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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1519-1520
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1519 L A V

theatris mit auf, da ebenfalls Wachs«Lichter vor ihnen der. sie abervon Män-nern in gantz weißen Kleidern getragenWurden o.

a) Fresn. Glnjs Lat. in Lauratum.

b) Oafliodor. Var lib. VI. Ep. 20.

c) Theophanes ss alii apud Fresn./. c.

LAVREA, ein Lorbeer-Rrantz,war ein Zeichen des Sieges, daher dennihn auch die auf dem Kopfe trugen wel«ehe zu Rom triumphireken a). Wiewohlauch die Lifionf desselben eben derglei-chen auf den Köpfen hatten, und zwarauch schon vor dem Triumphe b). Dienur ovirten, trugen anfangs nur einenKrany von Myrten, endlich aber auchvon Lorbeer c). f. Laurus.

a) Sigon. de Ant. lur. Prouinc. lib. II.cap. /0.

b) Cic. Epifl. Farn. lib. II. Epist. 16.ad Attic. lib. VII. Epiß. vo.

c) Alex. ab Alex. lib. VI. c.27. ss adturn Tiraquell. I. c.

Laurentalia, s. Larentalia.

Laurentia, s. Acca Larentia.

LAVRETVM, s. Loretum, Wat«in Lorbeer - Waldgen auf dem Aucntinozu Rom a). und zwar unter andern Bü-schen , womit solcher Berg anfangs be-wachsen war, die aber ingesamt mit derZeit ausgerottet und Häuser davor da-hin gcbauet wurden b). Aus dem Lau-retu wurden 2 Gassen gemacht, wovondie eine Lauretum maius, und die ande-re Lauretum minus , hieß c), wiewohlMit der Zeit sich doch auch wieder der-gleichen Lorbeer - Busch da befunden, derLauretum Casarum , wie erfircr Laure-tum Nnma genannt worden ist ä-.

g) ?. Victor Reg. Xlll. ap, Nardin-lib. Vll. c. 7.

b) Dion. Halie. lib. III. cap. 9, Plin,H- N. lib. XV. c. _?o.

c) Borrich. Ant. Eae V R. c. §. 2.Donar, de V.R.lib.lII C./3.

d) Paschal. de Coran. lib. VIII, cap. 2.ap. Pitisc. in Lauretum.

LAVRVS, ver Lorbeer-Baum,soll anfangs eine Nymphe gewesen seyn,so Dapbne geheißen, und, als sie demApollini nickt entgehen können, auf ihrWünschen von dem lerne in einen Los'

beer - Baum verwandelt worden seyn, densich aber dennoch auch Apollo aus Lie-be zu ihr zugeeignet, und sofort einen ab-gebivchenen Zweig davon, als eine»Krantz, auf den Kopf geleget a). Eswurde daher auch solcher Baum demApollini beständig für heilig gehalten b).Und glaubte man daher, daß er auchden Blitz nie in solchen schlagen ließ c),und, wer einen Krantz davon auf demKopfe habe, sey ebenfalls dafür sicher.Daher denn auch der Kayser Tiberim,weil er sich ausserordentlich für den Ge,wittern furchte, allemahl bey selbigendergleichen aufsetzte d). Welches obernichtige Grillen sind e). Allein eben soviel Grund hatte es auch, wenn manmit ibm zukünftige Dinge erfahren wei-te, ihn mithin ins Feuer legete, undie mehr er knasterte, ie glücklichem Er-folg man sich versprach f), ie stiller eraber verbrannte, ie schlechter hieß dieVorbedeutung g). Wie ihn denn aucheinige Narren aßen, und daher die Kunstzu weissagen erlangen wölken hjj oderihn auch im Schlafen unter den Kopflegten, da ihnen denn künftige Dingeträumen sollen i). Sonst aber war einK antz davon ein Ehren - Zeichen derPoeten k), und selbst der Triumphi» er 1),dergleichen Cerimonie sich schon von demRomulo herschrieb, als welcher auch ei-nen Lorbeer - Krantz bey seinem sieghaftenEinzüge auf dem Kopfe haste m). Je-doch aber wurde solcher besonders voneinem Lorbeer genommen, der keine Bee-re trug, und, unter den Kayser» nochdarzu von einem Baume, der vom Him-mel herab geschickt seyn solle. Massen,da der Liuise dereinst ein Adler eineweisse Henne in den Schooß fallen ließ,

die ein Lorbeer-Zweigelgen im Schnabelhatte, und man solches pflantzete, einBaum daraus wurde, von dem man,dieser seiner besondern Bewandniß hal-ber, solche Lorbeer-Kräntze zu nehmenpflegte n). Jmmittelst hakten auch alleSoldaten bey erwehnter Solenniiat der-gleichen auf den Köpfen, obschon vonanderm und gemeinen Lorbeer»). Sonstziereke man auch die Thüren der Kayser-lichen Wohnungen damit aus p); wieauch der neuen Ehemänner, wenn die

Braut