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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1927-1928
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vorhatten, die Hände rein zu halten

u.s.f.

Castvb. ad Vopisci Aurei, c. 48.

Muci* Gens, f. Gens.

Mugonia Porta, f. Porta.

MVLI, Maul-Thiere, wurden voralters sonderlich an stat der Pferde vorden Wagen oder Kutschen gebraucht a);jedoch aber brauchte man auch lieber dieMulas, ai $ Mulos, vermuthlich weil dieseallzu unbändig und beißig sind, pflegtesie aber auch darbey bald mit silbernenb), bald init güldenen Huf-Eisen zu be-legen c). Mein da man die Dinge mitihnen auch zu hoch trieb, wurde ein Un-terschied gemacht, wer mit Eseln undwer mit Maul - Eseln fahren solle ä).Indessen wurden sie aber auch zum Tra-gen gebraucht; jedoch aber darbey über-all zugesehen, daß, wer deren vielebrauchete, sie dennoch alle einerley Farbewaren e). Anbey aber spannete mansie auch vor die Post-Wagen f), und,andere gemeine, oder Fuhr-Wagen g);waren aber auch oft theuerer, als diePferde h), und gantze Häuser selbst i).An den Consualibus wurden sie milKrän-tzen geputzt, und waren von aller Arbeitfrey k). Und wie man glaubt, daßAna sie erfunden habe I); also bediene-ten sich ihrer auch selbst die Könige undFürsten bey den Jüden rn), zumahl diePferde in Palaestina besonders rar wa-ren n).

a) Homer. & Apollon. apud Pitisc.in Muli; Suet. Ner. c.30. Vefpasc. 23.

b) Suet. Ner. 1 . c.

e) Plin. H. N. üb. XXXIII. c.3.

d) Lamprid. Heliog. c. 4.

e) Senec. Epifl.87.

f) L. f? C. de Curß publ.

g) Auson. Epijl. VI 11 . v. 5.

h) Plaut. Aul. AB. III. Sc. 5. v. 20.

i) Marcial. lib. III. Epigr.62. 6.

k) Vid. Consualia.

l) Gen. XXXVI, 24.

ni) aSam. XXIII, 2p. iReg./, 33.38-

n) Iken . Anticqu. Hebr. P.III. c. //.

§ §.

Muiier, f. Femina, itemVxor.

MVLLEI waren eint Art betSchuhe, wie sie eigentlich erst die Köni-

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ge zu Alba Longa trugen a); hernachaber auch Romulus b), und vermuth,lief) auch die andern Römischen Königec), nach diesen wenigstens die Mag!,1».tus curules d), jedoch auch nur beyöffentlichen Solcnnitaten e), folqent«sich auch die Kayser, als unter denen esschon lullus Caesar anficng, weil er vonden Albanischen Königen abstammenwolle f). Es waren aber. solche vonrothem Leder g), daher sie auch denNahmen von Mullus , einem rothen Fi.sche bekommen haben sollen h). Siebe-deckten die gantzen Fusse i), mit samtdem halben Beine, und mochten alsoeher für Halb-Stiefel, als blosse Schu-he paflirm k). Vorn an der Spitze wa-ren sie als ein Haake über sich gebogen,alswoher sie auch calcei vncinati hiessen 1).Die Griechischen Kayser liessen auf siedie Adler mit Gold und Perlen stickenm), jedoch trugen dergleichen auch dasFrauen-Volck n), wie sich denn auch sogar die Huren damit ausstaffirten 0).

a) Festus in Mulleus ; Dio libr. 4p.apud Balduin. de Calceo Antiquocap. so.

b) Zonar. libr. II. ap. Rüben, de sieveßiaria lib. II. c. /.

c) Rüben. /. c.

d) Cato ap. Fest. l.c.

e) Balduin. /. c.

f) Dio l.c.

g) Id. I. c.

h) Isidor. libr. XVIIII. cap. 14. &Turneb. Aduers. lib. VIIU. c. 17.

i) Rüben /. c.

k) Ferrar. Anal. de R. V. c.37.

l ) Fest. /. c. & Ferrar. c.32.

m) Balduin. l.c.

n) Virg. Eclog. VII. v.32. & Bai*duin. l.c.

o) Tertull. de Pallio c.4.

M V L L V S, eine Barbe, war einFisch, von dem besonders die Römer eingrosses Wesen machten, und daher der-gleichen wohl ehe mit 5000 Sesterticna), auch 600O b), 7000 c), 8200 d),bis 10000 bezahlten e) , welches nachunserm Gelde ein 312 Thaler 12 Groschenmacht, da doch dergleichen Fisch nie-mahls leicht über 2 Pfund wieget f).Sie liessen solche daher aus fernen Lan-den

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