Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1303-1304
Einzelbild herunterladen
 

IJOJ G Y N

b) Philand. ad ViBruv. lib. VI. c. /o.

c) Nep. Pras.

d) Sozom .lib.I. c.S in rmuna;»;.

e) Chrysofl, & Last. ap. Fresn. l.e.

Gynaeciarius, f. Gynaeceum n. 4.

GYNAECOSMI waren obrigkeit-liche Personen in den Griechischen Städ-ten, welche Acht auf das Frauen-Volckhaben musten, damit solches sich in Klei-düng nickt ju prächtig, oder üppig er-wiese. Indessen aber straften sie auchdie, welche sich allzu liederlich und säuischaufführeten, und schrieben ihre Nahmennoch darzu auf Tafeln in dem Ceramico

«*'< auf a). Man halt sie

anbey für einerley mit den Gynaconmisund sahen sie auch auf das Verhaltendes Weibes-Volcks, gicngen anbey hin,wo man Hochzeiten, oder andere Gel«,che hielt , und sahen , ob man etwa»mehr Gaste gebethen, als erlaubet war,und sonst etwan die Gesetze womit darbeyüberschritt b).

a) Pollux lib. VIII. e. p. n 33.

bj Aristot, Polit. Vtbr.llll. cap. ,j.Athen. lib. VI. c. n. Pfctff. Antiqu,Grac. lib. II. c. p.

Gynaeconitis, f. Gynaeceum.

H.

H ABENAE waren zwar eigentlichdie beyden Rieme an einem Zaume,woran das Gebiß ist, und mit denen al-so ein Reuter das Pferd lencket a).Sodenn aber sind es auch die beyden Sei-ten-Rieme einer Schleuder b); noch mehrdie Rieme, womit die 8anäaliä oderSohlen an die Füsse befestiget wurdenc); ferner eine Peitsche, womit die Her-ren ihre Knechte züchtigten, und daherfrey in ihren Vorhausern, an den Trep-pen, hangen hatten, um diesen sofort eineFurcht dafür einzujagen d); wie sie dennauch dergleichen bey jungen und unmün-digen Knechten stak der Tortur brauch-ten. wenn sie nicht gestehen wollen, wassie sollen e).

2) Virg. Aen. XII. v. 337. Sil. Ital.lib. VII. v.öqö. Torrent. adHorat.libffl. Epist.2. v.ip.

b) Liv. Ub.XXXVIlic.20.

c) Pollux stf Gell. apud Salmas adTertull. d; Pall. & hic ap. Pitisc.b. t.

d) Hont. I. c. & ad eum Schot. vet.I. c.

e) Vlp. l.t. de SCto Silaniano. Tor-rent. ad Horat. I. c.

HABET HOC, ober Hoc habet,war eine Redens-Art der Gladiatorum,wenn sie ihrem Gegner eins versetzt hat-ten, davon er liegen blieb a), wofür sieaber auch nur sagten Habet b). Jedochpflegten es auch wohl die Zuschauer zusagen c); und selbst auch andere, wenn

sie einem einen tödtlichen Fang gegeben,oder auch sahen, daß einer dergleichenvon einem andern bekam d).

2) Vii g. Aen. lib. XII. v. 294. Prüdem,Pßchon. v. 49.

b) Senec. Herc. Oet. AB. ////. v. /4; 7,Agamemn AB. V. v.901.

c) Lips. Saturn. libr.Il. c.21. Thys,de Gladiat. p. 333. ap. Pitisc. b. t,

d) Pitisc. h.t.

HABITATIO, freye Wohnung,wurde dann und wann einem von demandern freywillig zugestanden, z. E. mitden Worten : Quoniam (fs ctm patremeo semper fuisti , stf mc eloquentia &diligentia tua meliorem reddidisti , donofs permitto tibi habitare in illo cana-cuh eoquc vti a),- oder es vermachte ei-ner dem andern dergleichen in seinemTestamente mit den Worten : Damnatesto bares Titium finere in illa dontohabitare, quoad viuet b). Manch-mahl dünge sich auch ein Verlauster ei-nes Hauses dergleichen mit aus, so lan-ge er lebete ; oder versprach auch jähr-lich was gewisses dafür zu geben 0 , unddieses wurde sodenn, auf gewisse Art, mitvorigen, auch eine 8 eruitut des Hau-ses d).

a) Aquil. de Donat. 1 .27. ff.

b) L- damnas ff. de Vfufr. Mode-Bin. /. qui ptures ff. eod. tit.

C) Pauli. /. st sterilis §. vlt. ff. &aBion. ernt.

d) Sigon. de lud. lib. I. c. 4.

HAERE-