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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1357-1358
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Hostia optata waren, »>^ 1 : ein Ae-dilis aus den andern heraus las.

Festus in Optatam hostiam.

Hostia piaculares waren , welche dieGötter zu versöhnen gebracht wurden, dawas übclcs begangen worden war.

Plin. Paneg. cap. 34. Struv. Antiqu.Rom. c. X. p. 464.

Hostia pracidanea waren gleichsamVor Opfer, welche den Tag vorher ge.opfert wurden, ehe ein grosses solennesden Tag darauf geschahe.

Gell. üb. IUI. c. 6.

Hostia prodiga , al. prodigua, Waren,welche verzehret wurden.

Festos i» Prodiguae hostias.

Hostia pura hiessen welche jutr Opferngeschickt und tauglich waren, derglei-chen ein Schwein vom;ten Tage an,nachdem es geworfen war, ein Schafden 8ttn, ein Rind den zoten.

Festus in Sacrem porcum.

Hostia regia waren , nach einigen,die von eines Kayfers Wehe genommen,nach andern, die für einen Kayser geo-pfert , und, nach den dritten, von einemüberwundenen Könige erbeutet wordenwaren, nach den vierdten aber Thiere,die für Könige unter ibres glcichens ge-halten werden, als Löwen, Adler u.d. g.

Struv Antiqu. Rom. c. X-p. 46f. Fi-nte. b. t.

Hostia ruminales hiessen, die weibli-ches Geschlechts waren, und ihre rumi-na oder mammas hatten.

Plin. H. N. lib. VIII. c. jv. Struv. An-tiqu Rom. c. X.p. 464.

Hostia succidanea waren, die nachgeopfert wurden, wenn es mit vorher-gehenden nicht recht angegangen war.

Festus in Succidaneae hostiae ; Gell.lib. IIII. c. 6.

Hostilia Gens, f. Gens.

HO STILINA war eine Göttindes Geltendes, s. Lex. Mythol. in Ho-stilina.

HOSTIS hieß erst bey den Lateinernein Fremder, hernach aber ein öffent-licher Feind a); für dergleichen denn diegehalten wurden, welchen man den Kriegöffentlich durch einen Fetialem ankün-digte b), alsauch'der, welchen der Rathdaheime dafür erklarete; wenn einer die

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Waffen wider das Vaterland ergriffenhatte; von der Republick abgefallen;oder gefährliche Neuerungen anfienge).Und dergleichen kunte denn weder andas Volck appclliren, noch an einen an-der» Magistrat. So kunte der Rathseinen Ausspruch auch selbst nicht wider«ruffcn d). Daher für ihn nicht leichtwas mehr übrig war, als daß wenn ersich nicht mit Gewalt erhalten funfe. erdas Weite suchte und sich aus dem Stau-be machte, wie auch selbst der sonst sogrosse Wütlerich, Nero . thun muste e).

aj Varr. de L. L. lib. I. c. 1. Cic. deOst. üb. I. c. 12.

b) Vid. Fetiales.

c) Cic. Phil. III. cap. ß. VIpian. /.amißion. § 1. st. de cap. mittut.

d) M .nut de Senat. Rom. c. 10.

e) Suet. Ner. c. 40.

HVMATIO, Begrabungin die

Erde, ist allerdings die älteste Art derBestattung eines verstorbenen Men-schens a); die so gar auch GOtt selbstMit geboten hat b). s. Funus.

a) Cic. de Legg. lib. II. c. 22.

b) Deut XXI, 23.

HYACINTHIA waren ein Fest,welches man zu Lacedämon dem Hya-cintho unb Apollini, im Monate e'**-Ttftßä, ; Tage lang begieng. Den er«sten und setzten war man gantz traurigdarbey, kein Brsdt, sondern nur Zu«gemüfe, sang keine Lieder, hatte keineKräntze auf den Köpfen, und was derTrauer.Zeichen mehr waren; hingegenaber gieng es den andern desto lustigerher, indem man da Schauspiele hielte,auf Pferden ritte, das Frauen - Volcksich aufs beste putzte, die Knaben aufInstrumenten spieleten, auch so gar dieKnechte mit ihren Herren zu Tische fas-se» und sich fröiich machten. Und dasalles wegen des Hyacinthi, eines Lieb-lings des Apollinis, dem aber, als die-ser mit ihm mit dem Disco spielest Ze-phyrus aus Neid die Wurf-Scheibe,als solche Apollo in die Höhe gewor-fen , auf den Kopf zurück trieb, daß erdaran das Leben einbüsscke, von demApolline aber in eine Hyacinthe ver-wandelt wurde.

Pausan. Lacon, c. iq. Meurs & Fa-ll ll 4 Cald.