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b) Epist. 8 . & Torrent, ad Sueton.
1. c.
HORAE, die Stunden, waren beyden Jüden sogenannte Horse inaequales,indem der Tag in deren 12 getheilet wur-de, und auch wieder in so viele die Nachta); da aber kein Tag dem andern gleichist, folgentlich auch keine Nachts ergiebtsich, daß auch die Stunden keine 2 Tageeinander gleich seyn können, ausser jähr-sich immer 2 und 2 Tage, wenn nehm-lich die Sonne im Auf-und Absteigenwieder auf die vom Aequatore gleichweit abstehende Grade der Ecliptickömmt, j. E. auf den 30 im Widderund i in der Jungfer. Sie waren aberHiebey denn in langen Sommer-Lagensehr lang, und in kurtzen Winter-Tagenbey Tage sehr kurtz, desto langer aber al-lemahl bey Nacht, ie kürtzer sie bey Tagewaren, und desto langer bey Tage,je kürtzer sie bey Nacht waren. Massendenn, wenn der Lag, z. E. 16 Stundenwar, so war eine Stunde nach unsernMinuten 80, und nach den Jüdischen1440 lang ; des Nachts hingegen nachunsern Minuten, nur 40, nach den Jü-dischen aber nur 720. Wie denn dieJüden ihre Stunden nicht in 60 Mi-nuten, wie wir, sondern in 1080 einthei-len, die sie Heiakim nennen b). Undkommen anbey die Jüdischen Stundenalso mit unsern niemahls überein, ausserin den beyden Aequinoctiis, wobey sichaber doch auch noch der Unterscheid fin-det, daß bey unS die 6ke bey ihnen erstdie erste ist, mithin unsere 12 ihre 6, un-sere 3 nach Mittage ihre 9 und unsere 6des Abends ihrer letzte und 12 ist. Ei-nige wollen, daß die Jüden den Tag so-denn auch wieder in 4 und die Nachtauch in 4 Theile getheilet hatten, derenjeder mithin 3 Stunden lang gewesen,die sie aber doch auch Stunden genannthätten, daß also die erste bis 3, die anderebis 6, die dritte bis 9, und die gte bis 12gewahret; allein von ihrem Anfangemit den andern Stunden doch auch dieerste wie sonst die erste, die andere diedritte, die dritte die sechste und dievicrdte die 9te genannt worden seyn,nachdem nehmlich sich die erste mit dereigentlichen ersten, die andere mit der
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eigentlichen dritten u. s. f. angefangen,womit sie insonderheit der viikerenrzwischen Mattb. XX, und Mwc. XV, -5item Io. XVIIII, /4 abhelfen wollen c).Wogegen andere von dieser Art Etun-den nichts wissen wollen 6). Ob eswohl seine geweisten Wege hat, daßman den Tag, wie auch die Nacht inQuadrantes oder Viertel eingetheilethabe e). Um aber diese Stunden zuwissen, hatte man schon zu den ältestenZeilen die Sonnen-Uhren 5 ); die aber,wie leicht zu vermuthen, anders als un-sere, gemacht gewesen seyn müssen g),und auch noch gemacht werden K). In-dessen aber gehet es nicht an, daß mandie Indischen oder Biblischen Stunden,so schlechthin mit unsern vergleichet,und z. E. saget, es sey bey uns um 9 gewe-sen, da der Herr um die dritte Stunde aus-gegangen , Arbeiter in den Weinberg zumieten, oder bey uns um 3 Uhr nachMittage, da er um die neunte Stundeausgegangen u.s.f. i), weil man nichtweiß, welchen Tag im Jahre dasselbegeschehen sey. Wäre aber dieser bekannt,würde man auch die Stunden völligmit unsern vergleichen können k).
s) lo. XI, q. Gern. Sanhedrin. /. 4.apud Reland. Antiqu. Vet. Hehr,P.llll.C.l. §.jf.
b) Iken. Antiqu. Hehr. P.II. cap. 7.
c) Goodwin .Mosity Aar. libr.IILc.i. §.5.
d) Reland. l.c.
e) Neh. VIIII, 3. Reland. I.c. §.,Ä
f) M. XXXVIII, 8.
g) Goodwin l.c. §./0.
h) Sturm. Muthes, iuuenil. Gnomon,cap. 7.
i) Matth. XX, 3. f.
k) Wolf. Eiern. Cbronol. §.37.
Bey den Griecben zrhlete man aufTag und Nacht nur 12 Stunden a),dergleichen man sonst Horas compositasnennet b); bey den Atheniensem inson-derheit aber sieng man sie mit dem Un-tergänge der Sonnen an zu zehlen,nach dem bekannten Verse : Atticus
occasum spectat, Babylonius Ortum sis c.
Sonst aber richtete man sich mit derenAbmessung theils nach Sonnen-Uhren,
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