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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1471-1472
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K A A

i4?r

1471

mit den Würfeln, der aber wenigstensdem Nahmen nach gut und glücklich mußgewesen seyn, weil solcher so viel alsein scböner Wurf heißt.

8enKr!eK. de Ale a Vet. c. VIIII. §. / 2 .

KAAAicTEfA waren ein Fest inder Insel Lesbos, da die Frauen zukam-me kamen und unter sich ausmachten,welche die schönste sey, dergleichen dennauch bey den Parrhasiis in Arcadien Mo-de gewesen ; allein, daß auch die Män-ner in Elide dergleichen gethan, undden, weicher für den schönsten erkanntworden, mit einer schönen und mit Bän>dern ausgeputzten Rüstung beehret, dieer hernach der Minem* gewidmet,kömmt allerdings Griechisch, das ist,ziemlich lappisch heraus.

Menrs & Fasold. ap. Schoetgen. inKalfcir«« sub C.

KARAE1 waren eine Secte unterden Jüden, welche die Aufsätze der Ael-testen oder die Traditiones verwarfen,hingegen bloß bey der Heil. Schrift blie-ben ; anbey auch darinne von den übri-gen Zuden abgingen, daß sie den Neu-Monden erst von dessen Erscheinung anrechneten, das Ostec-Lamm nach Un-tergang der Sonne wollen geschlachtethaben, und es niemand, als nur dasManns-Volck walten essen lassen,beymLauberhütten - Feste keine Citronen inden Handen hatten, noch auch Wasser op.ferten, mithin mehr mitden Sadducaenals Pharisäern überein kamen a) Sieheissen dem Nahmen nach so viel, alsScripturarii oder Textuales b). Einigewollen, daß sie endlich selbst in dieSad-dacäer degenerirt c), welches aber so-wohl ste selbst d), als auch andere wi-derPrechen e). Wenn sie eigentlich ent-standen, weiß man nicht f); doch sol-len ste unter den Jüden in Asien nochhäussiq übrig seyn, und mitbin machen,daß diese überhaupt in Larairer undRabdinilicn unterschieden werden g).

a) Reland. Antiqu. Vet. Hebr. P. II.

C. p. § 22.

b) Goodwin. Mas. & Aar. lib. /. c.

9 Z 7

C) id. ibid.

d) R Mose Beschizi ap. Hotting. I.c.

e) Hotting. /. c.

K A T

f) Reland. /. c.

g) Mir. Lcx.Antiqu. Bild. in Karaiter.

K.4FNE1 A , ah Kxgyix, ICflfffj (jjj

Fest. welches bem Apollini zu Ehren ge-stiftet wurde. da er die Doricr darummit einer grossen Pest heimsuchte, daßHippotes den Carnum, einen Wahrsa.ger, inMeynunq, daß er ein Spion derPrlovonnesier sey, mit einem Wurf-Sviesse durchwurf a). Sie nanntenalso bis Fest von dem Carnn Carnea, unbauch den Apollinem , sofern sie ihm sel-biges feyerten, selbst Carneum , und weiles in einem Feld. Zuge gestiftet worden,behielt man auch allerhand KriegerischeCeremonien bey demselben, bis endlichein certamen Musicum darzu kam. Denersten Preis darinne erhielt Terpanderb). Es geschahe dieses zu Lacedamon,was aber sonst auch von den 8acerdori-bus Carniis bep den Sicyoniern gemel-det wird, halt man für Fabeln cj.

a) Apollodor. lib. II. c. 8 . §. 3 . Eu-sed. Prapar. Ev. lib V c. 20 .

b) Suidas in & Athen, apud

Marsham. Can. Cbron. Secui. XIII.P- m-

c) Marsham. /. c.

K A R R A IM sind einerley mit dem

Karxis, s. Karat.

kataba'cion war in den Grie-chischen Kirchen ein Ort unter dem Al-tare, wo die Reliquie» der Heiligen ver-ehret wurden. Er hat den Nahmenvon tcuTxßtita , descendo , weil man dahinab steigen muste a). Es hieß aberauch also des Trophonii Oraculum , soein unterirdisches Gewölbe oder Kam-mer zu Eebadia > in Boeotien, war, wor«inne erst Trophonius selbst stack, undden Leuten weissagte; als er aber darin-ne verhungert war, setzte der Teufel selbst,oder vielmehr die betrügerischen Pfaffen,die Possen fort, und gab den FragendenAntwort, welche denn, wenn sie derglei«chen haben wölken, sich erst einige Tagedarzu casteyen, sodenn eiliche Honig-Kuchen in die Hände nehmen, und sich anden Eingang der Höle setzen musten, wor-auf sie in dieselbe hinunter gezogen wur-den, wo sie die daselbst sich befindlichenSchlau en mit den Honig-Kuchen be-friedigten, und, wenn sie die Antwort er-halten,