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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1363-1364
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und ein Gebalcke von 5 Ellen, daß alsodie gantzeHöhe war 2; Ellen 6). Wie-wohl es wegen der Maaße und eigentli-chen Gestalt dieser Genien ein unendli-ches Disputiren unter den Gelehrten gie-bst ; Allein wenn man dem Capitale zEllen und der Dicke 2 Ellen giebet,kömmt eine vollkommen geschickte Seuleheraus, so gut als irgend die Corinthi-sche seyn kan. Indeß«» heißt lachin soviel, als befestiget, und Boas, sovielals gestarck't 0), ob sie wohl sonst nichtszu tragen hatten, sondern allein zur Zie-rats) und Pracht da stunden. Sie wa-ren hierbey gegossen, doch inwendig hohlund nur 4 Finger dickt); dennoch abersoll das Ertzt darzu 19027 Cenkner ge-wogen haben g), ungeacht man darbet)den Diameter nur 2 Ellen macht, da erdoch nach einigen 4 Ellen gewesen seynsoll, (woher weiß man nicht) und mithindes Ertzts weit mehr war erfordert wor-den h)." Anbey sollen sie eines gantzenFingers dick mit Gold überzogen geive-fen seyn i), welches am Werthe 86Mil-lioncn soll betragen haben, ungeacht derDiameter auch wieder nur auf 2 Ellengesetzet worden k). Jmmittelstzerschlu-gen sie doch, ungeacht aller ihrer Schön-heit , die Chaldaer bey Verheerung desTempels, und nahmen das Ertzt mitnach Babel!); weswegen es ein falschesVorgeben ist, daß der Jude Leniaminmeldet, sie seyen zu seiner Zeit noch zuRom in der Kirche des H. dtepbani zusehen gewesen, mit der Überschrift: Sa-lomon Davids Sohn; und hätten ihmdie Juden daselbst erzehlet, daß jährlichden 9 iulii ein Schweiß, wie Wasser,aus denselben dringe m); wohl aberglaubt man, daß das Ertzt davon wiedernach Jerusalem gesendet worden n), ob-wohl keine dergleichen Sculen wiederdaraus gemacht worden, als dergleichenman im andern ?empel nicht gehabt 0).

s) ' lieg. VI, /s. 2 Lhron. III, 13.

b) Lund. lud. Heiligth. lib.ll. c.12. n.3.

c) Altmann. ap. Wolf. ad Lund. I.c.

d) Reland. Antiqu. Vet. Ilebr. l } . I.cap. 7. §. i-

e) Lund. & Wolf. /. c.n. 2. 2 Reg.XXV, ./

f) ler. LII, 2/.

I A N 1364.

g) Villalpand. *p.Lund./.e.*., ? .

h) Lund /. c.

i) Eupolemus ap. Eufeb. # hic ap.

Dieter. Antiqu. Bibl. ad 1 Re?

VIII, >3. 6 '

k) Villalpand. I. c.

l) ler. /. c. v. /7.

m) Lund. I. c. n. 16.

n) Reland. /. c. §. 3.

o) Lund. /. c. 11. /8

IAC VLA waren Arten von Spies.sen. mit denen aber man nicht so wohlstach als wurf, daher sie Wurf-Spieffegenannt wurden. Solche aber warenvorn entweder mit keinem Eisen beschla-gen, sondern durchaus von blossemHolye,dergleichen aber nur zur Lust oder imExercircn damit gebraucht wurden,und hiessen Iacula rudia ; oder sie warenvorn mit spitzigen Eisen versehen, damitman einen damit tödtlich verwunden,auch wohl durch und durch werfen kun-te, dergleichen denn wieder besonderswaren die Tragula, Pila, Gesa, Veruta,und Iacula ferrata hiessen, so an ihrenStelle» besonders zu sehen a). Es be-dienetcn sich aber dergleichen auch dieJuden in ihren Kriegen, und zwar wurfman sie entweder mit blosser Hand, oderschwenckete sie erst an einem Rieme oderamento, wodurch sie eine desto grössereGewalt bekamen b). Die sich derenbedienten, hiessen Iaculatoros, und hat-ten damit die Numidier vor andern denVorzug, daher auch die Römer sich der-selben mit unter ihren Velitibus bediene-ten c). Wogegen zu Pferde die bestendie Tarentiner waren d).

a) Lips. Poliorc. lib.IHI. Dial.4.

b) lken. Antiqu. Hebr. P.II. cap. so.

§ 27.

c) Eoelchel adPolyb. de Milit.Rvm.

Cap. II. h. t.

d) Aelian. Tatfic. c.2.

1 AN A war eine Göttin der Römerund einerley mit der Diana, oder demMonde. s. Lex. Mythol. in lana.

lani, s. lanus

IANiCVLVM war einer von denBergen der Stadt Rom, der aber auf derAbend-Seite der Tiber lag und gegenMitternacht den Vaticanum hatte a),den sonst einige auch noch mit zu ihm