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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1299-1300
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i:-

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f) Nardin. 1. c.

g) Franzin. /. c.

GRAMMATICI waren Leute,welche andere eine Sprache recht reden«nd schreiben, auch die Poeten und Hi-storicos verstehen lehreten a). Indes,fett waren sie zu Rom anfangs doch nurKnechte, oder Freygelassene, die ihreöffentlichen Schulen hielten, und damitihr Brodt zu verdienen suchten. Man-che liessen es hierbcy auf die Erkannt-lichkeic ihrer Diicipul ankommen, wieM. Antonius Gnipho, und die kamendamit gar gut weg; andere, als Rem-mius Palaemon, nahmen ihr bedungenesGeld, und brachten es des Jahrs dochauch bis ein 1300 Thaler. VerriusFlaccus hatte seinen Aufenthalt mit imPalatio, und bekam von Augusto jährlichnoch über 3000 Thaler dar;u b), Siesammleten hierbey ihre Bibliorhecken,und sollen Epaphroditus von Chaeronaund Tyrannio bis 30000 Bücher zu-samme gebracht haben c). Sie wurdenanbey auch den öffentlichen Bibliothe-cken vorgesetzt, als C. Melissus der Bi-bliotheca in Porticu Octauia d); C.Iui. Hyginus der Palatin* e), jedochaber auch dann und wann als Gesand-ten verschickt, als Dionysius Alexan-drinus £); Crates Mallotes g) u a.und genossen anbey wohl ehe die Ehre,daß man ihnen selbst Statuen aufrich-tete h).

a) Diomed. Gramm, lib.il. pag.42/.

Edit. Putsch.

b) Suet. de llluflr. Gramm. c. /7.

c) Wo wer. de Polytnath. c.16. §./8.

d) Suet. I. c. cap. 2/.

e) Id. /. c. cap. 20.

f) Suidas in AiowVms

g) Suet. I. c. cap. 2.

h) Id. c. 9. <ts 17.

Grania Gens, s. Gens.

G R A P H IV M, ein SchreibenGriffel, war ein Werck-Zcug von Ei-fen, Echte, Essen-Beine u. d. g. dasauf einer Seite spitzig war, die Schriftdamit in das Wachs zu kritzeln, aufderandern aber breit, das Geschriebene,wenn es nichts mehr nütze war, wiederauszustl eichen, und was anders dafürhinschreiben zu können a). Indessen

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aber, da man zu Rom keine Degen oderanderes Gewehr tragen durfte, brauch,te man wohl ehe diese Graphia dafür.Wie denn mit dergleichen Erixo, einRömischer Ritter, der seinen Sohn. zutode gegeisselt, von dem Volcke erste,chen wurde b); und Caesar bey sei.ner Ermordung stieß dergleichen demCastio auch durch den Arm, weil er esungefehr in den Handen hatte c).

a) Sympos. Aenjgm. ap. Pitisc. h. t.

b) Senec. de Clem. lib. I. c. 4.

c) Suet. Cas c. 82.

G R A P T I, hiessen ehemahlsdiejenigen in der Griechischen Kirche,welche den Bilder-Dienst verfochten,dafür aber ihnen auch gewisse Verse andie Stirn cingcpfetzt wurden, dergleichenehemahls auf aoooten auf einmahl wie-verfuhr.

Fresn. Glos Gr. in

GVSTATIO war bey den-mern ein Imbiß vor der Mahlzeit, dasie was sauers oder gesaltzenes assen undein gut Glas Wein darzu trunckm, umsodenn hernach desto besser füttern zukönnen a). Jedoch aber war es auchwohl so viel, als bey uns die Mittags-Mahlzeit, weil sie darbey gar wenig as-sen, sodenn wohl etwas schliefen, undalsdenn erst zu Abend und recht äffen b).

a) Perron, c. 22. Martia!. lib. XI. Epi-gr. )}. v. f. lib. III. Epigr. so. v 3.

b ) Plin. lib. III.Epifi. S- Stuck. Antif.Conuiv. lib. 111 . c. 1. Buienger. deConuiv. lib. II. c. 4. ap. Pitisc. b.t.

GYMNASIA RCHA.f Gymna*siarchus, war der Aufseher über «»Gy-mnasium oder Schule, wo man ringen,fechten, springe» u. d. g. exercitia lernt-te a). Es war solcher ein angesehenerMann seines Orts, und muste solchesAmt eine Zeitlang versehen, wenn ervon der Republic darzu erwehlet wurdeb). Weil es aber eine Ehre war, dienoch darzu viel Geld kostete, fthnete mansich eben nicht groß darnach, daher auchdie Philosophi, Rhetores, Grammatici

und Medici davon befreyet waren c).s. Gymnasium.

a) Hesych. in r vtn*rii{Wi\ ^ lC<Verr. 1HI. c. 42.

b) Aristot. Polit, lib. VI. c.8.

c) Modestm;