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endlich auch angefangen völlig über dieEchnure zu hauen, und, da man dertzache mir einem Nahmen vormahls zuwenig gethan, uun es wieder desto schlim-mer macht, und manchen 3,4, 6, 8 bisir und wohl noch mehr Nahmen auf.bürdet, dem Mannsen auch Weibs-Nah-men giebt, und sie sonderlich aus einerbesondern Andacht gern Maria mitheisset, möchte solches die Geschichte mitderZeit wohl eben so sehr wieder ver-wirren, zu gcschweigen, was die Aus-schweifung anbetrifft, daß man sonder,lich sich an den fremdenNahmen,wenn sieuur fein tolle klingen, deleüiret, obman schon nicht weiß, was sie heissen,oder wie sie sich auf einen reimen sollen.
a) Tac. de Morib.Germ, c. 2.
b) Gcbauer. Praß ad Lobenßein .
Armin, p, 8p .
Die ersten Lbristen änderten ihrevorigen Nahmen bey der Tauffe,um sichbarbcy zu erinnern, daß sie mit Vecan-derung des Nahmens auch ihr Leben än-dern folten a)) hingegen nahmen st«gern der Apostel Nahmen an, um damit«hrm guten Millsg gegen djeWtfl M
wissen begehre b). Sie hiessen auch
Monitores c), ingleichen Fartores ,quiainferciebant candidatis nomina salu-tandorum d). Jedoch aber mochtenfle manchmahl dem Herrn auch wohlgantz falsche Nahmen sagen, wenn sie»nicht wüsten, wie einer hieß e). Jjicr*nechst aber hatten auch die Censore; der-gleichen Legte um sich, die ihnen die an-sagen und benennen musten, welche si>chbey dem Censu nicht meldeten £). Als»hieß auch der Bediente Nomenclator, derdie Gäste inuititte, die zu einem Gast-mahle kommen sollen g), ihnen auchbey Tische ihre Stelle anwiese h).
a) Sigon. de Ittdic. lib. II. c. jo,
b) Aristot. ap. ettmd. L -c.
c) Cic. pro Murena c. 36,
d) Festus in Fartores.
e) Senec, de Benef. lib. I. c. 3.
f) Infcript. vet. ap. Pitifc. in Noimenclator.
g) Ammian. lib. XlllL c. 6.
n) Athen, iy Bulenger. de Gonuiv.lib. I. c. Sf. Stück. Anttqu. C'ottmv*lib. II c. 2. ap. Pitifc. h. t.
Nomentana Poet# > s. Pott#.
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