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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1149-1150
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Hause brache, und dieses einfiel, wo manihn nicht bald stützete e). Also hielteman es auch auf dem Lande nicht vorunrecht, eine Bach abzuleiten, einen Zaunvor die Saat zu ziehen, den Vogeln nach.zustellen, die Dorne wegzubrennen, unddie Schafe zu schwemmen f). Zufo'rderstaber hatte man sich doch allesZanckcns,Rauffens und Schlagens, und über.Haupt aller Gewaltthätigkeit, jedochaber auch der Hochzeiten zu enthalten,weil der Braut an ihrer Jungferschaftauch Gewalt geschahe; allein mit Mit-wen waren sie erlaubt, weil man an den-selbe» wohl auch alte Graben fegen,neue aber nicht machen dürfte g).

a) Guther. de lur. Puntif libr. III.c.14.. ap. Pitisc. b.t.

b) Festus in Prseclamitores.

c) Macrob. Sät. lib. I. c. /6.

d) Vmbto ap. Macrob. l.c.

e) Scceuola ap. etimd. I. c.

f ) Virg. Georg. lib. I. v. 26$. Kipping.Atitiqu. Rom. lib. I. c. jo. §. 2.

g) Verrius ap. Macrob. Sät. Uhr. I.cap. /f.

Feriae compitales, s. Ludi compitales.

Feria conceptiua, waren Feyer-Tage,die zwar jahilich gcftyert werden mu-sten, der Tag aber, wenn solches gesche-hen solle, erst von der Obrigkeit, oderden Priestern angekündiget werdenmuste.

Macrob. Sät. lib. I. cap. 16. Festus inConceptiuse Feriae.

Feria denicales waren ein Feyer-Tag,den aber nur eine Familie insonderheitbegieng, die eine Leiche im Hause gehabthalte,und durch selbige verunreiniget wor-den war, um dadurch wieder gereiniget zuwerden a). Sie habe denNahme a nece b),und durfte daran insonderheit kein Maul-,Esel zur Arbeit angespannet werden c).

a) Festus in Denicales feriae.

b) Cic. Legg lib. II. c. 22.

c) Columell. lib. II c. 22.

Feria imperatiua waren ein Feyer-Tag, der einer besondern Ursache wegenvon neuen angestellet wurde, da er sonstnicht üblich war, z. E. wegen einesWunder-Zeichens, glücklich gcmdigkenKriegs u. d. g. Es kunten solche diehohen Obrigkeiten, als Bürgermeister

und Stadtrichter, mit Genehmhaltungdes Raths, thun a), wahreren abermanchmahl auch bis 50Tage, und wur-de wohl eher so gar ein Dictator beson-ders erwehlet, nur, daß solche angesetzetwerden kunten b). Vielmahls, sonder-lich aber wenn sich ein Erdbeben mcr-cken ließ, wurden sie angestellet, ohnedaß man wüste, welchem Gott oder Göt-tin zu Ehren man sie hielte, daher es nurhieß: Si Deus, Si Den; jedoch aber, dajemand eine unziemliche Arbeit daranthat, oder sie sonst entheiligte, musieauch dafür ein besonders Opfer geschlach-tet werden c).

a) Macrob. Sät. lib. I. c. 16.

b) Guther. de lur. vet. Pontif.lib. III. c. 15.

c) Gell. libr. II. cap. j 8. ad eumGronov. /. c.

Feria Latina waren ein besondersFest, da die Römer und Lateiner jähr-lich auf dem Monte Albano zusammekamen, dem loui Latiari opferten, undsich sodann mit einander lustig machten.Es hatte es Tarquinius Superbus ein-geführet, und solle dienen, beyde Natio-nen in guter Freundschaft und Einigkeitzu erhalten a). Anfangs wahrere esnur einen Tag, hernach aber that dasVolck den andern dar;», da die Königewaren vertrieben worden, und der drittekam darzu, da das Volck sich »ach derSecestion wieder mit dem Rathe undPatriciis vertragen hatte. Endlich wur-de auch noch der vierdte wegen guterEintracht des gesamten Volcks darzugethan c). Das HaupdOpftr war einOchse, der daher Sacrificimn Latiar hieß,und brachte das Volck selbst Lämmer,Käse, Milch, Kuchen und dergleichen zn-samme d). Der Städte der Lateiner wa-ren incallem 47, die da zusamme kamen,und währeten diese Feri* bis auf dicKay«fet, weil kein Bürgermeister eher znFel-de gieng, bis er solche nicht mit gehal-ten hatte e). Es musie aber darbeyauch icde Stadt etwas von erwehntemOchsen bekommen, oder die Feyer-Lageeher von neuen angefangen werben 5 ).

a) Diois. Hai. lib. 1111 . cap. 6. Roiin.libr. 1111 . cap. jy. Alex ab Alex.lib. 1111. c. 7 .

b) Dion.