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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1359-1360
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IZ59 H Y B

sold. ap, Schoetgen. h.t. Lex.My-tho}. in Hyacinthus.

Hyberna, f. Hiberna.HYBRISTICA waren ein Fest,das man zu Argos der Telesill* zu Eh-ren, IM Monate Hetrnxo , feyertc, weilunter dero Anführung ehmahls die Frau-en tie Stadt tapfer wider den Feind ver-thejdiget hatten.

Meurs & Fasold. ap. Schcetgen. in

tßeiTiKti.

HYDRAVLICVM, sc. Olga.num, war unter andern eine Orgel, diedurch Hülfe des Wassers eben den Klanggab, welchen unfere vermittelst derBlase-Bälge geben. Es hat sie Ctesi-bius, ein Barbier und Mathematicusvon Alexandria erfunden a), Archime-des aber hernach vollend zur Vollkom-menheit gebracht b). Jedoch aber soviel Wesens auch die Alten davon ma-chen ; dennoch ist die Kunst mit ihr wie-der verlohren gegangen, und, da auchVictruuius sie gar weitlaufftig beschrie-den, mag sich doch von neuern Künst-lern keiner wieder darüber machen, ver-muthlich, weil sie sehen, daß unsere itzi.gen, doch vollkommener und leichtersind. Indessen hiessen die, so daraufspieletcn, Hydraula c), Hydraulis aber«ine Pfeiffe derselben d), und möchte ichendlich doch wohl wissen, woher so vielWind mit dem Wasser erreget werdenkönnen, als dergleichen Instrument er-federt hat.

a) Victruv. Ub. VIUI.c.p. Plin.H.iV.lih. VII. c ij.

b) Tertull. de Anima c. /4.

c) Suet. Her. c. 54. Perron, c. 36.

d) Athen. lib.llll. ap Pitisc J». t.

HYDROGARVM war eine be-sondere Dekicatesse einer kostbaren Brü-he, woraus die Römer viel machten,und es daher gar was sonderbares hieß,da Heliogabalus dergleichen bey einemTractamente des Vvlcks mit auftragenließ.

Lamprid. Helios, c- sp. fy adeum Sal-mas 1. c.

HYDROMELI war eine Art Ge-tränckes von Wasser und Honige, wo.von die Römer grosse Liebhaber waren.Wenn solches alt wurde, schmeckte es

wie lauter Wein, und kam das delica,teste davon aus Phrygien a). gg t,j e .nete sonderlich für Krancke, an stak desW-ins, weil es weniger schädlich warb), daher auch unterschiedene gar fleis.sig aufgezeichnet, wie es bereitet werdensolle c).

a) Plin. H /V. Üb. XIIII. c. ,7.

b) Id. lih. XXXI. c. 6.

c) Plin. /. c. Colum, lih. XII. cap. 2.Diosc. lih. V c. p. Pallad. lih. Vll.cap. 7.

HYDROMYLAE. Wasser-mühlen , waren auch schon bey den Al-ten bekannt.

Vistr, lih.X c./o. Salmas adLampr.Heliog. c.24.

HYDROPHORIA waren einFest zu Athen, welches man mit Trau-ern zu deren Andencken begieng, welcheehedeffen in der grossen Wasser-Fluthumgekommen waren. Hingegen in derInsel Aegina feuerte man dergleichendem Apollini zu Ehren, mit allerhandWett-Kämpfen, und zwar im Monate

Delphinio.

Meurs iy Fasold. ap. Schoetgen. b.t.

HYMENAEVS wurde mit für ei-nen Gott der Hochzeiten verehret. s.I,-«.Mythol. in Hymenxus.

HYMNI waren Lob-Gesänge zu«förderst bey den Iüden, dergleichenvor andern die Psalme Davids sind.Es wurden dieselben in dem Tempel bey.dem Gottesdienste von den Leviten mitabgesungen, und von den Priestern mitTrompeten und Hörnern, von dcn Le-viten aber mit noch andern Jnstrumen-ten darein musiciret. Also wurde z. E.beym täglichen Morgen-Opfer den er-sicn Tag der 24 Psalm; den andern der4s; den dritten der 82 ; den vierdtender y4; den fünften der 8>» den sech-sten der 93; und am Sabbath der 92;beym Abend-Opfer aber Exod. XV. ge-sungen. An grossen Festen wurde auchdas grosse Hallel oder die Psalme vomuz bis 118; an dem Lauber - Hütten.Feste die Psalmi Graduum vom i2vbisIZ4 u. s. f. gesungen a). Indessen aberpflegten sie doch auch ihre Hymnos, ob-wohl eben aus den Psalmen Davids,auch bey ihren Gastmahlen zu singen.