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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1735-1736
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eben die seyn soll, die man bis itzo indem Eingänge desPallasts der Conser-vatore» auf demCampidoglio siehet i).

L) Dion. Halic. lib. 1 . c. z.

b) Serv. ad Virg. Aen. lib. VIII. v.343.

c) Ouid. Faß II. v. 42t.

d) Plin. H. N. lib. XV. c. > 8 .

e) P. Victor Reg. X. ap. Nardin. lib.

VI. c. g.

f) Nardin. 1 . c. cap. 12.

g) Dion. Halic. /. c.

h) Nardin, l. c.

!) Borrich. de Ant. Fac. V. R. c. /0.

§. 2. Donar, de V. R. Ub. II. c. js.

LVPERCALIA waren ein Festzu Rom, welches den 16 Februarii demPaniLycaojugljmt gefeyert wurde a).Den Nahmen fyat es von Lupus, unddas daher, weil Pan im Griechischen denBeynahmen Lyaeus auch von einWolf, hat, den Ursprung aber, nacheinigen, von dem Euandro, als der desPanis Dienst aus Arcadien mit nach Ita-lien gebracht b), nach andern aber erstvon dem Romulo und Remo, die der-gleichen Freuden. Fest angestellet, alsihnen Numiror vergönnet, die StadtRom zu bauen, da sie, nach verrichte-ten Opfer eine Partie Ziegen abgeschlach-tet, ein Gastmahl angestellet, und, dasie der Wein darbey muthig gemacht, dieFelle der geschlachteten Ziegen um sichgebunden und allerhand Kurtzweile an-gegeben, dergleichen Lustbarkeit mandenn hernach zum Andrucken beybehal-ten c). Es schlugen sich aberkenn dar-bcy die jungen Leute zusamme, zogensich nackend aus, nur daß sie die Fellevon den geopferten Ziegen unter den Na-bel um sich herum banden, und sodennin solcher Positur durch alle Gassen zuRom mit Springen und Lermen herumschwermeten, und alle, die ihnen bege-gneten, mit Riemen von nur besagten Zie-gen-Ledern schlugen d). Wie sich denndie jungen Frauen ihnen mit Fleiß inden Weg stclleten, die Hände hinhieltenund sich darauf schlagen liessen, weil sieglaubeten, daß sie nicht nur desto eherKinder bekommen, sondern auch destoleichter gebühren würden e). Jmmit-tclst aber opferten sie darbey auch einenHund f), und besonders wurden s vor-

nehme junge Pursche vor den Altar a«.führet, da man ihnen mit einem in Blutgetünchten Schwerdte Striche an dieStirn machte, solche aber auch gleich wie.der mit Wolle und Milch abwischte, wo.bey sie denn lachten was sie lachen kunteii.Es solte darbey das Echwerdt undPIutbedeuten, in was für Gefahr ste gewe.sen, da ihnen dereinst die Räuber ihrVieh entführet, sie ihnen aber nach weg.geworfenenKleidern, nackend nachgejagt,und, nach deren Erlegung, ihr Viehwieder bekommen, die Molle aber undMilch sind eine Bedeutung ihres Unter-halts g). Es wahrere aber die Larine-rey zu Rom bis A. C. 4ys, da sie endlichaufBetricb des Pabsts,6elalii, annechmit ziemlichen Widerwillen einiger aber.glaublichen Römer abgeschafft wurde h),

a) Ouid. Faß. II. v. 267.

b) Liv. lib. I. c. s.luü'm.lib.XXXXUI.c. 1. Vo ff.Etymol. in Luperci.

c) Val. Max. lib. II. c. 2. n. g.

d) Liv. /. c. Ouid. I. c. v. 28 /.

e) Plutarch. in Caß c. 16. Ouid. I.c.v. 423.

f) Plutarch. in Romulo c, 17.

g) Butas ap. Plutarch. /. c. cap. /8.

h) Struv. Antiqu. Rom. c. 12. p. 634.

LVPERCI hiessen die, welche dieLupercalia begierigen a). Sie warenin g Rotten abgetheilet, als erst dieFa-

bianos und Ouintfilianos, so die Nahmen

von ihren Vorgesetzten, Fabio und (hin-Bilio, hatten b>, und bereits |u Romu-li Zeiten bekannt waren c), wozu Iul.Caesar noch den dritten Haussen that,welche von ihm Luperci lulii hiessen d).Indessen aber waren es auch nicht lau-ter junge Lapfche, so diesen Nahmen hat-ten, sondern auch Leute, die schon Obrig-keitliche Aemter bedieneten e), wiewohlauch die, so auf ihr Ansehen hielten, sichnicht leicht darzu schlugen s), und esbesonders,nach des Ciceronis Meynung,einemBürgermeister gar schlecht anstund,einen Lupercum mit abzugeben g).

a) Varr. deL.L. lib. IIII. c. -'s-

b) Fest. in Fabiani Quinctilian**

c) Ouid. Faß. II. v. 37g.

d) Dio lib. XXXX 1 III.

e) Plutarch. in Caf. c. 16.

f) Cic. pro Cltrl. e. //.

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