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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1521-1522
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Braut heim gefübret wurde q); streuet«ihn bet) den Versahn - Opfern umher r);kauete vergleichen, die aufsteigenden übel-riechenden Dünste aus dem Magen zuunterdrücken 8); umwand die Briefe da-mit, wenn solche eine Victorie meldetenr), wie auch, wenn der Bothen ihreSpielst u). oder auch gantze Schiffe da-mit ausgezieret waren, es eben solcheBedeutung hatte x). Inter duas lauros,war ein Ort auf dem Campo Martio jusjjom y); Lauri Vipsan* aber scheinennichts anders gewesen zu seyn, als dieGarten des Vipsanii Agrippae z).

a) Ouid. Met. üb. I. v. f4s.

b) Virg. Eclog. VII. v.öj.

c) Plin. //. N. üb. II. cap.ff. & XV.c. ?o. Isidor. üb. VII. c. 7.

d) Plin. I. c. Suet. Tiber. c. 6g.

e) VoiT Tbeol. Gent. üb. II. c. /2.k) 1 ibull. üb. II. EI. f. v. Sj.

g) Propert. üb. II. EI. 21. v. 36.

h) Tibull. /. c. v. 63.

i ) Fulgent. Mytbol. üb. I. n. 13.

k) Heiiod. Tbeog. v. 30. Horat. üb.III. Od. 4. v. tg. ij Od. XXX.

V . Jf.

l ) Tibull. /. c. v. 6. Horat. üb. II.Od. j. v. ss.

m) Dion. Halic, üb. II. c.j. Plutarch,in Romulo c. J2.

n) Plin. H. N. üb. XV. c. 30.

0) Fellus in Laureati.

p) Plin. H. N. I. c.

q) Vid. Nuptiae.

r) Vid Expiatio.

s) Martial. lib. V. Epigr. 4. v. 1.

t) Liv. üb. XXXXV. c./.

u) Plutarch. in Pompeio.

x) Id. in Lucullo, & Alex. ab Alex.üb. I. c. 2j. ad eumque Tiraquel-lus /. c.

y) Caffiodor. Marcellin. ap. Pitisc.in Inter lauros.

2) Martial. üb. I. Epigr. sog. v. 3. <gsNardin. üb. VI. c. 4.

L A V T IA waren gewisse Geschen-cke, welche man, nebst dem freyen Lo-gis > fremden ankommenden Gesandtenju Rom gab a). Es bestunden solcheeigentlich in Viciualien b), wie derglei-dien in Italien, inglcichcn in den Reichs

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a) Festus in Dacrima; Liv.üb. XXVIII.

cap. 3g.

b) Voll' Etymol. in Lautia.LECTICA war nicht, was wir itzo

inqemcin eine Sänfte oder Porte- Chai-se nennen, weil diese vielmehr der AltenSella ist, sondern es war ein dergleichenTrage-Werck, darinne man lag, undnicht saß, und also möchte Man es aufTeutsch wohl ein Trag-Bette nennenkönnen a). Man trug aber darinne erstnur die Todten zu Grabe bj; belegte sieaber mit schwachem Tuche c); putzteauch die Todten bestens aus und trugsie unzuqedcckr dahin, ob man wohl,wenn sie etwan zu ggrsiig aussahen, ein-hüllete, daß man nichts von ihnen er-kennen kunte, und mithin wohl ehe einHammel für einen Menschen ausgetra-gen worden d). Wenn sich aber zuerstauch Lebendige darinne zu Rom tragenlassen, will man nicht wissen. Wenig,stens aber, da dergleichen bey den In-dianern, Persern, Syrern , Cappado-eiern, Bithyniern u. a. in Asien von denältesten Zeiten her im Gebrauch gewe-sen, glaubt man, daß um der Graccho-rum und also doch wenigstens noch nachdes Plauti Zeiten dergleichen auch ausAsien nach Italien gekommen sey e).Indessen blieb deren Gebrauch doch nurausser Rom auf dem Lande, bis sie end-lich zu lulii Caesaris Zeiten auch in derStadt Mode wurde f). Es bestun-den aber solche Lecticae aus etlichen zu-stimme gefügten Bretern, und warenso lang und breit, daß einer füglich aus-gestreckt darinne liegen kunte. Hierbeybefanden sich <u beyden Seiten Ajseresoder Stangen, welche angeleget, undvermuthlich durch Ringe gesteckt wur-den, und wieder weggenommen werdenkuntcn, welche die Träger auf die Ach-seln nahmen und die Sanfte also trugeng). In die Sänfte wurde aber dennein Pulsier gelcget h), so aber doch aufkeinem Bret-Boden, sondern Strickenoder Gurten lag i). Anbey hatte solcheSanfte 4 etwas kurtze Beine, woraufsie stund k), die zwar von Holtze, alleinauch wohl von Gold oder Silber, oderdoch damit überzogen waren I). Wo-

Eladlen hin und wieder noch üblich ist. bey solche Lecticas entweder frey und

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