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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
1305-1306
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den Jüden allein die Söhne, und zwaraus rechtmäßiger Ehe, wogegen dieAfur-Söhne und die Töchter mit einem- Stücke Geld, und letztere sonderlich mit

>, ihrem Unterhalte, abzufinden waren, sol>

ten auch die Söhne nichts behalten,^ sondern selbst haben müssen betteln

'Itu. Sehen a).

Bey Ven Griechen waren allemahldie Kinder, oder in deren Ermangelungdie nächsten Angehörigen eines Erben,bis Solon auch erlaubet« Testamente zuCcta machen, und zwar nicht die Kinder, den-noch aber andere Anverwandten zuübergehen b).

Bey ven Römern gab es damit vielWeitlaufftigkeiten und Eintheilungen,so aber in den Juristischen Lexicis nach«ittazlchi zusehen sind.

a) Iki.n. Antiqu. Hehr. P.11I. cap.a.

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b) Plutarch. in Solone. Demosth.

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Orat. II. in Stephan, ap. Pfeiffer,Antiqu. Gr. lib. 1III. c. 6 j.

H A L 1 A, Gr/AA.« pro^HAi«, waren«in Fest, welches man den 24 des Mo«natsGorpiLi, in der Insel Rhodos, derSonne zu Ehren feyerte, da Männerund Knaben kämpften, und wer dasbeste that, bekam zur Belohnung einenKrantz von einem Pappel-Baume.

MeutC. & Fafold. apud Schoetgen.in "ax:*.

Halleluia, f. Alleluia.

H A L O A, Gr. 'aaZ*, waren ein Festzu Athen, welches man im Monate Po-sideone der Cereri Haloadi zu Ehrenfeyerte, weil man sodenn das eingeernd-tete Gctreyde auf den «a»« oder Tan-nen pflegte auSzudreschen.

Meutf L/ Caftellan. Schoetgen.in 'akZ*.

H AMA war ein Instrument, wel-ches man insonderheit zum Leschen beyFeuers. Brünsten braucheke a); daherauch die Brannt-oder Feuer-Wachker zuRom mit dergleichen versehen waren b).Ob es aber eine Art Feuer-Haken c),oder Feuer-Eymer gewesen d), weißman nicht; iedoch ist letzteres fast amwahrscheinlichsten.

») Plin. lib. X. Epist. 4 a,

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b) Iuuenal. Sät XIIII. o.zo/.

c ) Brillön. Antiqu. Rom lib. II. c. 8 .

d) Turneb. Aduerslib. XVI11I. c. 23 .

Haphtharoth, stehe Lectio bey den

Jüden.

HARMAMAXA, f Armamaxawar, nach einigen eine Trag-Bahre,oder dergleichen etwas, so man auf dieSchultern nahm, und damit was trug,sonderlich bey den Auszügen der Heilig»thümer a). Mein andere wollen, essey eine Art eines Wagens gewesen,dessen sich sowohl Manns als Weibes«Volck bedienet habe, und, da solches beyerwehnten Auszügen mit geschehen,muß es wenigstens, nach unserer Artzu reden, eine Art einer Kutsche gewe-sen seyn b).

a) Tertull. de Spect. cap.y. Iun. adTertull. l.c.

b) Tastn, de Ann. Stecul. cap./e. ap.PitiscJ-.#.

HARMOSTAE waren bey denLacedämoniern angesehene Leine, wel-che in den Comitiis von dem Volcke er-wehlet, und sodenn als Statdaller irrdiejenigen Städte geschickt wurden, wel-che die Lacedämonier erobert, oder sonstan sich gebracht halten , daß sie selbigemit denen ihnen aus dem einheimischenRathe von 10 oder auch manchmahlmehr Personen regiren sollen. Da aberdergleichen ohne Beyhülfe der Soldatennicht leicht gejchehen kunte, hallen sieauch von diesen zugleich eine gewisseAnzahl mit unter ihrem Commando.Und dieses wahrete denn ordentlich einJahr, wenn es daS Volck nicht vollneuen verlängerte a). VlnbtttHarmosi*waren, welche bey jählinger Gefahr inder Stadt Lacedämon selbst erwchletwurden, und bey nahe eben so unum-schränckte Gewalt, als die Dictatores mRom hatten b).

a) Vbbo Emmius.de Rep. Lacon,p. m. a 88 .

b) Id. ibid. & Cragius, it. Meurftap. Schcetgen. b.t.

HARMOSYNI waren eine Artobrigkeitlicher Personen zu Lacedämon,die insonderheit Acht hatten, daß dasFrauen-Voick sich geziemend in Kleidungund anderm Bezeigen verhalten niöchte.

Cragius