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re. In einer gewissen Insel, imOcea-no, solle sie ihren Havn, und in demsel-ben ihren verdeckten Wagen haben wel-chen allein ein eintziger Priester anrüh-ren durste. Merckte dieser, dasi die Go't-tin daheim war, wurde der Wagen mit2 weissn Rindern fortgeführet, und. dawar alles ftölichund lustig, wo nur derWagen hinkam, hingegen weder Streitnoch Krieg, sondern olles Gewehr ver.steckt, bis der Pfaffe sagte, die Göttinhabe gnug für dismahl an dem Umgän-ge mit den Menschen, und wolle wiederin ihren Hayn gebracht seyn. Woraufdenn Wagen.Decken und dieGöttin selbstin einen geheiaien See abgewaschcn wur-den, der aber auch die Knechte, so der-gleichen thaten, alsofort darauf ver-schlung, daß also niemand nachsagenkunte, was es sey, das sie gewaschena). Die meisten wollen, es habe solcheGöttin die Erde vorgestellet, weil Her-thas auch nichrs anderes sey, als dasTeutsche Erde, Erdt, Earrh b). Al-lein andere meynen sodenn, daßTaciruznicht Herthas, sondern Er das, oder viel-mehr Erda schreiben sollen c) Welchesaber nichts auf sich hat, da man weiß,wie die Lateiner die Teutschen Nahmenmehr geradebrecht haben. Daß sieaber der Römer Tellus, oder Ceres ge-wesen seyn soll, will man nicht zugeste-hen, weil besagte Nationen allzuweitvon den Griechen und Römern abgeson-dert gewesen, wohl aber macht manderPhrygier Cybelen oder Matrem Tita-num aus ihr, zumahl das Teutsche Er-de, und das Celtische Tit auch einerleyseyn soll 6). Allein das sind alte düste-re Dinge, pon denen einer glauben mag,was er will.
a) Tac. de Mor.Germ. e.4.0.
b) Hachenb. de Germ. med. Diff.VIII.§> s6.
c) Sched. de Diis Germ. Syngr. I. c.g.
p. m. 22t.
d) Wachter. Glojf. Germ. in Herthe.
HESTIAE A, Gr. eV-W, waren
tin Fest bey den Griechen, welches mander Vest* zu Ehren begieng, und ihr da-bey die Erstlinge von allerhand Sachenopferte.
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MeurE & Fasold. ap. Schoergen, in
E Wlcacc.
HES PIATORES, Gr. ftrtacTegn,waren gewisse Obrigkeitliche Personen zuAthen, welche den Bürgern aus ihremTribu bey allgemeinen Fest-Tagen einGastmahl auf ihre Kosten geben musten.
Sigon. de Rcp. Athen. lib. IlII. c. 4. ap.Schoetgen. in eV«*t»p«.
HETAERIARCHES, Gr.E'™«(ikpxnf , war bey den Griechischen Kay-fern ein Oberster der Hülfs-Völcker, de-ren General hieß.
Fresn. Glojf Gr. in EVo-f,*^«.
HETAERIDIA waren ein Fest,Welches die Magnesia dem Ioui Itm-(ei? feyerten und Iason gestiftet harte.
Castellan. de Fefl. Grac. ap. Schcet-gen. h. t.
HEXAPHORVM n?6t eineSönf-te, welche von 6 Knechten getragen wur-de, da man deren sonst nur 4 brauche«te, mithin ihrer 6 schon mehr zum Staat,als zur Noth , genommen wurden a).Indessen aber nahm man dergleichenauch, vornehme Leichen darauf auszu-tragen b).
a) Pignor. de Serv. & MorestclI.Pomp. Feral. lib. 11 . c. 8. p. abttdPitisc. h. t.
b) Martial, lib. 11 . Epigr. 8t. & lib.VI 1 II Epigr. 3.
FlILERNA war ein Lager, wo dieRömischen Soldaten auch im Winterbleiben musten. Es war solches in al-len , wie ein rechtes Lager eingerichtet,mithin auch mir Graben und Wall vcrfe-sehen: allein stat der schlechten Gezelte,hatte man da Hütten von Fellen undPcltzen, unter denen sich die Soldatenbehelfen musten. Es geschahe dieseszuerst vor Veiis a), und hernach meist,wenn man etwas weit von Rom war,und nicht so leicht dahin zurück, mithinwieder heim kommen kunte b). AndereNationen, sonderlich die Carkhaginienfer,errichteten dergleichen auch, jedoch vielvon Holtze, Stroh u. d. g. auch ohnealle militärische Ordnung c), daher esauch wohl angieng, sie in Brand zu ste-cken d).
a) Liv. lib. V. c. 2. 3.
b) Sigon. de Ant. lur. Prouinc. lib. L
Tt 4 (.6.