1947 M Y S
g) Lactant, lik I. c. 22. Plutarch.
Quast. Rom. n. 20'.
MYSTERIA waren der geheimeGottesdienst der Cereris zu Eleusino, diejn parua nixg* und magna ,
unterschieden wurden. Jene waren ei-ne Vorbereitung zu diesen, und musteeiner mit den kleinen gantzer 5 Jahr zu-bringen, ehe er zu den grossen kommenkunte. Und wenn er denn sich genunggebadet, gefastet, und gccastepet hatte,wurde er nur tmEpopta oderScbauer,und wies man ihm also endlich das ver-deckte Bild eines männlichen Gliedes a).Und das waren denn die Narren-Possen,woraus so grosse Geheimnisse gemachtwurden. Weil aber doch fast nicht zuglauben, daß nichts mehr dahinter ge-steckt baden solte, wollen manche, daßdie Mysteria parua eigentlich eine Anlei-tung gewesen zur Betrachtung der na-türlichen Dinge, die magna aber her.nach die Betrachtung selbst, wodurchendlich das Gemüth von den irdischenDingen und Lastern abgezogen worden,daß ein Mensch nach dem Tode der ewi-gen Freude fähig werden können b).Und so groß als man auch die Greueljngemein vorgeben will, welche sich beydiesen Mysteriis befunden haben sollen,will sich endlich eben doch nichts zuver-laßiges finden, und möchte es fast dasAnsehen haben, daß es eine alte Zrey-Maucrey gewesen, wohinter mancheviel suchen und muthmassen, da es in
der That vielleicht nichts, als eine^an-deley und leeres Nichts ist. Indeß aberstund doch das Leben drauf, wer etwasdavon ausschwatzetc, und da es Dia.goras that, und den Leuten deren Nich-tigkeit bekannt machte, sich aber dochmit der Flucht salvirete, wurde dem einTalent versprochen, wer ihn hinrichten,2 aber dem, der ihn lebendig nach Athenliefern würde c).
a) Tertull. adv. Valentinian. Sal-mas! ad Spartian. Adrian . cap. ,j.Marsham. Can. Cbron. Secul. XLp
b) Sophocles, Aristophanes, Isocta«tes, Arrianus, Clemens Alex. aliiap. Marsham. /. c pag.2C6.
c) Aristophanes in Auibus ^Suidasin Ai&yögctf.
MYSTIC VS, Gr. Mvrtttis ,bey den Kaysern zu Constantinopel soviel, als was itzo etwan ein geheimderRath beißt, und mithin ein gar vorneh-mer Bedienter.
Freso. Glojst Gr. in Mi
MYSTRVM war ein Maaß stieß/-ger Dinge bey den Griechen, und eigent-lich so viel, als der vierdte Theil einesCyathi a). AnO'l wog es drittehalbeDrachmam, an Wasser und Wein«aber2 Drachmas, 2 Scrupula und 8 Grana b).
a) Pfeiff. Antiqu. Gr. lib. II. c. 44.4s',
b) Psetus & Cenal. ap. Pitisc, ist
Mystrum.
N.
■MABLIVM war ein Musiealifches^ ' Instrument, das von den Sidoni-ern erfunden worden seyn soll a), undvon manchen für eine Art einer Sack-Pfeiffe gehalten wird b) 5 allein anderewollen, daß es ein Saiten-InstrumentUnd zwar mit 12 Saiten gewesen, dasmit den Handen gespielek worden c),Und noch andere machen es zu einer Artvon einem Cymbal-Spiele ä) ; alleindie es zu einem Saiten. Spiele machen,sind wohl am besten daran, und zwardas sich nicht eben im Spielen herumgedrehet, wie einige wollen e) t wohl aber,
das auf beyden Seiten zugleich gegrif-fen worden k), und mithin eineritzigen,oder auch so genannten Davids -Harfeeiniger Massen gleich gekommen ist.
a) Bochart. Geograph. Jacr. P. I. lik
2 . C, /.
b) Ap. Cerdam Aduerst st r?s- *i. p.
c) Iofeph. Antiqu. lik VII. c. -0.
d) Lampe de Cymbal. ap. Pitisc. >*>Nablium.
e) Mir. Lex. Antiqu. Bibl. h. t%
f) Schoetgen h. t.
NAENIA war ein Lied, welches
eine Klage «Frau bey einem Begräbnisse,
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