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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1929-1930
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jicn bring, n g) ; und unterhielten fle mitdergroßen Sorgfalt in den Fisch-Tej.chcn h), schlachteten sie aber auch mitdergleichen, weil sie bey ihrem SterbenAanö auf eine besondere Art mir denFarben zumahl den schönsten rothenstielen, geschahe es ingemein in derGäste Beyseyn i). Indessen wurdevon ihnen doch für eine besondere Deli-cateise der Kopf und die Leber ge-halten le), und mithin von dieser eineTuncke gemacht, in welche sie wiederdas Fleisch von dem Fische netzten l).Doch aber wurden auch deren Bartefür gantz was besonderes niedliches ge-achtet m 1. Es muß aber hierbey derNöaicr Mullus was anders, als unserMullas oder Barbe gewesen seyn, oderwir Teutschen müssen gantz andereMäuler, als sie baden, weil man sich«den aus einer Barbe bey uns nichtviel macht, wohl aber sie mit unter diegeringsten Strom-Fische rechnet.

a) Senec. Epift. 99.

b) luuenal, Sat.IIH. v.

c) Macrob. Sät. lib. II. c.n.

d) Pli n.H.N. hb.VUU.c.i 7 .

e) Suet. Tib. c.34.

f) Plin, l.c.

g) luuenal. Sät. V. v.92.

h) Varr. de R. R. üb. III. c.37.

i) Senec. Quast. Nat. libr. III.cap. / 8 .

k) Galen. & Aet. apud Pitilc. inMullus.

l ) Pitisc. l.c.

m) luuenal. Sät. VI. v.39.

MVLSVM, Mecth, war ein Ge-

tränck von Wein und Honig, und zwar,wenn es recht gut werden solte, musteder Wein Malllscher, der Honig aberaus Attica seyn a); jedoch lobetcn an-bere es, wenn der Wein etwas säuerlich,der Honig aber desto süsser war b).llttb dergleichen nahm man denn etwasbor der Mahlzeit zu sich c), regalirteflucf) die Soldaten bey den Triumphendamit d), und wird sonst für den Erfin-der desselben Arißaus gehalten e).

a) Martial. lib.IIH. Epigr.13. 11.3.

b) Dioscor. lib. V. cap.. Macrob.

Sät. Üb. VII. c.n.

c ) Plin. ap. Pitisc. in Mulsum.

d) Plaut. Baccb. Att. IIII. Sc. 9.

v. /49.

e) Plin. H. N. lib.XlUI. c. 4 .

M V L T A war eigentlich eine Strafea» Gelde a), die von einem Vernrtheile-ten von der Obrigkeit eingetrieben wur-de, und, da sie an Gelde nicht erlegetwerden kirnte, wurden des Verurth iletenGüter fubhastirct b). Ehe aber dasGeld auskam, wurde dergleichen mitViehe abgetragen c), und klung sodennder Ausspruch des Richters also:

M. Terentio , quando citatus neque re-spondit, neque excusatus est, ego ei vnamouem multam dico d ). Und da Schafund Rinder zugleich gegeben werdenmusten, war es Mode, daßbeyvictirungsolcher Strafe die Schafe erst mustengenannt werden , damit die Dinge denVerurtheileten nicht allzusehr erschreck-ten, wenn er sofort von Rindern redenho'rete e). Jedoch durfte dergleichenStrafe auch nicht höher als auf 30Rinder und 2 Schafe lauffen s).Hatte aber auch einer, sonderlich bey drnSoldaten, eine Geld-Strafe, wegen ei-nes Verbrechens, dreymahl gegeben,bekam er zum vierten mahl den Prügel,weil es das Ansehen hatte, als ob eraus Frevel mit einem Dinge so oft wie-derkomme g).

a) Vlp. 1 .131. f}'. de Verb.fignif

b) Liv. lib. XXXVIII. c. 60.

c) Plin. H.N. lib. XVIII. c.3.

d) Gell. lib. XL c.i.

e) Plin. l.c.

f) Fastus in Multam.

g) Polyb. lib. I. c.39.

Munatia Gens, s. Gens.

M V N D V S wird zwar oft für denSchmuck des Frauenzimmers genom-men, war aber doch nur das, was zuihrer Reinigung dienete, als Spiegel,Kamine, Hülsten, Salben und derenGefässe, Pinckel - Topf u. d. g. wogegenKetten, Ringe, Armbänder u.d.g. nichtzu dem Mundo , sondern zu den Orna-mentis gehöret«» a). Allein waä Mun-dus patens gewesen, davon reden dieheydnischen Auctores so dunckel, daßman es kaum errathen kan, was sie da-mit gemeinet. Mundus ter in anno pa-tere Jblet, sagt der alte Capito Ateius,Ppp z und