Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1477-1478
Einzelbild herunterladen
 

K I O

K P H

1477

c) Lund. lud. Heiligt!), lib. Illi. c.4.n 8-

K11 nnuj, s. Stylit®.

k i' . 0TOM01 war ein Fest zupkliat'us IN dem Peloponneso, so derHeb® zu Ehren gefeyerl wurde. Eswurden dardcy ingemein Knechte mitfrcygelassen, welche sich denn Krantze vonEpheu schnitten und aufsetzten, daherauch das Fest von Epheu, und

T ä«>*, id) schneide, den Nahmen be-kommen hat.

Metirs ap Schoetgen. inKure-treum.

KAHPOTXOi waren zuÄcvenMän-ner, welche das geringe und übcrflüßi-geVolck aus der Stadt weg und an an-dere Oerter führcten, ihm daselbst Woh.nungen und Land zu bauen anwiesen a)und mithin fast waren, was die Tri-vmuiri Coloni® deduccnds bey denRömern.

2 ) Pastell ap. Schostgen. in

Kvltxirr.t ,, I. Quadrans.

Ktt&vßlrcq, f. Trapezit*.

Kb,to^)q^6i , s. Hastati.

Konfc war ein öffentliches Gast-mahl bey denLacedamoniern, da sie aus-serhalb der Stadt, bey dem Tempel ei-nes Gottes, Gezeltc aufschlugen, Tisch-Lager von Stroh, Grase, Zweigen u. d.g. machten, mit Decken belegten, undalle ankommende, Einheimische undFremde, mit darzu baren. Sie opfer-ten barbet) Ziegen, theileten einem iedenein'Stück Fleisch mit etwas besondernBrodke mit, wie auch neuen Käse, et-was Geest-Wurst, nebst Feigen, Boh-nen und Phaseolen a). Nichr so solennegieng es zu, wenn die-(«»i; in der Stadtgehalten wurde, wobey man iedoch stakdes Ziegen - Fleischs, Schweine > Fleischu.s. f. speisete b).

a) Polemon, ap. Athen. lib. IIII. c. 6.

b) Meurf. ap. Schcctgen in Karls.

KUKBÖNA, Corban , war eigent-lich der Schatz des Tempels zu Jerusa-lem, welcher in der Rammet: der heim-lichen, ver Gescbenck - Rammer, undder Verbesserung«- Rammer autge-hoben wurde a). Es heißt aber Corbanso viel als ein Geschenck oder EndeGDttcs, die nehmlich GOtt gegebenwird, und nahmen mit der Zeit die-

»478

den die unverantwortliche Weife an,daß, wenn sie bey solchem Corban schwu-ren, es fester gehalten werden muste,als irgend ein anderer Schwur brauch,da sie zu demselben ein Gelübde gethan,es mehr gehalten werden muste, alsGOttes Gebot selbst. Also, wenn eineretwas zum Corban gelobet, seine Elternaber in Noth kamen, muste er das Gelddorthin geben, ungeacht Dater und Mut-ter darüber crcpiren sollen, mithin wur-de das vierdle Gebot weniger, als sol-ches Gelübde g> halten, welches auch so-fern an sich schon sündlich war, als siedamit entweder nur vor den Leuten ge-sehen, oder etwas bey GOtt verdienenwolten c). Wie denn auch dieses Cor-ban sich so wett erstreckte, daß, wenneiner z.E. sahe, daß der andere Feigen. und er zu ihm sagte: Siehe Cor-ban über vir ! er solche Feigen unge-gessen lassen und opfern muste d).

a) Lightfoot. ap Lunddud. Heiligt!/,lib. II. c. 2f. n. 3/.

b) Goodwin. Mas. & Aar. lib. IIII.c. 1. §. C.

c) Lund .l.c.n.34. Good \v.!.c.§i./i.

d) Schoetgen. Hör. Hebr. ad Mattb.XV. 5.

Kos Jitf , s. Cordax.

koph war eine Müntze zu Athen/mit dem Bilde denc-^r virginis, oderber Palladis , und einer Nacht-Eule aufder andern Seite ai. Sie soll eben soviel als ein Tetrachmum gewesen seynb), auf welche Art sie bey uns 12 Gro-schen würde gegolten haben.

a) Hyperid dp. Pftiff. Antitpu. Gr.lib. II. c. ?y.

b) PolluX ap. eiund. I. t.

KPE£2<t»Aroc heißt in der Griechi-schen Kirche von langen Zeiten her derletzte Sonntag vor Fasten, auf den siedes Montags darauf sich dessen schonenthalten, und mit den Fasten-Speisenzu frieden seyn musten.

frein. Glojs.Gr. in Kgsupetyts.

kphnoo>t'aakec waren einigeobrigkeitliche Personen zu Athen, die in-sonderheit auf die Brunnen Acbtnna ge-ben musten, Brunnen - InJ'peäores tBrunn-Herren.

Sigon ap. Schoerg. in >bx<t>cst.

Aaa 2 ' kpinun/a