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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1433-1434
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I S E

1433 IRR

und Irmensnl nennet, ist 7 Fuß hoch,und hat ehedem zu dem Postament einesLeuchters gedienet, daher auch die Versedaran gehauen stehen:

Sie frufius vestri vestro Jmt glortaPatri ;

See damnent tenebra , quod feceritaClio vita,

lunSa fides operi fit lux superaddi-ta luci.

Wogegen man itzo die Statue der Jung-fer Maria darauf gesetzet Hat, und dader Kayser Ludovicus Pius einen beson-dern Leuchter undScule seiner Gemah.Im Irmengard zu Ehren, in der besagtenKirche, aufgerichtet, hat man sie Ir-mengards-Saul oder Sul, und end-lich jusamme gezogen, Jrmensnl ge-nannt, daß sie also mit der alten Ir-men r oder Hirmensul, die mit dem Tem-pel derselben CarolusM. zerstöret, nichtszu thun hat, diese auch mehr einer Py-ramide, als Bild eines Manns gewe-sen zu seyn scheinet s).

a) Crantz, Saxon.lib.il. c. 9. & Sched.de Diis Gertnan. Syngramm. III.cap. 3.

b) Sched. I. c.

c) Hachenberg. Germ. med. Diff.VIII. §. 6.

d) Vellei. lib. II. cap. 119. Flor. lib.UII. cap. 12.

e) Tromsdorf. Geograph. Germ. c./a.pag. 63 j.

i) Calvoer Sax. Antiqu. lib. I. c. //.§. 9/. Wachter. Gloff. Germ. inIrminfula.

IRROGATIO multa peenaue,ttfolgete nach der dritten Klage, da derKläger schriftlich von sich gab, was derVerklagte für eine Strafe verdienet ha-be , und, das war die Irrogatio multapeenaue; es blieb aber solche 3 nundi-nas also »«ausgemacht, damit das VolckGelegenheit hätte, darüber zu erken-nen, und, wenn denn die Obrigkeit dasstttheil gefallet, und die Strafe bestim-met, oder ausgemacht hatte, bestätigtedas Volck endlich das Urtheil, und das

Meß multa peenaue certatio a). DasGesetz davon war dieses: Quum magi-stratus iudicafstt irrogaffitue, per popu-lum multa poena certatio esto b).

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a) Sigon. de ludie, lib. III. c. n.

b) Cicero de Legg. lib. III. apud Si-gon. /. c.

ISEA, Gr. s?««, waren ein Fest,welches man hin und wieder der Ilidizu Ehren feyerte, und darbey sonderlichGerste und Weitze in Proceßion mit her-um trug, weil die Isis eine Erfinderindes Getreydes gewesen seyn soltc a); wiesie denn daher auch für einerley mit derGriechen Muwp, und der Lateiner Ge-rere, gehalten wird b). Ihre Verch-rung brachte Erechtheus in Griechen-land , nachdem die ersten Getealia , sovermuthlich einerley mit den Iseis sind,in Egypten gefeyert worden c).

a) Castellan. ap. Schoergen. in Ich*.

b) Marsham. Canon. Cbron. Secui. X.pag. 2C0.

c) Herodot. ap. Marsham. /. c.

Iselasticus Agon, f. Agon.

ISEVM war ein Tempel der Isidis

in der VI111. Region der Stadt a).Man glaubet, daß er den BeynahmenCampense b) gehabt, und unfern von deritzigen Kirche di Santa Maria in Aquiro,al. Equirio , auf dem Piazza Capranica ,woselbst noch einige Srulen davon in ei-nem Garten zu sehen seyn sollen , ohiredaß man daherum auch viel Stückenvon Obeliscis findet, welche eine Anzei-ge sind, daß es daselbst was Egypti-sches gegeben habe c). Indessen gab esdoch dieser Art Tempel auch mehr, alseinen, zu Rom d), deren einen sonder-lich A lexander Seuerus mit Statuen UNdOelischenGefassen ausputzet« e). DasIfeutn, doer, wie es auch geschrieben wird,Istum Metellinum befand sich in der l 1.Region der Stadt 5), und hat den Nah-men, wie man will, von einem Metello,der solchen Tempel erbauet haue g).Die Isis Patricia und Athenedoria , dieeinige auch für Tempel halten wollen,scheinen mehr nur Statuen solcher Göt-tin gewesen zu seyn. s. hernach Ists.

a) P. Victor Reg. VIIII. ap. Nardin.lib. VI. c. /.

b) Appul ap. Nardin./. c.

c) Nardin. /. c. cap. 9.

d) Casaub. ad Lamprid. Alex. Setter,cap 26.

e) Lamprid. I. c.

f) Panuin.