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Vergleichs b), einer Heyrath c), nnddas funtt alles in einer Sprache ge-schehen. Sodann aber hieß Interpresauch sonderlich einer, der zwischen zweyein Unterhändler ist, die einander in derßprache nicht verstehen, er aber wohlbeyde reden kan, und daher, was ihmder ein« in seiner Sprache sagt, es demandern in dieses Sprache wieder saget 6),wie man denn dergleichen Leute wohlehe,30 soll nöthig gehabt haben, umdie 300 Nationen, von unterschiedenenSprachen, die in der eintzigen Stadt,Dioseuriade , in Colchide, der Hand-lung wegen zusamme gekommen, verste-hen zu können e). Und dergleichen Doll-metscher oder Sprach. Verständige mu-sten die Römer sowohl zu Rom haben,um die Gesandten der fremden Marionenzu verstehen 5 ) ; als auch die Procon-sul«, Pr*sides und andere Obrigkeitli-che Personen in den Provintzen, um mitden Einwohnern derselben ihre Handlun-gen pflegen zu können, da sie die Spra-che derselben nicht etwan selbst verstun-den z). Dergleichen Leute denn vongar gutem Ansehen waren, so, daß derKayser Iustinianus den DolmetscherBruducionem selbst mit zu seiner Tafelzog, welches sonst eine gantz ungemeineEhre hieß h). Indessen aber hiessenauch Interpretes die, so den Menschen derGötter Willen andeuteten, dergleichenselbst Mercurius seyn solte i) ; die Dae-mones gr«pjßfvMTs< des Platonis k) , wieauch alle Propheten, Wahrsager,Traum-Deuter U. d- g. I). Allein Interpretes,die nicht viel taugten, waren auch, diein den Römischen Comitiis abgeschicktwaren, die Suffragia auf allerhand un-«rlaubte Arten, sonderlich doch mit Gel-de, für einen Candidatum aufzubrin-gen m).
a) Voff.EtymoI. «'«Interpres.
b) Ascon. ap. Pinie. ««Interpres.
C) Plant. Mil. Aft. IIII. Sc. I. v. r.
Curt. üb. III. c. 1.
d) liidor. lib. X. p. m. iqj6.
e) Plin. H. N. lib. VI. c. r .
f) Cic. de Diuin. lib. II. c. 64.
g) Cic. Verr.UI. c. i7 .
h) Procop. ap. Pitisc. /. c.
i) Virgil.^f«. lib. IIII. v.tftf.
k) Appul. de DeoSocrat.ap. Pitisc./.c.
I N T 1416
l ) Vifgil. Aen. lib. III. v. zsy. £7" adeum Serv. I. c.
m) Sigon. deludic. lib. II. c. 30.
INTERPRETATIO war bey
benJüden, wenn die H. Schrift in denSynagogen in Hebräischer Sprache gele-sen wurde, und sie einander alsofort in dieim Lande übliche übersetzte. Beym Ge-setze geschahe solches mit einem Comma,te nach dem andern, mit den Prophe-ten aber von 3 zu z Versen, und, da sol-che Dolmetschung auch in der Griechi-schen, als der gemeinen Sprache beyden Juden, die kein Hebräisch verstun-den, geschahe, glaubet man, daß dahereben die sogenannten Hellenisten gekom-men sind a). Es stund aber solcherMapbthir ober Interpres bey seiner Ver-richtung aufrecht, so, daß er sich auchnirgends anlehneke b), machte auchwohl eine gantze Predigt über das, waser übersetzte, und will man, daß Chri-stus selbst hin und wieder in den Schu-len dergleichen Ausleger mit abgegebenhabe c) ; ob wohl sonst eigentlich dieseErklärung einem andern zukam, der6«--«», oder der Aufmercker hieß. In-dessen kam dieses Übersetzen erst auf, dadie Jüden aus Babylon wieder zurückkamen, weil sie daselbst die EbräischeSprache vergessen, hingegen die Chal-daische angenommen hatten, die sie auchmeist hernach behielten d).
a) Iken. Antiqu. Hehr. P. /. c. so. §.§s.
b) Lightfoot. «/>.Lund. lud.Heiligtb.lib. IIII. c. /8. n. 4/.
c) Luc IIII, 16. (ArLund. I. c.
d) Id. /. c. n. 40.
INTERREX war zu Rom, derdas Regiment, nach eines Königs Todeverwaltete, bis daß ein anderer erweh-let war worden a). Es ereignete sichder Fall sofort nach dem Romulo, dadie ioo Patricii »der Raths. Herren sichin 10 Decurien theiieten, aus einer De-curie allemahl einen nahmen, daß ih.rer wieder 10 zehrn wurden, und vondiesen 10 hatte einer, so eigentlich derInterrex war, die Fasces und Lictores5 Tage, nach welcher Zeit wieder einanderer an die Stelle kam, und alsowurde ein gantzes Jahr immerfort um-gewechselt, bis man endlich auf den3)9 5 Numam