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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1327-1328
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c. 6, Lips de AliHt- Rom. lib. V.Dial. i.

c) Liv. lib. XXX. c. 3.

d) Id. I. c. cap. s.

HIGETERI A, Gr. iuimgl *, tBslcein Zweig von einem Ocl-Baume miteiner wollenen Binde oder Bande um-wickelt, dergleichen die Gesandten oderHerolde an Feinde in den Handen tru-gen , und damit vor allem Anfalle undGewalt sicher waren.

Alex. ab Alex. lib. V- C. 3. & ad eutnTiraquell. J. c.

HIEMANTES waren in der erstenKirche vom Teufel Besessene, die aberdoch nicht so arg von ihm umgetriebenwurden, als die Energumeni.

Frein Glojs. Gr. ap. Schostgen. h. t-

HIEROMNEMONES warengleichsam die Secretirien oderRegilira-tores bey dem Concilio der Atnphicty-onum , die alles aufschrieben, was dar-bey vorgieng a), Andere waren, welcheaufzeichneten, wer, oder was für Opfergebracht wurden. Und in der Griechi-schen Kirche waren es die Aüikenrender Patriarchen, welche diesen mustenanziehen helfen, jedem in dem Chore sei-ncn Platz anwiesen, Kirchen und Le&o-res einweibeten u. w.d.g m.war b).

a) Sigon. de Republ. Athen, lib.llll.cap. 7 .

b) Fresii. Gkff. Gr. in Uftfuiptnc.

HIERONICAE hiessen diejenigen,

welche in de» Olympischen, Pythischen,Isthmischcn oder Nemeischen Spielenden Preis erhalten »), und nicht nur dieEhre hatten, daß ihnen dieser in Gegen-wart einer unglaublichen Menge Volcksaus gantz Griechenland aufgesetzt wur-de, sondern sie auch Lebenslang in ihrenStädten freyen Unterhalt und alle Eh«xt zu gewqrten hatten b),

a) Festas ja Hieronica.

b) Victruv. Pr<?fat. ap. Pitisc. h. t.

HIEROPHANTA war einer der

vornehmsten Priester zu Athen, von daer auch her seyn, und unverhcyrathctbleiben muste. Er unterwies die Leutein den Mysteriis Eleusiniis, daher er auchMystagogus h,eß, und war der erste vonihnen von dem dessen Nach-

folge? auch fcnmolpife genannt wurden.

H I E ,j 28

Nep. Alcib. c. 4. Alex. ab Alex. lib.1111 . c. 11. Meurs Eleufin. c. 13.

H IE k O P O E I, Gr. , wa-

ren 10 Priester zu Athen, welche bey denSacris Eleusiniis ihre Verrichtungen mithatten.

Meurs. Eletifm. c. if. ap. Schcetgen.in ] ggoiroiot.

HIEROSOLYMA, Jerusalem,hieß erst Iebus, von dcm lebus, des Ca.naans Sohne a), und, ob sie auch wohlDavid Salem nennet b), so soll dochsolches niemahls ihr Nahme, viel-weniger sie das Salem gewesen seyn,wo sich Melchiscdech befunden c), wel-ches aber andere scharfwidersprechend).Sie bekam hernach doch den Nahmenlerufchalaim, f.lensfibe/em, und -war,wie man meynet, erst von dem Salomon,der ihn aus dem etwas veränderten al-ten Nahmen Mas , und seinem eigenenzusamme gesetzt, und mithin diesen ihrenNahmen heraus gebracht, welcher aufeine geschickte Art so viel, als P''feßahereditaria pacis heisse e). Adnanushieß sie hernach von sich Aeliam, undwurde der Nahme leruj'akm eine Zeit-lang so unbekannt, daß auch der Land-Vogt zu Csesaria nicht wüste, was Je-rrusalem für eineSradk sey, da einer vorihm sagte, daß er daher sey f). Da siein ihrem größten Flor stund, hielt sie35 Stadia, oder etwas weniges über eineTeutsche Meile in ihrem Umkreise g).Und möchte man sich fast wundern, woein ZOO^ooo Menschen, die wohl eheam Oster. Feste da zusamme gekommen,Raum darjnn e haben können. Zwar ge-ben ihr Ttnocbares uno Aristaus einenUmfang von 40, Hecataus aber einenvon 50 Stadiis h). Allein man mußdoch wohl ioscpho dwfalls mehr glau-ben, als dergleichen Auslandern. Obsie hiernechst im Stamme Inda, oderBenjamin gelegen, setzt es nickt wenigerviel Difhukirens; jedoch kommt allesendlich dahinaus, daß sie bey ihrer Er-weiterung endlich in beyde Stamme zuliegen gekommen, obwohl die Stadt le-bus allein zu Eeniamin gehöret hat. Wiedenn die Juden insonderheit sagen, daßdie Grentze beyder Stamme endlich mit-ten durch den Vvrhof des Tempels ge-

gangen