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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1113-1114
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gleichen Ubelthäcer darbey mit einemins Wasser getauchten Lorberwder Oel-Zweige, so «--'»»«hieß, besprenget b)und anbey mit Schwefel geräu-chert c).

s) Serv. ad Virg. Aen, lib. IIII. v. ch< 5 .VI. v. jtf.

b) Virg Aen. libr. VI. v. 22p. Ouid.Faß. V. v. 6yy.

c) Kipping. Antiqu. Rom. libr.I.cap. 11.

E X P L I C I T war ein Wort, welchesman zu Ende eines Buchs setzte, und da«mit anzeigete, daß selbiges aus sey.

Hieran. jj Baluz. up. Pitisc. h. t.

EXPLORATORES waren Sol-baten, welche sich brauchen liessen, aus-zukundschafften, was bey den Feindenvorgehe. Sie bekamen zwar ihren Ge-halt dafür a); allein, da sie auch vonden Feinden ertappt wurden, musten sieMit dem Halse bezahlen b); ob man sieauch wohl dann und wann wieder lauf-fen ließ, um den ihrigen üner anzumelden,wie es siebe, und wie wenig man sichfür ihnen fürchte c).

2) Procop. de Bell. Pers. lib. I. apudPitisc. b. t.

b) Menand. I. omne ff. dc re milit.

c) Appian, Bell. Punic. apud Pitisc./. c.

EXPOSITIO INFANTVMwar bey den Griechen eine gar gemeineWeise, ausser daß es bey den Theba-nern durch ein besonderes Gesetz verbo-ten war a) Bey den Lacedämoniern wur-de ein nengebohrnes Kind vor die Aelte-sten seines Tribu; gebracht,die es besahen,und, da es gut befunden wurde, mustenes die Eltern behalten und auferziehen ;wo aber nicht, wurde es weggesetzet b).Bey den Römern wurde dergleichenärmliche Ereatur sofort auch nach derGebührt auf die Erde hingelegt, und daes der Vater wieder aufheben hieß, be-deutete es, daß er es behalten und auf-ziehen wölke; wo nicht, wurde es auchweggeleget c), und zwar sonderlich ent-weder an das Velabrum d), oder an dieColumnam Lactariam e), oder an dieCloacas f). Rornulu; selbst wurde Mitseinem Bruder, Remo, an die Tiber ge-setzt g); die Griechen aber setzten die

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Kinder an die Creutz-Wege und Oerter,wo viel Dolck gieng , ob ekwan sich ie.mand finden wolte, der sie zu sich nehmeb), wie auch oft geschahe. Und weildenn die Mütter dergleichen Kindernentweder Ringe, oder andere dergleichenSachen, auch Wasche u. s. f. mit bcyfü-gcten, damit sie desto eher iemand auf-heben möchte i), kam es oft, daß sie dieKinder wieder erkannten , wenn sie er-wachsen waren, auch sodenn noch wohldie Vater wieder annahmen k). Benden Römern huben diese schnöde Ge-wohnheit die Kayfer Valentinianus,Valens und Gratianus durch ein schar-fes Gesetz auf 1 ).

a) Aelian. V. H. lib. II. c. 2.

b) Plutarch. in Lycurgo.

c) Dempster. ad Rofin. lib. I. c. /.

d) 3 artho!in. de Puerp. vet. apudPitisc. b. t.

e) Vid. Columna Lactaria.

s) Bartholin. l.c.

g) Liv. lib. I. c. 4.

h) Bartholin. l.c.

i) Vid. Crepundia.

k) Bartholin. /. c.

l ) L. 2. C. de Insant. Expos.

EXQVILIAE waren bald so viel»

als der Mons Exquilinus , bald aber alsdie Regio Exquilina. Von dem MonteExquilino, s. Mons Ex quiimus ; die Re-gio Exquilina war aber die ;te unter den14 Regionen der Stadt a). Sie hattegegen Morgen die Mauer der Stadt;gegen Mittag den Montem Ccelium unddie II. Region ; gegen Abend noch einenTheil des Montis Exquilini u. die III Re-gion, und gegen Mitternacht den Mon-tem Quirinalem UNd die VI. Region,wobey sie auch den gantzen Montem Vi-minalem begriff, anbey 1; VicosMit so viel Aediculis , 3050 Infulas;180 Domos; 23 Horrea; 170 Lacus;75 Balneas priuatas ; 12 Pistrina, undim Umkreise »5900 Fuß eurhielt b);Jetziger Zeit ist sie meist nur mit Gartenund Weinbergen angebauet, doch stehenin ihr besonders noch mit die berühmtenKirchen Maria Maggiore und di SantaCroce in Gerttjalemme , oder ZINNEreutz in Jerusalem c). Vor-mahls aber waren in derselben merck«

würdig