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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1805-1806
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her zu wissen zu thun h), damit es nichtschiene, als traue er nicht, sondern suchesie durch seine unvermmhete Ankunftzu überraschen, wohl aber war die Ab-sicht solches Anmrldens mit, daß sich dieFrau gekäst machen kunte, ihn desto bes-ser und fro'licher zu empfangen i).

a) Gellius libr.X. cap. t VaI. Max.lib II. c.t. Plutarch. Qucefl. Rom. n.6.

b) Dion. Halic. lib. II. c. Sigon. deAnt. Iur. C.R. lib.I c.8.

c) Plutarch. in Cat. censor, cap. 3. &Apopbtb. Rom. n..

d) Vid. Vxor.

e) Vid. Diuortium.

f) Plutarch. in Cat. Vtic. c.to. Ter-tull. Apologet, cap. 3p. Alex. abAlex. libr. I. cap. 24. & ad eumTiraquellus l.c.

g) Vid. Fceminae.

h) Terent. Hec. Ad. III. Sc.i. tt.34.Plant. Ampb. AB. I. Sc .,. v. 40.

i) Plutarch. Qucefl. Rom. n.p.

Bey den Teutschen Hielten die Män-ner ihre Weiber in grossen Ehren, so,daß sie auch in gemeinen Dingen wenigohne derselben Rath vornahmen, inSchlachten sich von ihnen zur Tapfer-keit anfrischen, und ehe sie dieselben beyden Feinden in die Sclaverey gerathenliessen, fochten was ihnen möglich wara). Sie waren anbey mit einer Frauzu frieden, ausser daß vornehme derenmanchmahl zum Staat mehrere sollengenommen haben b). Da sich aberauch eine wolte gelüsten lassen, ihremManne nicht Farbe zu halten, brachteer solches für ihre Freunde, und auf deroBefinden, schnitt er ihr die Haare ab,zog sie nackend aus und peitschete sie al-so zu dem Dorfe hinaus c). Sonstüberließ er ihr die meiste Besorgung desHauswesens d); wurde aber auch nachseinem Tode von ihr geziemend betrauerte), und, wie er sich bey Lebzeiten vonihr nicht wieder scheiden kuntez als)nahm auch sie nach dessen Tode keinenandern Mann mehr f),

a) Tac. de M. G. c. 7.8 ,

b) Id. ibid, c. j8.

C) Id .ibid.c.tp.

d) Id ibid. c. 23.

«) Id. c, 27»

M A R 5806

f) Alex. ab Alex. ftb. ////. cap.p. <ssTiraquell. ad eumd. I. c.

MARMOR, Marmor, wurdezuerst von fremden her nach Rom vondem L. Crasso gebracht, als welcher mit6 Sculen von Hymettischen fein Hausausstaffirte, und, ob sie schon nicht lan-ger als 12 Fuß waren, dennoch zumSpott daher V0N dem M. Bruto VenusPalatina genannt wurden a). Bald her-nach schaffte M. Scaurus deren 360 aufeinmahl zu seinem 1 heatro dahin b).Mamurra , des Caesaris Prsefectusfabrüm , überzog zuerst mit Marmor-Tafeln sein gantzes Haus auf demMonte Ccelio, wogegen M.Lepidus sichdie ersten Thür-Gewände von Numidi-scheu Marmor machen ließ c). Endlichwurde der Marmor so gemein, als an-dere Steine, und hieß nichts schön,wenn nicht Marmor darbey war. Wo-gegen aber das Marmoratum sowohlsehr gemein wurde, als auch die Stelledes Marmors selbst vertrat, welches einTünchWerck war, da eine Mauer oderdergleichen z mahl mit Sand und Kalck,zweymahl aber mit klar gestossenrmMarmor und Kalck überzogen oder ab-getüncht wurde, welches sich denn end-lich so glatt und helle als völliger Mar-mor polirrn ließ d).

a) Plin. H.N. lib. XXXVI. c.3.

b) Vid. Theatrum.

c) Plin. I. c. cap. 6.

d) Donat, de V. R. lib.Ull. c.p.

MARS war der Gott des Krieges.

s. Lex. Mytbol. in Mars.

MARSYAS war eine Statue desMarsyae zu Rom in der VIII. Regionder Stadt a), welche am Marckte stund,die Hand empor hub, und dienere, daßsonderlich die Wucherer da zusamme ka-men b). So hatten dieAdvocalen auchihr Wesen bey derselben c), und werdenn glücklich im Wechsel, oder auch ei-ner Rechts-Sache war, setzte dem Mar-fy® aus Danckbarkeit einen Krantz auf,dergleichen auch die lulia, des Au-gusti Tochter that, wenn sie einen anstän-digenHengst in dasigerGegend antraff d).Sonst aber war dergleichen Statue desMarsya mit empor gehobener Hand >neiner Stadt ein Zeichen ihre Freyheit e>,8ll 4 wie