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Horatia Tribus, f. Tribus.HORDEVM, (Bttfit/ soll zuerst zuEleusine erfunden worden seyn a) ; da.her auch der Obsieger in den Spielen da.selbst ein Maaß Gerste zu seiner Keloh-nung bekam b) ; sonst aber war sie einordentliches Futter für die Pferde c),allein auch für einen Soldaten der gro-sse Schimpf, wenn er seines Vergehenshalber Gerste, stak des Weitzens, zu sei.nem Unterhalte bekam d) ; weil er da-mit gleichsam unter das Vieh versetzetwurde e). So viel aber sonst ein Reu-ter Gerste zum Unterhalt seines Pferdesbekam, dieß Hordearium f).
a) Phurnut, ap. Pitisc. b. t.
b) Schol Find. ad Olyrn. VlIII. v. /p.
c) Plaut. Afin. AB. 111 . Sc. 3. v. 11C.Plin II N. lib.XVlIl. c. 7.
d) Polyb. lib. VI. c. %6. Suet. Aug. c. 34.
«) Pcefehel. ad Polyb. de Milit. Rom.
C. VI. §.j?.
f) Festus in Hordearium.
HORMVS, Graec “o Sf *ts, war einTantz, da sich Junggesellen und Jung-fern bey den Handen fasteten, und also«ine bunte Reihe machten. Es hat sol-chen Daedalus erfunden, und Theseuszu Athen eingeführet, da sonst Mannsrnund Weibsen iedes alleine tantzeten.
Meors Orcbeßr. apud Schcetgen. indguof.
HOROLOGIVM war bey denAlten vornehmlich eine Sonn-oderwafftr-Uhr, von denen jene eigentlichSciatberhm , diese aber Clepsydra, hieß;wogegen die Scklag-und Sand-Uh-ren neue Erfindungen sind. Die So«.nen-Uhren soll Anaximenes, von Mileto,zuerst erfunden haben a). Allein es istder Sonnen Zeiger des Achas dochnoch alter b); der aber auf eine beson-dere Art, und nicht so wohl nach Stun-demLinien, als Graden getheilet gewe-sen seyn soll, nach denen der Schattenalle halbe Stunden einen fortgerücktsey c), dergleichen sich denn auch nochwohl ietzo machen liessen. Die ältestenzu Rom waren an dem Tempel desQuirini in dem Capitolio und an demLenrpel der Dianae auf dem Auentinod); mich'», alle Z an gar erhabenenvettern der Stadt. Und zwar soll die
an dem Tempel des Quirini die ältesteund erste gewesen seyn, die L. PapiriusCursor dahin bringen lasten e) ssuieandere brachte M. Valerius Mesliila mitvon Catana nach Rom, und ließ sie beyden Rostris aufrichten ; allein, da dergute Mann nicht wüste, daß eine fürCatanam gemachte Uhr zu Rom dieStunden nicht recht weisen könne, warsie nicht viel nütze. Daher Q M.rtiusPhilippus, als Censor, eine andere da-selbst hinsetzen ließ , welche dem Volckeunter allen Welchen, die er machen las.sen, das angenehmste gewesen seyn sollk). Nach der Zeit waren deren an al-len Orten und Enden zu Rom zu seheng) , da indessen aber doch die Sonnen-Uhren bey trüben Wetter, wie noch jetzt,ihren Nutzen nicht gaben, erfand endlichScipio Nasica A. V. 595 eine Wasser-Uhr, welche die Stunden Tag und Nachtrichtig abtheilete, und ließ sie frey unterein Gehäuse aufstellen, daß sich ieder-man darnach richten kunte h). Daßauch Augustus ein gantz besonderesHorologium auf dem Campo M.rrriovon meisten Marmor 7 Stuffen hochanlegen, die Linien darinne mit übergül-deten Ertzte auslegen , und an stat desZeigers, einen Obeliscum 116 Fuß hochdarauf sitzen lassen, auf welchem eingüldener Kopfgestanden, dessen Schat-ten eigentlich zum Weiser gedienet, wirdzwar von vielen gemeldet i) : Allein,wenn man des Plinii Worte, wie auchwas sonst möglich gewesen, erweget,mag solches Horologium zu mehr wohlnicht gedienet haben, als zu zeigen,wenn es Mittag sey und wie die Son-ne in demselben in ihrem Auf und Ab-steigen am Himmel täglich höher oderniedriger komme; so würde auch«ine gantz ungeheuere Flache erfo-bett worden seyn, wenn ein Obeliscusvon bemeldcter Höhe nur 4 Stundenvor und nach Mirtage zeigen sollen, ge-schweige denn, wenn es auf 5 und wei-ter kommen sollen.
a) Plin. H N. lib. II. c. 76.
b) Ies XXXVIII , 8 . VoslC de Hat.Art. hb. III c 47. §. /f.
c) Goodwin. Mos. & Aar. libr , III-c /. §. 10.
d) Censorin.
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