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Oel Berge, in dem Thale gleiches Nah«mens, hingieng. Nach einigen ent-springt er hinter dem Berge Golgathaauf der Abend Seite der Stadt, gehetum die Mitternächtliche herum, und ander Morgen-Seite vorbey, bis er aufder Süd - Ost - Ecke, auch den Bach Gi-bon zu sich nimmt, und mit solchem, un-ter seinem ersten Nahmen, auf das eh-mahlige berühmte Kloster S. Laura, undso denn ferner, durch die Wüsten, bisin das Todte Meer gehet. Da er eigent-lich zwischen der Stadt und dem Oel-Berge wegfließet, ist er kaum 3 Schrittbreit, und im Sommer so trocken oderdoch seichte, daß man zu Fuß über ihngehen kan a). Den Nahmen wollenihm einige von den Cevern geben, diean ihm gestanden ; allein, da deren inder That keine da gewesen, wird derNahme besser sofern aus dem Ebraischenhergeleitet, daß er der schwartze Bachheißet, entweder weil er schwach oderfinster wegen der Tiefe des Thals, oderder daran stehenden Baume ausgesehenb). Sonst aber diente er sonderlich mit,das Wasser, Blut und andere derglei-chen Unreinigkeit aus dem Tempel mitwegzuführen, als in den selbst von demgrossen Brand - Opfer - Altare durch denFels heruntergehauene Gange giengen,um besagteDinge da hinein zu giessen,undsie also im Tempel ohne fernere grosseMühe los zu werden c), so aber auchkein gar zu angenehmes Wasser für diedaran liegenden Garten gegeben, wohl. aber vermuthlich schwach gnung gesehenf haben kan. Nach der neuesten Beschrei-bung entspringet er unweit über der Kir-che des Grabes, fließet durch dasThal Josaphat, ist meistentheils dasJahr hindurch ohne Wasser, als wek-ches nur eintzig und allein von demOel-Berge und andern Hügeln dahin kömmt,von Mitternacht gegen Mittag, hernachaber gegen Aufgang der Sonne gehet,von Ledern nichts um sich hat, und durcheme Brücke von 20 Schritten lang, 8Schuhen hoch, und io Schuhen breit,sonst aber nur von einem Bogen, diebeyden Seiten der Berge Moria und desOel-Bergs zusamme hanget, und dader^ukkar daiüber gegangen, nicht ei-nen Tropfen Wasser enthalten hak d),
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L) Reland, Palaflin. lib, I. c. 4c.
b) Cellar. Not. 0 . A. lib. III. c . 13, *346. Reland. /. c.
c) Id .Antiqu. Vet.Hcbr. P. ///. Ci ,
§.2J.
d) Myller. Pertgrin. in Ierußkmlib. I. c. 23. n. 7. Ionas Körte Iti-nerar. c. 3. p. j8S.
KIIVN tl Ginn war ein Abgott, dendie Kinder Israel in der Wüsten mit ver.ehreten a). Einige verstehen dadurchden Herculem, der im Egyptischen Changeheißen habe, sonst aber an sich dieSonne gewesen b) ; andere aber den8atucnum , weil des Molochs, als derSonne, besonders gedacht werde c).Noch andere machen den Mond darausd): allein, da dessen ein rinigcsmahlund mit sehr wenigen in der Schrift ge-dacht wird, ist von ihm nichts zuverla's-figes zu sagen e).
a) Amos V, 26.
b) Goodwin. Mof & Aar. lib. ////.c. 2. §. 23.
c) Hottlnger. adGoodvo. I. c.
d) Basnage ap. Schcetgen. in Kiiun,'
e) Schoetgen. /. c.
Kikar, s. Talentum.
KINAAAICMÖC war ein Spiel
der Griechischen Jungen, da sie zugespitz-te runde Höltzer oder Pflöckcr in die Erdewarfen, daß sie stecken blieben, und her-nach immer einer des andern sein Holtz,indem er seines darneben warf, wie-der heraus zu prellen suchte a). DieBuben, welche also spicleten, hiessenund ist dergleichen tum«mes Spiel auch unsern unartigenBubennicht unbekannt, die es an einigen Or-ten Stickelsen, an andern aber Speck--holen heißen.
a) Pollux lib. VIllI. c. 7.
K I N N O R war ein MuficalischesInstrument bey den Ebraern, welches,nach einigen, 24 Saiten a), nach an-dern aber nur 10 gehabt, wie ein grie-chisches a gestalt gewesen, und mit ei-ner Federkiele gespielet worden b); al-lein daß hiervon nichts gewisses zu sa-gen stehe, behaupten die dritten c).
a) Hieron. ap. Polyd. Virgil. deRer.
Inv. lib. I. c. /3.
b) Iolepli. Antiqu. lib. ViL c- i0 -
' r cjLund.