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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1111-1112
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E X I

ste Übung Wät Armatura, da cttt jungerPursch sich unter Anführung eines Mei-sters im Werfen mit Wurf-Spiesten,Schiessen u.d.g. üben muste g) ; uuddie siebende war Salitio, da die Equitesmit blossen Degen, oder Spiessen in denHanden lincks und rechts auf ein höl-tzernes Pferd springen, allein auch mitwircklichen Pferden rennen, sich schwcn-cken, im Kreise reiten u.s. f. lernenmusten b).

a) Cic. Tisiul. lib II. c. 16.

b) Vcget. lib. I. cap. 27. & Poeschel.ad Polyb. cap. 6. §. 7. Bell. Rom.reflit. lib. IUI. c. /s.

c) Veget. lib.I. c.p.

d) Vcget. & Poeschel. 11 . cc.

3 Vcget. libr. III. cap. 4. Festus inPiscinae; Plutarcb.^Sueton.slp.Poeschel. 1 . c.

s) Senec. Epist. j8. Vegetius apudPoeschel. l.c.

g) Vcget. lib. I. cap.lib. II. cap. 13.Bell. /. e.

h) Veget, lib. I. cap. /g. Poeschel. &Bellus 11 . cc.

Exilium, s. Exsilium.

EX 1 TER 1 A, Gr. waren

ein Fest bey den Griechen, wenn einGeneral mit feiner Armee zu Felde ge-hen wolte, da man den Göttern opferte,und ihnen allerhand Gelübde that, da-mit sie das Unternehmen wölken glücklichseyn lassen; wie denn auch wohl Privat-Leute dergleichen Opfer thaten, wennsie eine Reise vorhatten.

Fasold. de Fest. Gr. «pnd Schoetgen.in

EXODIA waren in den Tragoedienund Comnedim gleichsam die Nach-Epiele, da man zum Beschluß derselbendie Zuschauer noch eins zu lachenmachte.

Iuuenal. Sät. VI. v. 7. & ad eumScbol. vet. 1 . c. Dempster. ad Rostn,libr. V. cap. 9. Voll! Etymol. inExodium.

E X O MIS, Gr.E&tcU , war eineArt einer Kleidung , welche glatt amLeibe anlag, doch die Schultern bloß ließ,immittelst aber auch zum Theil überdiese, wie ein Mantel, herab hieng a).Es trugen dergleichen bey den Römern

EX?

die Knechte und andere geringe Leuted); wie auch sonderlich die Comcedian.ten c); bey den Griechen aber die Lace-damonier d), und anderweils auch dasFrauen-Dolck e); und möchte sich dieBeschaffenheit desselben wohl ietzo mitkeiner unserer Kleidungen leicht verglei-chen lassen.

a) Hesych. in Voss Etymol.in Exomis.

b) Gell. lib. VII. c.12.

c) Festus in Exomides. Polluxlib. IIII. c. /8.

d) Aeiian. II V. lib. Vllll. c.34.

e) Pollux lib. VJl. c.23.

EXORCISTAE waren eine Art

Geistlicher, die insonderheit aufdieAus-treibung des Teufels bestellet waren,da es zur Zeit der ersten Kirchen unterden Juden und Heyden, hin und wieder,noch viele Besessene gab a). Es hiessediese Handlung Exorcismus, und mußmit der nicht vermenget werden, welchebey der Tauffe vorgehet, so von der al-ten Kirche her zwar geblieben ist; jedoch,wie man redet, nicht , wie nur

anberegte, sondern nur <rw*vn>di gewe-sen; allein doch auch nicht eher, alsin dem 4 oder 5 Seculo mit eingeführetworden ist b).

a) Cyprian. & Tertull. item PetrusSiculus alii apud Walch. adC.omp. Antiqu. Ecclcsi lib.I. cap.3.

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b) Schutzfl. Antiqu. Ecclesi. Con-trov. XXVII. §.,r>.

EXOCATACOELI, Gr.'i.laxa.ri.e.oiMn waren die Assessores desPatriarchens zu Constankinopel, welchemit ihm gleichsam das Consistoriumausmachten, ihrer 6 waren, als derMagnus Oeconomus , Magnus Sacella-ritts, Magnus Cbartopbylax, der Cbar-tophylax, der Saceüarius und Protecdi-cus, erst lauter Presbyteri, hernach aberauch Diaconi, und doch Leute von gros-sem Ansehen waren.

Eresn. Glojf. Gr. in

EXPIATIO war eine Aussöhnungmit den Göttern, wenn einer einen Todt-schlag, oder andere böse That begangen,wodurch die Götter zum Zorn gereitzetworden waren a). Es wurde ein der-gleichen