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mehr Freyheit, als bey den Griechenund Juden ; indessen aber durften siedoch zu keinen Comitiis a), oder ei-ner andern öffentlichen Versammlungkommen b); sich auch bey den Leichen-Spielen nicht mit finden lassen c), nochauch wosonst die Arhletaekampfeten ä).Mit den Mannscn sollen sie auch in einBade-Haus nicht kommen,dochgescha.he es ofteimahlö e). Bey Tische, obschon die Männer lagen, fassen sie doch5), des Wohlstands wegen, ob schondas Liegen hernach auch bey ihnen mitmode wurde g). Sie hatten jederzeitihre Curatores oder Stores h), alsohne die sie auch nicht heyrathen durf-ten i). Anfangs durften sie durchauskeinen Wein trincken, bey Verlust des Le-bens kl ( damit sie sich nicht berauschen u.was ungeziemendes begehen möchten I),wogegen sie doch den von Rosinen trin-cken mochten, der so gut, als der Mal-vasier aus Creta, geschmeckt haben sollm). Sie wurden daher sowohl von ih-ren Männern, als nahen Freunden alle-mahl geküßt, wenn sie zusamme kamen,um es zu riechen, ob sie etwan rechtenWein sich belieben lassen n). Sie hat-ten daher auch wohl die andern Schlüs.sel im Hause in ihren Handen, aber dochden zum Wein-Keller nicht 0 ), und dasich ehemahls eine gelüsten ließ, selbi-gen zu öffnen, wurde sie dafür mit Hun-ger hingerichtet p). Ihre Arbeit warsonst Wolle spinnen q), kuncen aber dochauch Priesterinnen werden r), und wennsie ausgicngen, muste es mit bedecktemHaupte geschehen s). Im Trauren gien-gen sie schwach r), und zwar in derglci-chen logis u) , wofür sie sich aber her-nach unter den Kaysern weiß kleidetenw). Jemehr eine Kinder gehabt, ie bes-ser war dero Kleid, worinne sie begra-bcn wurde x), und, nachdem sie in Eh-ren und Ruhm gelebet, wurden sie auchnach ihrem Tode öffentlich gelobet y)..
3) Gell. lib. V. c. jp.
b) Val.Max. lib. III. c. 8. n. 6.
c) Plutarch, QuaJl. Rom. n.24.
d) Suet. Aug. c. 44.
e) Vid. Balnea.
f) Val. Max. lib. II. c. 2.
g) Cic. Fam. üb, VHII. Epifi. 26.
114z
Ouid. Amor. lib. I. Eleg. 4. v. /3.Sueton. Calig. c. 24.
h) VIp. I. non tantum 7. ff. de Tu-tor. & Curator. Id. Tit. Xl.fragm.
i) Cic. pro Flacco , & Cluent, c. /.
k) Tertull. Apolog. c. 6.
l) Val.Max. lib. II. c. /. n. 5.
*n) Athen. lib. X.
n) Plin.//. N. lib. XIIII. c. /3. Ter-tull. I c.
o) Athen. 1. c.
p) Tertull. I. c.
q) Vid. Lana.
r) Vellei. lib. II. c. 75. Tac. Annal.XIII. c. 2.
s ) Id. I. c. lib. XXXXV. c. 4. Val.Max. lib. 1111. c. 3. n. 10.
t) Dion.Hal. lib. VIII.
u) Varr. ap. Non. cap.XVI. n '. /3. /4.vv) Pitisc. h. t.
x) Beroald. & Brockhus. in Propert.ap. Pitisc. /. c.
y) Liv. lib. V. c. 30.
Bey den Teutschen hatten sie leichtdas größte Ansehen, als bey denen sieauch zu allen öffentlichen Berathschla-gungen mit gezogen wurden, weil manglaubete, daß in ihnen was göttlicheswohne a). Und wie sie ihre Männerungemein lieberen; ihre Wunden, diesie in der Schlacht bekamen, mit demMunde aussaugeten; ihnen im Gefech-te Speise zubrachten und sie zur Tapfer-keit anmahneten b): also trugen sie da-mit viel bey, daß manche Schlacht er-halten wurde, zumahl da die Männernichts weniger, als ihrer Weiber Gefan-genschaft, leiden kunten c). Anbey aberhielten sie sich auch sehr keusch und ihrenMännern getreu. Da aber ja eine dar-neben trat, wurden ihre Freunde zukam«me gefodert; vor denen ihr der Manndie Haare abschnitt und die Kleider vomLeibe riß, sie aus dem Hause stieß undzum Dorfe hinaus prügelte d). Sonstaber kunte sie auch nicht von ihm ge-schieden werden, wenn der Mann nichtein Ehebrecher, Zauberer oder Verlegerder Gräber war; und, da der Mannvon ihr los seyn wolte, muste auch sieeine Ehebrechersn, Zauberin oder agga-gala seyn e). Was aber letzteres ei-gentlich heisst, weiß man nicht mehr»
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