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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1943-1944
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hoch gekommen. Denn ob sie wohlihrer alten Helden Lob besungen a),so mochte es auch wohl schlecht ge-nung klingen, zumahl es noch zu desKaysers Juliani Zeiten heißt, daß ihre

Carmina agreßia ßmitia clangori-bus auium aspere clamantium gewesenb). Mein zu Caroli M. Zeiten triebmatt die Wissenschaft höher, und da derGriechen Music Frigdora, i. e. Phrygio.Dorica hieß, nannte man die Teutschedagegen Occidentariam c). Wie dennbesagter Kayser als ein der Music garerfahrner Fürst 6 n«V»s oder Modos ein-geführet haben soll, und durch Beyhül-fe des Albini Saxonis und Abts zu S.Gallen, des Notgeri , die Music ziem-lich empor gebracht haben soll d). Es .wurde aber denn solche Music nicht^mrin den Kirchen, sondern auch im Kriege,wie nicht weniger bey dem Essen grosserHerren, und selbst auch wenn solcheschlafen gierigen, gebraucht e). Daaber sonst die Griechen u. a> bey ihrenOpfern sonderlich die Strophas und An-tisirophas liebsten, das ist einmahl mitMusic um den Altar herum, und sodennauch wieder zurück um denselben gien.gen, so crwehleten die Christen dafür dieAntipbonas, da 2 Chöre Wechsels'weiseeiner um den andern sungen, als derglei-chen auch schon Ignatius, Bischof zuAntiochia, eingeführet haben soll f),da sonst vorher die Psalme und Hymnischon von der Apostel Zeiten her üblichwaren g).

a) Tac. de M. G. c. 3.

b) Julian. Caes ap. Hachenberg. deGrrm. med. differt. VI. §. 4.

c) Goldist. ap. cumd. I. c.

d) Hachenberg. I. c.

e) Id. ibid.

f) Schurzfleisch. Antiqu.EccIef. Con-trov. XVIII. 4 6 . 7.

g) 1 Cor. XlIU,. Origenes contraCelsam lib. VIU. nm.l1b.XEpist.Q7.

M V i» I V V M , Museum , Museum,Musticum sc. Opus , war eine künstlicheArbeit, va man aus lauter kleinen ac-curat geschliffenen und polirten Stück-gen Mnemor allerhand Bilder zusammesetzte, und damit die Wände und Gewöl-be der Tempel und anderer kostbaren Ge-

bäude bekleidete a). Jedoch hat manauch andere Materialien als Holtz, El-fenbein , insonderheit aber ein Art vonSchmeltz, wie Glas, dazu genommen,dem man alle Farben im Tiegel von be-sondcrer Schönheit geaeben, und hernachdem Modell nach geschnitten, und miteinem festen Kitte ausgekittet hat. Vondergleichen Schmeltz hat man sonderlichnoch sehr schöne Bilder zu Venedig inder Marcus -Kirche, noch schöner aberund alter in einer Capelle zu stauenn»,zu sehen, welche darum hoch zu halten,weil sie ihre Farbe beständig behalten,und doch die Stücken so genau zusam.me gepaßt sind, daß man keine Fugewahrnimmt, wo man nicht genau dar-auf siehet b). Allein man giebt auchden Nahmen Musivischer Arbeit Bildernund Figuren, die mit Gold gestickt, undmit Perlen und Edelgesteinen ausgesetzetsind, dergleichen sonderlich die Adler aufden Schuhen oder Pantoffeln der Grie-chischen Kayser waren c). Sonst wirddas Wort sehr mannigfaltig geschrieben;allein, wenn es von herkommenund Griechisch, mithin Mordic beiffensoll, muß man es Lateinisch wohl auchMuseum schreiben, wofür man aber auchGriechisch , wie von a'^os

setzen kan d). Die Künstler,welche dergleichen Arbeit machten, hies-sen Mußuarii oder auch Mufiarii e).

a) Spartian. Pescenn. c. 6. fps ad eumSalmaf /. c.

b) Misson, ltiner. ltal. Epift. 16.

c) Codin. ap. Pitisc. mMusiua.

d) VofT Etymol. in Musiuum,

e) L. 1. C. deExcus. Art.

MutGdia Gens , s. Gens.

MVTATIONES waren ehedem

so viel, als itzo die 8rariones der Posten,dergleichen aber nur auf den Dörfernund Meyer - Höfen angeleget waren, da-mit die Posten, bey Umwechseln»- derPferde, durch die verschlossenen Oerter,als die Städte, nicht aufgehalten wur-den. Manche halten sie für einerleymit den Manßonibus , allein diese warenfür die Soldaten, wo sie ihr Qvartiernahmen, und mithin allerdings wasanders, lagen auch weiter von einan-der, als die Mutationes, weil «in Soldat

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