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Widder, der sich mit einem andern stieß,uns, weil dieser sich niederlegcte, da deranoere auf ihn zuraunte, liess dieser inder Furie über zenen hinweg, und mitdem Kopfe wider einen Fels, daß einStücke losgieng, welches der Hirteso-denn betrachtete, und befand, daß es einschöner weisser Marmor war b). Sonstaber hiessen Euangelia auch alle Feste,die man wegen erhaltener guterPost bc-gieng, da man den Göttern zur Danck-barkeit opferte, Gastmahle anstcllete undsich sonst frölich erwies c).
2) Meurs^Fasold. apud Schoetgen.b. t.
b) Vistruv. lib. X c. 7. Chevreau Hi-fioire du Monde lib. VII. c. 6.
c) Schoetgen. I. c.
EVANGEL 1 VM ist unter an-dern auch ein Stück aus einem Evange-listen, über welches gcprediget wird,dergleichen erst nur eintzeln ausgesuchtwurden, wie man Christo zu Ehren ei-nige Feste zu feyern anfieng, bis endlichdie Christliche Kirche zu ihrer völligenEinrichtung gelanget, und man derglei-chen Stücke oder Texte auf alle Sonn-und Fest Tage ausgelesen hat. Manpflegte sie mithin in ein eigenes Buch zu-stimme zu schreiben, so auch das Euange-lium hieß, und aus Ehrerbietung ge-gen dessen Inhalt auch sehr kostbar ein-gebunden zu weiden pflegte.- Wenn derDiaconus damit auf feinen Stuhl giengund den Text daraus erst ablesen wolle,ehe darüber geprediget wurde, wurde erdahin mit einem Creutz und Fackeln be-gleitet; wenn er las, stund jedermannauf, und legeten Stöcke und Gewehr ab,die Polen aber stunden so lange und hiel-ten ihre blossen Säbel in die Höhe, an-zudeuten, daß sie jederzeit parat wären,für das Euangelium zu streiten. Wenneiner einen Eid that, muste er die Fingerdarauf legen; allein wenn auch Feuerauskam, trug man es dahin und lasdaraus, das solle darwider helfen, der-gleichen man auch bey Krancken thäte;noch mehr schlug man es auf, wennman was vorhatte, und wissen wolle, wiees ablauffen werde, welche drey letztereStücke aber ein so einfältiger, als böserAberglaube waren-
Io. Andr. Schmid. ^alii,?/,. Schott,gen. h. t.
EVANGELISMVS war beyde»Griechen das Fest Verkündigung m«?riä, s. Festum Annunciationis.
Eucharistia , f. Coena Domini.
E V E L110bilE 8 waren gewisse 8i.gnaturen oder Zettel, die einer bekamder sie» mit der Post reisen wolle, gjjwaren selbst von den Kaysern, oder dochderen Stathaltern und dergleichen ho-hen Bedienten unterschrieben, und g°l.ten die Zeit und auf so viel Pferde, alsdarinne beniemt waren a). Auf allenStationen musten sie vorgezeiget werdenb), und, da der Weg zu einem Stach»!,ter führete, muste er auch von diesemaufs neue unterschrieben werden c), dieaber mit der Zeit auch selbst nicht ohnedergleichen sich der Post bedienen durf.ten, wo sie keinen Frey-Zettel von demKayser selbst, dem Prafesto Pratorii,oder einem Magistro Officiorum erlan-get hatten d).
a) Salmas. ad Capitolin. Pertin. c. 1.Bergier. & Panciroll. ap. Picisc.b. t. Fresn. Gloff. hat. h. t.
b) L. 8- Cod. Tb. de Curs pttbl.
c) L. 22. Cod. de eod.
d) L. 9. C. de eod. itemque Bergier.& ad eum Hennin. I. c.
EVERRIATOR war der, welchereines Verstorbenen Erbe war, unddaherdessen Begrabniß besorgen, zuförderstaber nach weggetragener und öestcllekerLeiche das Haus mit besondern Besenund Ccrimonien auskehren muste -),wenn er hernach von den Lemuribusoder Gespenstern im Hause nicht wollevexiret werden. Die Handlung hießExaerra, und hat den Nahmen von «und verro.
a) Festus in Euerriator.
b) Rostn. lib. V. c. 31.
E V L O GI A E waren eine ArtBrodts in den ersten 3 Seculis aus un-gesäuertem , hernach aber auch aus ge-säuertem Teige, welche consecriret, undden Gläubigen ausgetheilet wurden, al-ein Zeichen ihres Glaubens und der Ei-nigkeit darinne mit andern. Sie warenaber zweperley publica und priuata, vondenen jene von den Bischöfen und P«?*