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chettey Art üblich. Massen dar,u erstbald Wasser, bald Blut. bald Oel erfo-dert wurde a). Das Wasser muste auseinem Brunnen oder fliessenden Stromegenommen werden, und bald allein, baldmit Blute oder auch der Asche von einerrothen verbrannten Kub vermischt seyn,als daher ein Sprengswasser gemachtwurde, womit viel Dinge hernach be-sprenget und also lustriret werden mu-sten b). Das Blut zur Reinigung mu-ste von den geschlachteten Opfer. Thie-ren, oder den Opfer-Vögeln, das Oelaber auch das beste und sonderlich vonThecoa seyn c). Anbey muste ein Menschoder was da lustrlrt werden solle, ent-weder qantz unter das Wasser getauchtwerden, so ßuimrult birst oder es mu«stcy einige Theile, als Hände, Füsse u.s. f. nur gewaschen werden, und dashieß ’Un-b« ; oder es wurde ein Menschoder anderes Ding nur mit einem Fin-ger, Spreng-Wedel u. d. g. besprenget,und das hieß , mit dem Blute
aber wurde es nur bestrichen, oder auchbesprenget, und mit dem Oele gesalbet st).Was aber lustrirt w rrde, waren entwe-der belebte, oder unbelebte Dinge, wel-che dadurch entweder vom gemeinen Ge-brauche abgesondert, oder von Sündenentsündiget, oder vonUnreinigkeiten ge-reinigt wurden, und daher gar wohl in
lustrationes consecratorias, expiatoriasund purgatorias unterschieden werdenkönnen. Erstere hiervon waren dennwieder entweder extraordinaria, oderordinana , durch deren jene GOtt et-was gebeiliget wurde, und wieder ent-weder Menschen anbetraff, die fich baldselber, bald auch ihre Kleider waschen,von den Weibern enthalten, opfern u.a. mehr thun musten ; oder Dinge, wel-che mit dem Blute der Opfer besprenget,rnit Oele gesalbet, gewaschen und aufandere Arten geheiligec werden musten ;die ordinaria aber waren, wenn einerseine tägliche Verrichtungen thun, beten,in die Synagoge, oder in den Tempelgehen, essen, oder dergleichen thun wei-te, da er fich wenigstens vorher alle-mahl waschen muste e). Di« Lustra-tiones expiatoria betrafen ebenfalls ent-weder Personen, oder Dinge, und wa-ren nicht weniger- bald extraordinaria,
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bald ordinaria f). Dic Purgatoriaaber betroffen die vielen Arten der Unrei-nigkeiten, als welche die Juden in Pa-tres und filios unterschieden, jener adieser aber 4 zehlen, wovon sie die Re'geln haben: Omnes patres immundi,tiei polluunt homines, vestes stj vasatam sufilia, quam immerfionis aut te-stacea ; quidquid homines aut vasacontaBu ea ratione polluit, pater im-munditiei dicitur : Omnes vero filii im,munditiei nihil horum, sed tantum ci-bos & liquores polluunt : Und denn fer-ner I Quidquid tangit patrem immun-ditiei,appellatur primus (filiorum );qnid-quid tangit primum , appellatur fecun-dus : quidquid tangit fecundum , appel-latur tertius; quidquid tangit tertium,appellatur quartus g). Indessen aberwerden sonderlich im Gesetze Xl. Unrei-nigkeiten nahmhaft gemacht, worunterdieJüdenXXXU. alskarres ansehen I>).Und alle unvcrunreinigtcn Dinge mu-sten denn vermittelst des Baptismi oberder Eintauchung lustrirt oder gereinigetwerden, da die Personen entweder mitsamt den Kleidern, oder Mensch und Klei-der jedes besonders gewaschen wurden,von den Dingen aber waren 6, welchegewaschen werden musten , als Kleider,Decken, lederne, beinerne, metalleneund höltzerne Dinge, töpferne und glä-serne aber musten zerbrochen und garweggethan werden i).
a) Iken. Antiqu. Hehr. P. I. c. /S- §.r.
b) Num. XVllll, p. XXXI, 33. Iken.l.c.§, 3.
c) Ist /. c. §■ 8.
st) Ist. ibid. §. p,
e) Ist. ibid. §.
£) Ist. /. c. §. iß.
g) Ist. ibid. §. 17.
h) Ist. ibid. §. / 8 .
i) Ist. ibid. §. 32. 33.
Bey den Griechen waren derglei-chen lustrari ones, oder, wie sie dieselbenhiessen, oder *ywp<>), sofern
Üblich, daß ein jeder die Hände waschenmuste, ehe er opferte a), und, da einerin einen Tempel kam, bcsprengete ihnein Priester mit einem in Wasser getauch-ten Oel - Zweige b). Daher denn auchhey den Eingängen der Tempel beson-
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