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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1787-1788
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1787 MAN

Mansmes mal<e waren, nach einigen,eine Art der Tortur; nach andern, wassonst Equuleus hieß; nach den drittenaber die engen Behältnisse und arca,worein man die Knechte und andere Ma-leficanten steckte, welche auf die Torturkommen sollen.

Vlpian. /. y. ff. Depof Laurenr. deTorment. ap. Pitiscum in Mansiomala.

Manßones Saliorum waren diejenigenHäuser, wo die Ancüia des Nachtsblieben, wenn die SaJii mit denselbenLurch die Stadt zogen, da sich es denndie Salii zugleich solche Nachte über indenselben auch wohl gehen liessen a).Wogegen andere deren Cellen au. derCapelle in der (luria vereri, wo dieAncilia aufgehoben wurden, verstehenb), noch andere aber dergleichen bey derRegia des Pontificis c).

a) Inscript. vet. ap. Cuper. Obs. lib.IlII. cap. 2. laudante Pitisco inMansiones Saliorum.

b) Borrich. de Ant. V R. Fac. c. t2.§- /

c) Struv. Antiqu. Rom. c. t2.p. 620.

MANSVETARII waren Leute,

welche wüsten die wilden und grimmig,sten Thiere zahm zu machen, also, daß siewohl ehe einem Löwen die Hand in denRachen stecketen, ein Tiger-Thier käs-seten, einen Wolf streichelten, mit ei-nem Panther spieleten, und einen Ele-phanten lerneten aufdem Seile gehen a).Jedoch aber waren solchen Thieren auchwohl die Zahne und Klauen so zugerich.tet, daß sie damit niemand schaden kun-ten, mithin es nur auf Narren«Possenangesehen war, wenn Heliogabalus der.gleichen wohl ehe mitten bey seinen Ban-qveten unter die Gäste kommen, und die.se, weil sie nicht wüsten, wie es mit denBestien bewandt war, also erschreckenließ b).

a) Senec. Epiß. Sf. Manil. lib. lllhv. 234. '

b) Lamprid. Heliogab. c. 2t.

MANSVS war ehedem so viel Feld,

als des Jahrs mit zwey Ochsen oder ei-nein Pfluge bestellet werden kunte a),nach andern, so viel zu Unterhaltung ei-mr Bauer - Familie gnug war b). Die

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dritten setzen es auf 12 lugera c); dievierdten geben ihm zur Länge 722 Ru-then, zur Brette aber 30, welches in,Qvadrat-Maasse 21600 Ruthen ma-chel d), so denn noch lange nicht i2,Iuge.ra sind, als die 34560 Qvadrat-Rmhenenthalten. Jedoch da anderweiks einMansus in der Lange nur 19 Ruthen,in der Breite aber 8 Ruthen y Fuß ge.habt e), siehet man, daß die Manfi garein ungewisses Feld. Maaß gewesen, undin einem Lande immer anders, als indem andern bewandt gewesen sind. In,dessen war Mansus auch ein iedes Land.Glllh, und hieß Mansus ingenuilis, wennes keine Hofe-Dienste thun durfte, Ser-vilis aber, welches zu dergleichen Dien-sten verbunden war f). Mein Mansusecclefiaßicus war, was von Feldern unddergleichen zu einer Kirche gehörete,undzu Unterhaltung derselben und dererPersonen, so ihr Amt darbey hatten,bestimmet war, dergleichen denn vonallen Gaben und Diensten frey war,oder doch frey seyn solte g).

a) Fresn. Glos. Lat. in Mansus.

b) Cenal ap. Pitise. in eod.

c) Papias ap. Fresn. /. c.

d) Charta vetus mscta ap. Fresn. I. C.

e) Charta vetus alia ap. eumd. /. c.

f) Fresn. I. c.

g) Cenal. <tf Fresn. 11 . cc.

MANTILE, Mantele , Mantellum,

Mantelium , war eine Art zottichten lei-nen Tuchs, womit man sich die Händeabtrocknete a); iedoch aber auch denTisch beym Essen damit belegete b), da«her es Griechisch auch eW ? *>rf'C«>« ge-nannt wird c). Es diente also beydeszu einer Hand -Qvele, als Tisch - Tuche,da Mappa nicht sowohl ein Tisch-Tuch,als Hand »Tuch oder Servier war d),womit man die Hände nur bey Tische,wie mit dem MantiE Vor Tische ab,wischte e).

a) Serv. ad Virg. Georg. lib. llll.vm-

b) Martial. lib. Xllll. Epigr. /38.

c) VosiC Etynsol. in Mantele.

d) Martial. lib. XII. Epigr. 20. V.tt.

«) Volt I. c.

MANTVRNA eine Göttin

der Römer, welche machen solte, daß

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